Ö1 Radiokolleg
Hier finden Sie Serien zu relevanten Wissensthemen aus allen Lebensbereichen - breitgefächert, vertiefend und orientierend. Autor: innen verbinden Expertise mit Alltagserfahrung, sowie Hintergrundwissen mit Reflexion. Redaktion: Ina Zwerger, Ulrike Schmitzer, Monika Kalcsics, Astrid Schwarz, Alexandra Augustin, Ute Maurnböck. Produktion: ORF Mediencampus Wien. Weitere Informationen: https://oe1.orf.at/radiokolleg
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Alle Episoden
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Alte weise Frauen: Andrea Brem
Gewalt gegen Frauen - Frauen gegen Gewalt.
Was Gewalt gegen Frauen angeht, liegt Österreich EU-weit im traurigen Spitzenfeld und die COVID-19-Pandemie hat die Problematik weiter zugespitzt. Natürlich ist Gewalt gegen Frauen kein neues Phänomen aber nicht immer gab es Hilfe für diese Frauen. Geändert hat sich das in Österreich 1978, als das erste Frauenhaus Österreichs gegründet wurde. Andrea Brem hat viele Frauenhäuser in Wien mit aufgebaut. Von 2001 bis 2024 war Andrea Brem Geschäftsführerin im Verein Wiener Frauenhäuser. 2013 gründen die Wiener Frauenhäuser, das Frauenhaus in Graz und das Haus der Frau in St. Pölten den Zusammenschluss österreichischer Frauenhäuser, mit Andrea Brem als Vorsitzende.In dieser feministischen Interviewreihe kommen statt der sogenannten „alten weißen Männer“ „alte weise Frauen“ zu Wort, um über gesellschaftspolitische Zustände zu reflektieren. Es gilt eine Regel: Ü60!
Gestaltung: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 08.10.2025.
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Alte weise Frauen: Brigitte Ederer
Wie man CEO wird.
Siemens - ein großer Name, der einst eng mit dem Wiener Wirtschaftsstandort und dem Aufstieg der Elektroindustrie verbunden ist. Und ein großer Name in der Geschichte von Siemens ist Brigitte Ederer: Geboren wurde sie 1956 als Tochter einer alleinerziehenden Mutter in Wien. Die Mutter arbeitete als Reinigungskraft, um ihren zwei Kindern eine Bildung zu ermöglichen. Mit nur 27 Jahren zog Brigitte Ederer 1983 in den Nationalrat ein - die erste Abgeordnete unter 30. Im April 1992 wurde Ederer unter Vranitzky Staatssekretärin für europäische Integration und Entwicklungszusammenarbeit. 2000 wechselte Brigitte Ederer in den Vorstand der Siemens AG Österreich. 2005 wurde sie Generaldirektorin.In dieser feministischen Interviewreihe kommen statt der sogenannten „alten weißen Männer“ „alte weise Frauen“ zu Wort, um über gesellschaftspolitische Zustände zu reflektieren. Es gilt eine Regel: Ü60!
Gestaltung: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 05. 10. 2025.
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Alte weise Frauen: Elisabeth Lukas
Wie man ein sinnerfülltes Leben lebt.
Die "Sinnzentrierte Psychotherapie", auch als Logotherapie oder Existenzanalyse bekannt, ist eine von Viktor Frankl begründete Therapieform, die sich auf die Suche nach Sinn und Bedeutung im Leben konzentriert. Eine seiner wichtigsten Schülerinnen war Elisabeth Lukas: Sie gilt heute als eine der bedeutendsten österreichischen Psychotherapeutinnen und klinischen Psychologinnen und als Expertin für Logotherapie. Sie spezialisierte sich vor allem auf die praktische Anwendung und Weiterentwicklung der von Frankl begründeten sinnzentrierten Psychotherapie.In dieser feministischen Interviewreihe kommen statt der sogenannten „alten weißen Männer“ „alte weise Frauen“ zu Wort, um über gesellschaftspolitische Zustände zu reflektieren. Es gilt eine Regel: Ü60!
Gestaltung: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 09. 10. 2025.
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Das Gute Leben (1)
Der Mensch ist ein soziales Wesen. Und wer etwas für die Gemeinschaft tut, ist glücklicher und zufriedener, weiß auch die Hirnforschung. Wenn wir uns für andere einsetzen, entsteht etwas, das weit über uns hinauswirkt.
Folge 1: Handeln für Alle - Wirken fürs Ganze.
Gestaltung: Sonja Bettel, Daniel Kruppa, Ute Maurnböck, Diana Köhler, Barbara Volfing. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 22. 12. 2025.
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Das Gute Leben (2)
"Trotzdem" Ja sagen.
Gestaltung: Alexandra Augustin, Ute Maurnböck, Johannes Kaup.
Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 23. 12. 2025. -
Das Gute Leben (3)
Freude am Sein.
Gestaltung: Alexandra Augustin, Judith Brandner, Johannes Kaup, Juliane, Lehmayer, Sabine Nikolay, Barbara Volfing. Redaktion: Ute Maurnböck.
Gesendet am 24. 12. 2025. -
Ukraine - oder der nicht so alltägliche Alltag im Krieg (1)
Vor bald vier Jahren hat Russland die große Invasion der Ukraine begonnen. Aus Kindern sind Waisen geworden, aus Museums-Managerinnen Kultur-Kämpferinnen, aus Kleinunternehmern Soldaten und aus Soldaten oft Invalide. Stefan Schocher berichtet von einem Alltag in einem Land, das sich zur Wehr setzt.
Folge 1: Leben mit Flugabwehr - der zähe Kampf gegen Drohnen.
Gestaltung: Stefan Schocher. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 15. 12. 2025.
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Ukraine - oder der nicht so alltägliche Alltag im Krieg (2)
Die russische Besatzung ukrainischer Gebiete geht nebst Gewalt mit drei Dingen einher: neuen Lehrplänen für die Schulen, Kulturpolitik mitsamt Umdeutung von Museen und der russischen Kirche. Russland hat über Jahrhunderte für sich in Anspruch genommen, die Geschichte der Ukraine zu schreiben und die Kultur dieses Landes zu definieren - und tut das nach wie vor. Kunst, Kultur und Geschichte sind ein Feld, das Russland auch immer dazu benutzt hat, um Einfluss zu nehmen. Spätestens seit der Revolution der Würde 2014 hat die Ukraine das aber selbst in die Hand genommen. Heute ist das einst wichtigste russische Kloster in der Ukraine ein Museum, in dem ukrainische Geschichte von ukrainischen Historikern und Kunsthistorikern erzählt wird. Die Leiterin der Vereinigung ukrainischer Museen, Milena Chorna, führt durch das Kyiver Pecherska Lavra und eine Ausstellung.
Gestaltung: Stefan Schocher. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 16. 12. 2025.
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Ukraine - oder der nicht so alltägliche Alltag im Krieg (3)
Eine Generation, die mit Krieg aufwächst.
Russlands Krieg gegen die Ukraine hat mit sich gebracht, dass hunderttausende Menschen unter täglichem Beschuss leben. Großstädte wie Kharkiv, Sumy, Mykolayiv oder Zaporizhzhja werden immer wieder schwer beschossen. Vor allem Kinder leiden darunter. Viele sind bereits mehrmals umgezogen, haben Verwandte oder Schulfreunde verloren, viele haben es auch erlebt, wie diese gestorben sind. Was tun mit diesen Erfahrungen? Wie damit umgehen? Wie wirkt sich das aus? Im Rahmen von Feriencamps lernen Kinder, wie sie mit Wut, Ohnmacht und Trauer umgehen können. Nicht zuletzt sind solche Camps aber ganz einfach eine freudvolle Auszeit aus einem Alltag, der nicht viele Freuden bietet. Eine Psychologin sagt: Diese Kinder machten keine Pläne für ihr Leben, dafür sei ganz einfach kein Platz.Gestaltung: Stefan Schocher. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 17. 12. 2025.
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Ukraine - oder der nicht so alltägliche Alltag im Krieg (4)
Der Krieg und seine invaliden Heimkehrer.
Je länger dieser Krieg dauert, desto mehr wird Invalidität zum Thema. Das Problem ist, dass die Ukraine weder administrativ noch infrastrukturell auf diese Flut vorbereitet ist. Der Unterschied zwischen der Ukraine und der EU seien 15 Zentimeter sagt Sasha Kikin, ein Kriegsinvalider, der zu so etwas wie einem Sprecher für die Anliegen von Kriegsinvaliden geworden ist. Was er damit meint, sind Treppen. Denn die sind überall in der Ukraine. Sasha Kikin ist zugleich auch Golf-Trainer für Veteranen. Denn Golf, ist der wohl inklusivste Sport, der zugleich Konzentration und Bewegungsfähigkeit trainiert. Beim Veteranen-Golf geht es allerdings um viel mehr als das Spiel, sondern vor allem auch um Gemeinschaft.Gestaltung: Stefan Schocher. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 18. 12. 2025.
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Gendermedizin - Mythen, Macht und Meilensteine (1)
Wer zum Beispiel verstehen möchte, wie sich Mythen rund um das Thema Frauengesundheit teilweise bis heute halten konnten, muss nur einen Blick in die Geschichte werfen: Das Patriarchat ist tief in der Medizin verwurzelt, das führt zu gefährlichen Versorgungslücken und Behandlungsfehlern. Doch wie kommt man hin zu einer guten medizinischen Versorgung - für alle Menschen?
Folge 1: Ein Blick in die Geschichte.
Gestaltung: Katrin Grabner. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 15. 12. 2025.
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Gendermedizin - Mythen, macht und Meilensteine (2)
Leerstellen und Lücken in der Forschung.
In der Forschung stehen Frauen auch im 20. Jahrhundert auf dem Abstellgleis - sowohl als aktiver, als auch als passiver Part: Die Zahl der Medizinerinnen steigt zwar, die Zahl der Studienprobandinnen aber nicht unbedingt. Arzneimittelskandale wie die "Contergan-Tragödie" in den 1960er Jahren sorgen dafür, dass Frauen als Probandinnen aus Studien ausgeschlossen werden. Mit fatalen Folgen: In fast allen Bereichen der Medizin gibt es große Leerstellen. Seit 2010 gibt es in Wien eine Professur und eigene Abteilung am AKH für "Gendermedizin": Ein Teilgebiet der Humanmedizin, das erforscht, wie biologische und soziale Geschlechterfaktoren die Gesundheit, die Entstehung und den Verlauf von Krankheiten sowie deren Behandlung beeinflussen.
Gestaltung: Katrin Grabner. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 16. 12. 2025. -
Gendermedizin - Mythen, Macht und Meilensteine (3)
Unsichtbare Leiden.
Vor allem der Globalisierung und Social Media ist es zu verdanken, dass sich heutzutage Frauen weltweit über Gesundheit und Krankheit direkt miteinander austauschen - und so dafür sorgen, dass typische "Frauenleiden" wie Menstruationsbeschwerden, PMS, Wechseljahre, Migräne, Depression und Ähnliches in ein anderes Licht gerückt werden und mehr Aufmerksamkeit bekommen. Es wird immer deutlicher: Frauen erleben körperliche sowie psychische Erkrankungen und Beschwerden oft anders als Männer. Kritiker:innen betonen, dass es an der Zeit ist, dass sich dies auch in der Wissenschaft und Praxis abbildet. Der Wandel in der Medizin findet statt - langsam, aber doch. Der Ruf nach einer Anerkennung und allgemeingültigen Integration von Gendermedizin wird lauter - auch unter Fachpersonen.Gestaltung: Katrin Grabner. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 17. 12. 2025.
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Gendermedizin - Mythen, Macht und Meilensteine (4)
Eine Medizin, die allen hilft.
Während Interessensvereine weltweit einen Anstieg an Queerfeindlichkeit, insbesondere an Transphobie beobachten, wächst das medizinische Wissen über Geschlechtsinkongruenz. Heute gibt es verschiedene Anlaufstellen für Nicht-binäre und Transgender Personen sowie Spezialambulanzen für Transgendermedizin. Die Geschichte der Genitalverändernden und Geschlechtsangleichenden Chirurgie (GA OPs) reicht bis ins alte Ägypten und birgt dunkle Kapitel. Doch wie steht es heute tatsächlich um die medizinische Versorgung queerer Menschen? Welche medizinischen Herausforderungen ergeben sich bei Genderinkongruenz und wie geht es Betroffenen mit ihren Behandlungsmöglichkeiten? Wie muss man die Geschlechtervielfalt in medizinische Forschung und Behandlungsmöglichkeiten einbeziehen? Wie kann man zu einer Medizin kommen, die allen Menschen gleichberechtigt hilft?Gestaltung: Désirée Prammer. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 18. 12. 2025.
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Die japanische Buschmücke
Aedes japonicus gehört zur Familie der asiatischen Stechmücken. Sie hat eine auffällig geringelte Beinzeichnung und ist am Rücken behaart. Sie ist doppelt so groß wie heimische Gelsen, sticht vorzugsweise in der Dämmerung aber auch tagsüber. Die Eier können lange Trockenperioden und sogar den Winter überdauern, die Entwicklung der Larve erfolgt im Wasser - je wärmer dieses ist, desto schneller entwickelt sich das Insekt. Die Mücke kann das Westnil-, Dengue-, und Chickungunya-Virus übertragen - tatsächliche Erkrankungsfälle sind jedoch sehr selten.
Gestaltung: Sabine Nikolay | Das ist die 45. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 10. 12. 2025 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
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Das Ö1 Insektarium: Die japanische Buschmücke (1)
Die Weihnachtsferien gelten als die Hoch-Zeit für Fernreisen. Immer wieder hört man von Menschen, die nach der Rückkehr an tropischen Erkrankungen leiden. Diese werden von Bakterien und Viren ausgelöst - Überträger, in der Fachsprache auch "Vektoren" genannt, sind oft Insekten. Um zu erkranken, reicht ein Stich oder Biss - doch dabei bleibt es manchmal nicht. Die Insekten werden auch eingeschleppt - und manche sind, dank Klimawandel, gekommen, um zu bleiben. Die steigenden Temperaturen führen auch dazu, dass die Tiere selbständig einwandern, ohne sich in Schiffen, Containern, Autoreifen oder Flugzeugen zu verstecken. Die 13. Staffel des Ö1 Insektariums widmet sich den Immigranten: Insekten, die gekommen sind, um zu bleiben.
Folge 1: Die japanische Buschmücke.
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 09. 12. 2025.
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Das Ö1 Insektarium: Die Sandmücke (2)
Phlebotomen - winzige stechende geräuschlos fliegende Schmetterlingsmücken - kommen überall auf der Welt mit Ausnahme einiger pazifischer Inseln und Neuseelands vor. Sie können die Leishmaniose übertragen, eine Erkrankung die Haut, Schleimhäute und Innenorgane befallen kann - im letzteren Fall kann das tödlich enden. Die Mücken sind nachtaktiv - aber Vorsicht: ein herkömmliches Moskitonetz schützt oft nicht, da die Tiere so winzig sind, dass sie durch die Öffnungen im Netz krabbeln können. In Mitteleuropa wurden sie als typisch mediterrane Insekten lange übersehen. Bekannt sind sie seit fast 30 Jahren, ihre Wanderung weiter nach Norden wird vermutlich durch den Klimawandel begünstigt.
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 10. 12. 2025.
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Das Ö1 Insektarium: Orthopodomyia pulcripalpis (3)
Orthopodomyia pulcripalpis ist ein lebendes Fossil. In Österreich wurde sie bei den regelmäßig stattfindenden Insektenmonitorings vor einigen Jahren im 14. Wiener Gemeindebezirk gefunden. Sie ist aber noch so neu, dass sie keinen deutschen Namen hat, wie die österreichische Biologin Carina Zittra darlegt. Tatsächlich ist sie aber seit langem in Europa heimisch - sie hat die letzte Eiszeit in eisfreien Nischen überlebt. Die Tiere können Träger von Arboviren sein, die sie aber wenn überhaupt dann auf Vögel übertragen. Die "Wohlfühlgelse" ist nämlich orthophil, sie sticht Vögel, aber keine Menschen.
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 11. 12. 2025.
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Rilke - Die Wiederverzauberung der Welt (1)
Die einen verehren Rainer Maria Rilke als genialen Sprachmagier, der das "Ganze des Daseins" in einer immer zerrisseneren Welt noch einmal in Worte fassen wollte. Für die anderen - den Philosophen Theodor W. Adorno etwa - war der Beamtensohn aus Prag ein Edel-Kitschier, ein Fabrikant süßlicher Gefühle, der selbst die Armut noch in weltfremden Versen zu romantisieren suchte. In letzter Instanz, so Adorno, sei Rilke mit seinen Dichtungen auf dem schmalen "Grat zum Faschismus" gewandelt.
Folge 1: Düe frühen Jahre.
Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 9. 12. 2025.
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Rilke - Die Wiederverzauberung der Welt (2)
Dichter der Angst.
Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 10. 12. 2025.
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Rilke - Die Wiederverzauberung der Welt (3)
Religion nach dem Tod Gottes.
Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 11. 08. 2025.
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Was uns (be)hindert (1)
Die Bedürfnisse von "Menschen mit besonderen Bedürfnissen" sind meist gar nicht so besonders, wie man meinen möchte. Wie alle anderen Menschen auch, wollen sie ein schönes Leben, einen guten Job, soziale Absicherung, Hobbys und Freund:innen. Doch, was (be) hindert sie eigentlich in Alltag, Freizeit und beim Träumen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das inklusive Team des Radiokollegs.
Folge 1: Wunsch und Wirklichkeit in der Arbeitswelt.
Gestaltung: Marietta Trendl, Christoph Dirnbacher, Sandra Knopp, Katharina Reiner, Udo Seelhofer und Helmuth Schlögl. Redaktion: Ulla Ebner, Judith Brandner, Juliane Nagiller. Gesendet in Ö1 am 1. 12. 2025.
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Was uns (be)hindert (2)
Wie Einsparungen Inklusion bedrohen.
Ein riesiges Loch klafft im österreichischen Budget. Gespart wird - wie könnte es auch anders sein - im Sozialbereich. Und das wird ganz besonders auch Menschen mit Behinderungen treffen. So hat beispielsweise das Sozialministerium den Mobilitätszuschuss für heuer halbiert. Diesen Zuschuss erhalten berufstätige Menschen, denen es aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen nicht zumutbar ist, den täglichen Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Wir fragen nach, wo sonst noch im Inklusionsbereich der Sparstift angesetzt wird, und stellen wichtige Projekte zur Förderung von Barrierefreiheit vor.Gestaltung: Sandra Knopp, Christoph Dirnbacher, Katharina Müllebner, Udo Seelhofer und Mario Simona. Redaktion: Ulla Ebner, Judith Brandner, Juliane Nagiller. Gesendet in Ö1 am 2. 12. 2025.
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Was uns (be)hindert (3)
Barrierefreie Freizeit.
Wir möchten gerne ein wenig träumen und uns fragen: Wie würde denn eine komplett barrierefreie Welt aussehen? Wie müsste beispielsweise ein Café konzipiert sein, damit sich dort sowohl eine Autistin als auch eine Rollstuhlfahrerin und eine Person mit Sehbehinderung wohlfühlen? Außerdem besuchen wir die Sportarena Wien und begleiten 20 sportbegeisterte Personen im Rollstuhl beim Rollballspielen. Und für jene, die sich nicht so gerne selbst bewegen, sondern das lieber ihre Computer-Avatare machen lassen, haben wir uns angeschaut, wie Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen Videogames spielen können.Gestaltung: Juliane Nagiller, Lisa Steiner, Alexander Zeitlhofer, Irmi Wutscher, Emma Lipka. Redaktion: Ulla Ebner, Judith Brandner, Juliane Nagiller. Gesendet in Ö1 am 3. 12. 2025.
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Was uns (be)hindert (4)
Freundschaft und Liebe mit Handicap.
Menschen sind soziale Wesen - die meisten zumindest. Menschen mit Behinderungen stellen da keine Ausnahme dar. Wir haben ein inklusives Clubbing besucht und am Rande des Dance Floors nachgefragt, ob es für Personen, die im Rollstuhl sitzen, eine Sehbehinderung oder andere Einschränkungen haben, eigentlich schwieriger ist, Freund:innen zu finden als für Leute ohne Behinderung. Und natürlich interessiert uns auch, wie es mit Liebe, Sex und Zärtlichkeit aussieht. Wir treffen ein ungleiches Paar und eine Dame, die Menschen mit Behinderungen dabei unterstützt, körperliche Lust zu leben.Gestaltung: Emma Lipka, Elisa Mattersberger, Melissa Felsinger und Isabelle Funke. Redaktion: Ulla Ebner, Judith Brandner, Juliane Nagiller. Gesendet in Ö1 am 4. 12. 2025.
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Border Business (1/4)
Kameras mit Gesichtserkennung, die in Flüchtlingslagern jeden Schritt registrieren. Algorithmen, die über Asylanträge entscheiden. Drohnen, die Europas Grenzen in Echtzeit überwachen. Die EU verstärkt den Grenzschutz - mit Hochsicherheitslagern und immer neuen Kontrollsystemen. Dahinter steckt nicht nur Politik, sondern auch ein wachsendes Business. Die vierteilige Serie erzählt, wer investiert, wer profitiert - und wer verliert.
Folge 1: Das Experiment - Schauplatz Albanien.
Gestaltung: Franziska Grillmeier und Anja Troelenberg. Mit Stefanie Reinsperger als Erzählerin. Stimmen: Barbara Gassner, Roman Blumenschein. Studiotechnik: Fridolin Stolz, Georg Janser. Redaktion: Monika Kalcsics. Eine Ö1 Produktion in Kooperation mit ORF SOUND.
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Border Business (2/4)
Der Zaun - Schauplatz Ungarn:
Mitten in der Fluchtbewegung 2015 zieht Ungarn einen doppelten Maschendrahtzaun hoch - damals ein Tabubruch. Heute ist die Anlage mit Wärmebildkameras und Bewegungssensoren ausgestattet. Was einst für Empörung sorgte, gilt heute vielen Regierungen als Vorbild.Gestaltung: Franziska Grillmeier und Anja Troelenberg. Mit Stefanie Reinsperger als Erzählerin. Stimmen: Barbara Gassner, Roman Blumenschein. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 25. 11. 2025.
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Border Business (3/4)
Die Technik - Schauplatz Griechenland:
Im Hochsicherheitslager auf Samos regelt das Einlasssystem "Hyperion" die Ein- und Ausgänge über elektronische Karten mit biometrischen Daten, während das Sicherheitssystem "Centaur" das gesamte Gelände mit KI-gestützten Kameras, Drohnen und Sensoren überwacht. Eröffnet wurde das Lager 2021 - als erstes von fünf neuen "Closed Controlled Access Centers" (CCACs) auf den ägäischen Inseln, die mit 276 Millionen Euro aus Brüssel finanziert werden. Es ist die politische Antwort auf den Brand des Flüchtlingslagers Moria. Das neue Prinzip lautet: Kontrolle.Gestaltung: Franziska Grillmeier und Anja Troelenberg. Mit Stefanie Reinsperger als Erzählerin. Stimmen: Barbara Gassner, Roman Blumenschein. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 26. 11. 2025.
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Wissenschaftsjournalismus unter Druck (1)
Aus der Nische ins Rampenlicht.
Lange Zeit fristete der Wissenschaftsjournalismus ein Nischendasein. Doch spätestens seit Pandemie, Klimakrise und dem politischen Aufstieg der "Tech-Bros" in den USA, gestalten Wissenschaftsredakteure und Tech-Journalistinnen immer öfter die Aufmacher von Nachrichtenmagazinen. Sie versuchen, Orientierung zu schaffen im Wirrwarr von Studien, Fakten und alternativen Fakten.Gestaltung: Ulla Ebner. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 17. 11. 2025.
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Wissenschaftsjournalismus unter Druck (2)
Die Politisierung der Wissenschaft.
In vielen Ländern steht Wissenschaft unter Beschuss. Oder besser gesagt bestimmte Forschungsrichtungen. Im Jahr 2021 verbannte Victor Orban Gender Studies von den ungarischen Universitäten. In den USA werden Förderungen für Impfforschungen ebenso gestrichen wie Forschungsprojekte, die sich in irgendeiner Weise mit Chancengleichheit oder Gerechtigkeit beschäftigen. Von Klimaforschung ganz zu schweigen.
In diesem Kontext wird auch Wissenschafts- und Tech-Journalismus politisch.Gestaltung: Ulla Ebner. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 18. 11. 2025.
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Wissenschaftsjournalismus unter Druck (3)
Zwischen Aufklärung und Panikmache.
Wir leben in Zeiten des Umbruchs - sowohl politisch als auch technologisch. Künstliche Intelligenz ist gerade dabei, viele Bereiche unseres Lebens zu verändern. Zum Guten und zum Schlechten. Wissenschaftsjournalismus hat hier eine Verantwortung, denn er trägt viel dazu bei, wie KI oder Klimawandel in der Öffentlichkeit gesehen werden. Konzentrieren wir uns vielleicht zu sehr auf die negativen Aspekte? Im Sinn von: Bad news are good news?
Gestaltung: Ulla Ebner. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 19. 11. 2025. -
Wissenschaftsjournalismus unter Druck (4)
ScienceFluencer.
Der erste Podcast, der im deutschsprachigen Raum ein Massenpublikum erreichte, war weder eine True-Crime-Story noch ein Promi-Talk-Format - es war eine Wissenschaftspodcast. Mehrere Millionen Hörer:nnen lauschten im Jahr 2020 dem "Coronavirus-Update" des deutschen Virologen Christian Drosten. Der Mediziner wurde unverhofft zum Medienstar.
Doch nicht nur Wissenschafter:innen, sondern auch Wissenschaftsjournalist:innen haben begonnen, neue Wissenschaftsformate für Social Media zu entwickeln.
Gestaltung: Ulla Ebner. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 20. 11. 2025. -
Archäologie - Forschung für die Zukunft (1)
Die Archäologie untersucht die materiellen Hinterlassenschaften des Menschen: Werkzeuge, Gebäude, Grabstätten oder auch textile Fundstücke können viel über die Vergangenheit verraten. Doch in den wissenschaftlichen Erkenntnissen finden sich auch Hinweise zu Fragen der Gegenwart und der Zukunft.
Gestaltung: Barbara Volfing. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 17. 11. 2025.
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Archäologie - Forschen für die Zukunft (2)
Vom Wert des Handwerks.
Gestaltung: Barbara Volfing. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 18. 11. 2025.
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Archäologie - Forschen für die Zukunft (3)
Energiepfade zwischen Feuerstelle und Microgrid.
Gestaltung: Barbara Volfing. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 19. 11. 2025.
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Archäologie - Forschung für die Zukunft (4)
Alte Routen, neue Wege.
Gestaltung: Barbara Volfing. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 20. 11. 2025.
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Die Macht der Stimme (1)
Die Geschichte der Stimme.
Wir folgen dem Klang der Stimme in ihren unterschiedlichen Formen und in den vielfältigsten Bereichen - in Sprache und Geschichte, in der Psychotherapie und Politik, im öffentlichen Raum und im privaten Alltag, der immer häufiger von synthetischen Stimmen, etwa zur Navigationshilfe oder zur Sprachassistenz, bestimmt wird.Gestaltung: Richard Brem. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 10. 11. 2025.
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Die Macht der Stimme (2)
Stimmen der Nation.
Die französische Chansonsängerin Edith Piaf galt einst als "Stimme der Nation" - weil in ihrer Stimme ein kollektives Selbstgefühl zum Ausdruck kam. Auch viele andere Länder haben so eine "Stimme der Nation". Hierzulande gilt Chris Lohner als eine solche, weil sie zunächst als Programmansagerin im Fernsehen und dann als Zugansagerin auf Bahnhöfen in ganz Österreich stimmlich stark den öffentlichen Raum prägt. Aber auch andere prominente Stimmen prägen den öffentlichen Raum - und liefern mit ihren stimmlichen und sprachlichen Eigenheiten reichlich Stoff für Stimmenimitatoren und das Kabarett.
Gestaltung: Richard Brem. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 11. 11. 2025. -
Die Macht der Stimme (3)
Gefährliche und suggestive Stimmen.
In der geschichtlichen Forschung wird die NSDAP mitunter auch als "Rednerpartei" bezeichnet. Und tatsächlich verdankt sich ein Teil ihres Aufstiegs und später auch Machterhaltes den rhetorischen Fähigkeiten von Hitler und Goebbels - und der geschickten Verbindung von manipulativer Redetechnik und der damals noch neuartigen Verstärkung der Stimme durch Mikrofone und Lautsprecher. Die suggestive Kraft der Stimme wird aber auch zu therapeutischen Zwecken eingesetzt, allen voran in der Hypnosepsychotherapie, wo sie dabei hilft, einen Trancezustand zu erzeugen und so in tiefere Schichten des Unbewussten vorzudringen.Gestaltung: Richard Brem. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 12. 11. 2025.
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Die Macht der Stimme (4)
Künstliche Stimmen.
Das Aufkommen von modernen Mikrofonen und Aufnahmetechniken ab den 1920er Jahren machte auch neue Arten von Vortrag- und Singstimmen populär. Das Zusammenspiel von immer ausgefeilterer Technik und der menschlichen Stimme setzte sich in den nachfolgenden Jahrzehnten fort. Eine besondere Bedeutung nahm dabei der - ursprünglich für die Telekommunikation und Kriegszwecke entwickelte - "Vocoder" ein, der die menschliche Stimme komprimiert und ihr einen roboterartigen Klang verleiht. Die Medienkünstlerin Laurie Anderson und die Band Kraftwerk haben diese "Roboterstimme" sehr erfolgreich auch musikalisch eingesetzt. In der Gegenwart sind künstliche und synthetische Stimmen, etwa als Navigationshilfe in Autos oder zur Sprachassistenz, immer öfter in unserem Alltag zu hören.Gestaltung: Richard Brem. Redaktion: Ute Mauernböck. Gesendet in Ö1 am 13. 11. 2025.
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30 Jahre Klimagipfel (1)
Im Frühjahr 1995 hat sich die internationale Staatengemeinschaft zur ersten Klimakonferenz zusammengefunden. In Berlin. Seither findet die "COP" einmal jährlich in wechselnden Destinationen der Welt statt. Schirmherrin ist die UNO. Kritik begleitet den Klimagipfel dabei genauso lange wie die regelmäßig verlautbarten Ziele zur Treibhausgasreduktion. Aktuellster Anstoß ist die Autobahn, die man anlässlich des Gipfels, der im November in der brasilianischen Stadt Belém ausgetragen wird, mitten durch den Regenwald planiert hat. Doch was wird auf diesen Zusammenkünften von wem genau entschieden und auf welcher Datengrundlage?
Gestaltung: Daphne Hruby. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 10. 11. 2025.
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30 Jahre Klimagipfel (2)
Der Weg zum Gipfel.
Gestaltung: Daphne Hruby. Redaktion. Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 11. 11. 2025.
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30 Jahre Klimagipfel (3)
Das Gipfel-Team.
Gestaltung: Daphne Hruby. Redaktion. Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 12. 11. 2025.
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30 Jahre Klimagipfel (4)
Gipfel der Vernunft?
Gestaltung: Daphne Hruby. Redaktion. Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 13. 11. 2025.
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Welthandel - neu verhandelt (1)
Die USA waren in den vergangenen Jahrzehnten einer der größten Betreiber und zugleich einer der größten Profiteure der wirtschaftlichen Globalisierung. Doch die neue Administration von Donald Trump setzt auf Zölle, Handelsbarrieren und wirtschaftliche Abschottung - das wird massive Folge für die Weltwirtschaft weit über die USA hinaus haben. Das Radiokolleg schaut in die Zukunft, blickt aber auch zurück in die Geschichte des Protektionismus und des Freihandels und fragt nach, was aus der Hoffnung "Wandel durch Handel" wurde.
Folge 1: America first" statt Globalisierung
Gestaltung: Günter Kaindlstorfer, Wolfgang Ritschl, Alexander Hecht, Till Köppel. Redaktion: Ulrike Schmitzer, Alexander Hecht, Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 3.11. 2025.
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Welthandel - neu verhandelt (2)
Vom Protektionismus zum Freihandel und retour?
Gestaltung: Juliane Nagiller, Günter Kaindlstorfer, Alexander Hecht, Till Köppel. Redaktion: Ulrike Schmitzer, Alexander Hecht, Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 4.11. 2025.
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Welthandel - neu verhandelt (3)
Turbulenzen ohne Ende - Leben im Handelskonflikt.
Gestaltung: Paul Sihorsch, Juliane Nagiller, Madeleine Amberger, Wolfgang Ritschl. Redaktion: Ulrike Schmitzer, Alexander Hecht, Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 5.11. 2025.
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Welthandel - neu verhandelt (4)
Pluralisierung der Weltwirtschaftsordnung.
Gestaltung: Alexander Hecht, Ulrike Schmitzer, Wolfgang Ritschl. Redaktion: Ulrike Schmitzer, Alexander Hecht, Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 6.11. 2025.
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Die wunderbare Welt der Pilze (1)
Mehr Tier als Pflanze.
Pilze sind versteckte Lebewesen, von denen wir zumeist maximal den Fruchtkörper sehen, wenn er aus dem Waldboden oder aus einem Baumstamm wächst. Doch Pilze sind überall und erobern jeden Lebensraum. Sie ernähren sich von abgestorbenen und lebenden Pflanzen und Tieren, sie sind essenziell im Stoffkreislauf. Sie dienen Menschen und Tieren als Nahrungsmittel, Genussmittel und Heilmittel und sie können psychoaktive Wirkung haben. Pilze dienen sogar als Ersatz für Kunststoffe oder Beton: Man kann aus ihnen Kleidungsstücke, Taschen, Schuhe, Wandverkleidungen und Farbstoffe herstellen und sogar Häuser bauen.Gestaltung: Sonja Bettel. Gesendet in Ö1 am 27. 10. 2025.
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Die wunderbare Welt der Pilze (2)
Sammeln oder züchten?
Pilze dürfen in Österreich in kleinen Mengen gratis im Wald gesammelt werden. Das Schwammerlsuchen hat einen besonderen Reiz, weil es mit einer Erkundung des Waldes abseits der Wege verbunden ist und das Erkennen der genießbaren Pilze und Wissen über die besten Plätze und Zeiten erfordert. Doch Pilze zu sammeln kann auch gefährlich werden, wenn das Wissen fehlt. Denn viele Pilze sind nicht genießbar oder gar tödlich giftig und es besteht Verwechslungsgefahr. Pilze kann man aber auch gut züchten und das mit relativ wenig Aufwand. Austernpilze zum Beispiel wachsen ressourcenschonend auf Kaffeesatz oder Stroh und bilden auch eine gute Alternative für Fleischprodukte.Gestaltung: Sonja Bettel. Gesendet in Ö1 am 28. 10. 2025.
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Die wunderbare Welt der Pilze (3)
Heilung für Körper und Geist.
Pilze sind bei Wildtieren beliebt und wurden vermutlich schon vor hunderttausenden Jahren von Menschen und ihren Vorfahren gegessen - auch als Heilmittel und Rauschmittel. Das beweist unter anderem die Gletschermumie "Ötzi". Der Mann aus dem Eis trug zwei Pilze in der Tasche, die als Wundauflage und Schmerzmittel eingesetzt werden können. Die Komplementärmedizin in Europa setzt heute wieder auf diese Substanzen, die in der chinesischen Medizin durchgehend seit Jahrtausenden genutzt werden, um das Immunsystem zu stärken, als Begleitung bei Krebsbehandlungen oder gegen Allergien. Auch bei psychischen Erkrankungen können Pilze helfen.Gestaltung: Sonja Bettel. Gesendet in Ö1 am 29. 10. 2025.
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Die wunderbare Welt der Pilze (4)
Nachhaltiger Rohstoff.
Pilze kann man nicht nur essen oder Bier damit brauen, man kann sie auch auf dem Kopf tragen oder darin wohnen. Seit einigen Jahren entwickeln Forscherinnen und Designer immer mehr Möglichkeiten, mit Pilzmyzel und Restsoffen, wie z.B. Sägespänen, stabile Materialien zu erzeugen, in denen man Produkte sicher verpacken kann, die als Lederersatz dienen, zu Akkustikelementen verarbeitet werden oder sogar zu Hauswänden. Sind die Pilze, die seit schätzungsweise 900 Millionen Jahren auf der Erde existieren, die Zukunftslösung für viele unserer Probleme?Gestaltung: Sonja Bettel. Gesendet in Ö1 am 30. 10. 2025.
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70 Jahre Bundesheer (1)
Bewährungsproben und organisierter Mangel.
Unterfinanziert mit veralteter Bewaffnung und großteils demotiviertem Personal, das war lange Zeit das Image des Österreichischen Bundesheeres. Erst der Ausbruch des Ukrainekrieges führte zu einer Kehrtwende. Nun soll mit Milliarden Investitionen eine moderne Armee entstehen.
Gestaltung: Andreas Wolf, Sarah Kriesche. Redaktion: Sarah Kriesche. Gesendet in Ö1 am 27. 10. 2025.
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70 Jahre Bundesheer (2)
Wehrpflicht und neue Herausforderungen.
Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Staaten gilt in Österreich nach wie vor die allgemeine Wehrpflicht. Wer tauglich ist und sich nicht für den Zivildienst entscheidet, leistet einen sechsmonatigen Grundwehrdienst. Die Wehrpflicht reicht grundsätzlich bis zum 50. Lebensjahr, für Offiziere, Unteroffiziere und Spezialisten bis zum 65. Lebensjahr. Frauen können sich freiwillig melden.
Gestaltung: Andreas Wolf, Sarah Kriesche. Redaktion: Sarah Kriesche. Gesendet in Ö1 am 28. 10. 2025.
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70 Jahre Bundesheer (3)
Vom Katastrophenschutz zur Mission Vorwärts.
Eine zentrale Aufgabe des Bundesheeres war und ist der Katastrophenschutz. Herausragende Einsätze waren die Lawinenkatastrophe in Galtür 1999 sowie die Jahrhunderthochwässer 2002 und 2013. In solchen Situationen unterstützte das Heer mit Soldaten und technischem Gerät die zivilen Einsatzkräfte. Die speziell ausgebildeten Pionierabteilungen leisten auch im Ausland Hilfe, etwa nach Erdbeben.
Gestaltung: Andreas Wolf, Sarah Kriesche. Redaktion: Sarah Kriesche. Gesendet in Ö1 am 29. 10. 2025.
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70 Jahre Bundesheer (4)
Digitale Landesverteidigung.
Digitale Technologien haben die Logik militärischer Operationen verändert. Aufklärungsdrohnen, satellitengestützte Kommunikation und digitale Lagebilder sind längst Teil der Gefechtsführung. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine macht sichtbar, wie eng militärische Schlagkraft heute mit digitaler Infrastruktur verbunden ist und wie stark auch Informationsoperationen und Cyberangriffe in konkrete Kampfhandlungen eingreifen.
Auch in Österreich verändern digitale Systeme die militärische Praxis.Gestaltung: Andreas Wolf, Sarah Kriesche. Redaktion: Sarah Kriesche. Gesendet in Ö1 am 30. 10. 2025.
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Osvobojeni / Befreit (1)
"Poglejmo / Hinschauen"
Wie die Kärntner Slowen:innen zur Befreiung Österreichs vom Nationalsozialismus beigetragen haben und wie sie das heute prägt -
eine Reihe von Tanja Malle, deren Familiengeschichte den Ausgangspunkt bildet."Poglejmo / Hinschauen" lautet der Titel einer wegeweisenden Ausstellung, die vom 8. Mai bis zum 26. Oktober 2025 im kärnten.museum, dem Kärntner Landesmuseum, gezeigt wird. Erstmals sind dort die Verfolgung der Kärntner Slowenen durch die Nationalsozialisten Thema, wie auch ihr - erfolgreicher - Widerstand dagegen. Die Ausstellung ist nicht nur inhaltlich, sondern auch symbolisch von Bedeutung, denn in der offiziellen Kärntner Erinnerungskultur sind diese Themen bisher weitgehend ausgeblendet worden. Bis heute wird im öffentlichen Raum nicht der antifaschistischen Kärntner Partisan:innen gedacht.
Gestaltung: Tanja Malle: Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 20. 10. 2025.
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Osvobojeni / Befreit (2)
travma / Trauma.
Die Erfahrung von Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Widerstand dagegen prägten nicht nur die unmittelbar davon betroffene Generation, sondern auch die Nachkommen. Bis heute. Das machte nicht zuletzt der überbordende Polizeieinsatz am zentralen Erinnerungsort der Kärntner Slowen:innen deutlich, der für viel Kritik gesorgt hat und umfassend untersucht wird. Forscher:innen untersuchen seit langem, wie sich solche Erfahrungen auswirken - als Quelle von Trauma, aber auch Quelle für politisches Bewusstsein. Denn ihr antifaschistischer Widerstand war für die Kärntner Slowen:innen - Koro?ki/e Slovenski/e - von existenzieller Bedeutung. Ohne ihn wären sie entweder (zwangs)assimiliert oder ermordet worden und heute als Volksgruppe inexistent.
Gestaltung: Tanja Malle. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 21. 10. 2025.
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Osvobojeni / Befreit (3)
"V mojem srcu je upor. / In meinem Herzen ist Widerstand."
Das ist ein Vers aus dem Gedicht des Kärntner Slowenischen Lyrikers Andrej Kokot, der mit seiner Familie 1942 von den Nationalsozialisten deportiert worden ist. Sein Bruder Jo?e wurde 1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet. Die Lyrik von Kokot ist nur eines von vielen Beispielen dafür, wie Verfolgung und Widerstand Kunst und Kultur der Volksgruppe prägten. Lyrik und Grafik spielten auch innerhalb der Slowenischen Befreiungsfront / Osvobodilna Fronta, in die ja die Kärntner Slowenischen Partisan:innen eingegliedert waren, bereits während des Zweiten Weltkriegs eine bedeutende Rolle. Tanja Malle stellt beispielhaft einige bedeutsame Werke vor.
Gestaltung: Tanja Malle. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 22. 10. 2025.
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Osvobojeni / Befreit (4)
danes / 80 Jahre danach. Antifaschismus heute.
Mit ihrem Widerstand leisteten die Kärntner Slowen:innen einen wesentlichen Beitrag zur Befreiung Österreichs vom Nationalsozialismus, der auch von den Alliierten gewürdigt wurde. In der Unabhängigkeitserklärung vom 27. April 1945 bezeichnen sich die Gründungsparteien der Zweiten Republik - SPÖ, ÖVP und KPÖ - dezidiert als antifaschistisch. Und im Staatsvertrag von 1955 verpflichtet sich die Republik in Artikel 9 faschistische und sonstige Organisationen, die der Bevölkerung ihre demokratischen Rechte nehmen wollen, aufzulösen. Im aktuellen politischen Diskurs spielt Antifaschismus heute allerdings keine bedeutende Rolle mehr - eine Ausnahme sind Orte der Erinnerung, wie der Pers?manhof in Südkärnten und Organisationen wie der KZ-Verband, gegründet von ehemaligen Widerstandskämpfern und Opfern des Faschismus.
Gestaltung: Tanja Malle: Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 23. 10. 2025.
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Die Neutralität (1)
Österreichs Weg in die Unabhängigkeit.
Die immerwährende Neutralität ist nicht nur im im Bundesverfassungsgesetz von 1955 verankert, sondern auch tief im Selbstverständnis der Zweiten Republik und der österreichischen Bevölkerung. Mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und der Abkehr der USA von der Sicherheit Europas ist die Diskussion um die österreichische Neutralität neu entflammt. Was sind die Möglichkeiten und Grenzen der Neutralität? Ist das Konzept der militärischen Bündnisfreiheit gar überholt?Gestaltung: Ute Maurnböck, Johannes Gelich. Gesendet in Ö1 am 20. 10. 2025.
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Die Neutralität (2)
Die österreichische Seele: Konfliktscheu, harmonisierend?
Bei den zahlreichen diplomatischen Gesprächen, die dem österreichischen Staatsvertrag und dem Neutralitätsgesetz von 1955 vorausgegangen waren, wurde immer wieder die Neutralität der Schweiz als Vorbild angeführt. Die Schweiz kann bereits auf eine 200-jährige Geschichte der Neutralität blicken, wurde diese de facto doch 1815 vom Wiener Kongress völkerrechtlich anerkannt. Doch auch Deutschland könnte heute theoretisch ein neutraler Staat sein, gab es doch noch im Jahr 1952, skizziert in der sogenannten Deutschland Note Stalins, von Seiten der Sowjetunion Pläne für ein geeintes neutrales Deutschland.Gestaltung: Ute Maurnböck, Johannes Gelich. Gesendet in Ö1 am 21. 10. 2025.
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Die Neutralität (3)
Bündnislosigkeit im globalen Kontext.
Eine Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher spricht sich nach wie vor für die Beibehaltung der Neutralität aus und sieht sie als Teil der Identität des Staates. Selbst nach dem Beginn des Ukraine-Krieges ist die Idee der Neutralität tief im Selbstverständnis der österreichischen Bevölkerung verankert. Doch inwieweit hat sich die politische Ausrichtung des Staates auch auf die Mentalität der österreichischen Seele ausgewirkt?Gestaltung: Ute Maurnböck, Johannes Gelich. Gesendet in Ö1 am 22. 10. 2025.
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Die Neutralität (4)
Bündnislosigkeit im Zeichen der Zeitenwende-
Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine setzte auch in Österreich eine Diskussion über die militärische Zukunft unter veränderten Rahmenbedingungen ein. Ex-Nationalratspräsident Andreas Khol plädierte kurzerhand für einen Nato-Beitritt. Monate später zogen Finnland und Schweden die Konsequenzen aus Russlands Einmarsch in die Ukraine und traten der NATO bei. Ist dieser Weg auch für Österreich denkbar? Oder sollte Österreich eine aktivere Neutralitätspolitik betreiben?Gestlaltung: Ute Maunrböck, Johannes Gelich. Gesendet in Ö1 am 23. 10. 2025.
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Ö1 Bücherbox: Dorothy L. Sayers: "Der Glocken Schlag"
Ein Winterabend an der Küste Ost-Englands. Auf schneeverwehten Straßen gerät Lord Peter vom Wege ab, in dem gastfreundlichen Pfarrhaus findet er Obdach - und eine Aufgabe. Das ruhmreiche Wechselläuten, gemäß alt-englischem Brauch für diese Silvesternacht geplant, droht zu scheitern. Acht Glocken brauchen acht Männer, doch einer ist plötzlich erkrankt. Lord Peter springt ein. Wenig später herrscht im Dorf plötzlich helle Aufregung: Auf dem Friedhof wurde die verstümmelte Leiche eines Unbekannten gefunden. Amateurdetektiv Lord Peter Wimsey wird um Hilfe bei der Aufklärung des seltsamen Falles gebeten. "Der Glocken Schlag" gilt als eines der besten Werke der englischen Autorin.
Die 15. Staffel der Ö1 Bücherbox widmet sich dem Genre Krimi. Alle bisherigen Staffeln finden Sie im Podcast "Ö1 Bücherbox".
Gestaltung: Julia Reuter. Gesendet in Ö1 von 13. 10. bis 16. 10. 2025. -
Ö1 Bücherbox: Friedrich Dürrenmatt "Der Richter und sein Henker"
Der Abenteurer Gastmann behauptet im Suff, er könne Verbrechen begehen, die von niemandem aufgeklärt werden könnten. Bärlach, auch betrunken, hält dagegen. Gastmann begeht kurze Zeit später vor Bärlachs Augen einen Mord, doch dem Kommissar gelingt es nicht, dem Widersacher die Tat nachzuweisen. Es soll 40 Jahre dauern, bis der an Krebs erkrankte Bärlach Gastmann zur Strecke bringt. Aus diesem lebenslangen Duell hat Friedrich Dürrenmatt eine packende Kriminalgeschichte und eine komplexe Reflexion über Recht und Gerechtigkeit entwickelt.
Die 15. Staffel der Ö1 Bücherbox widmet sich dem Genre Krimi. Alle bisherigen Staffeln finden Sie im Podcast "Ö1 Bücherbox".
Gestaltung: Julia Reuter. Gesendet in Ö1 von 13. 10. bis 16. 10. 2025. -
Ö1 Bücherbox: Fred Vargas "Die schöne Diva von Saint-Jacques"
Die drei Evangelisten, so nennen sich die jungen, arbeitslosen Historiker Mathias, Marc und Lucien, die im Pariser Viertel Faubourg Saint-Jacques gemeinsam ein baufälliges Haus gemietet haben. Als ihre Nachbarin, die Sängerin Sophia, spurlos verschwindet, beginnt die drei Historiker auf eigene Faust zu ermitteln. "Die schöne Diva von Saint-Jacques" von der französischen Autorin Fred Vargas ist 1995 erschienen, und wie in ihren zahlreichen anderen Krimis verbindet Vargas auch hier skurrile Protagonisten mit Humor, Spannung und erzählerischem Anspruch.
Die 15. Staffel der Ö1 Bücherbox widmet sich dem Genre Krimi. Alle bisherigen Staffeln finden Sie im Podcast "Ö1 Bücherbox".
Gestaltung: Julia Reuter. Gesendet in Ö1 von 13. 10. bis 16. 10. 2025. -
Ö1 Bücherbox: Stieg Larsson "Verblendung"
Die junge Harriet Vanger, Angehörige eines mächtigen Industriellenclans, verschwand vor fast 40 Jahren spurlos während eines Familientreffens. Auch Jahrzehnte später bleibt ihr Schicksal ungeklärt - bis der in Ungnade gefallene Journalist Mikael Blomkvist und die geniale Hackerin Lisbeth Salander im Auftrag von Harrets Onkel zu recherchieren beginnen und auf die Spur eines Serienmörders stoßen. "Verblendung" ist eine exzellente Mischung aus Suspense und Gesellschaftskritik, und der erste Teil von Stieg Larssons "Millenium-Trilogie".
Die 15. Staffel der Ö1 Bücherbox widmet sich dem Genre Krimi. Alle bisherigen Staffeln finden Sie im Podcast "Ö1 Bücherbox".
Gestaltung: Julia Reuter. Gesendet in Ö1 von 13. 10. bis 16. 10. 2025. -
Der Bauernkrieg - Europas erste große Revolution (4)
Die oberösterreichische Erhebung von 1626.
Hundert Jahre nach dem großen "Deutschen Bauernkrieg" kam es im "Land ob der Enns" zu einem folgenschweren Nachspiel. Unter der Losung "Es muass sein" erhoben sich Oberösterreichs Bauern unter der Führung Stefan Fadingers und Christoph Zellers gegen die bayerische Besatzung. Im Frühjahr 1626 errangen die Aufständischen eine Reihe spektakulärer Erfolge: In der "Schlacht bei Peuerbach" wurde das bayerische Heer vernichtend geschlagen, die revoltierenden Bauern - in der Mehrzahl Protestanten - eroberten die Städte Wels, Steyr, Gmunden, Eferding und Freistadt.Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion. Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 16. 10. 2025.
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Der Bauernkrieg - Europas erste große Revolution (1)
Martin Luther und die Folgen.
Im Frühjahr 1525, vor fünfhundert Jahren, erhoben sich Bauern, Handwerker und Bergleute in weiten Teilen Deutschlands, um die Fürstenherrschaft - und die katholische Kirche - herauszufordern. Die Aufständischen verlangten, befeuert von den Lehren der Reformation, eine gerechtere Ordnung auf Basis des Evangeliums. Der "Deutsche Bauernkrieg", wie die Erhebung später genannt wurde, brachte das herrschende Feudalsystem ins Wanken - und wurde von den alten Mächten mit rückhaltloser Gewalt niedergeschlagen. Im kollektiven Gedächtnis Deutschlands und Österreichs hat die "Revolution des gemeinen Mannes" tiefe Spuren hinterlassen.Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion. Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 13. 10. 2025.
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Der Bauernkrieg - Europas erste große Revolution (2)
Eine unausweichliche Niederlage.
Der Deutsche Bauernkrieg von 1525 war eine der größten Volkserhebungen Europas vor der Französischen Revolution. Hunderttausende "Gemeine" schlossen sich zu bewaffneten "Haufen" - so nannte man die Bauernheere - zusammen und zogen gegen Schlösser, Burgen und Klöster. Trotz anfänglicher Erfolge waren die Armeen der Bauern den fürstlichen Söldnerheeren deutlich unterlegen. Die Aufstände in Schwaben, Franken, Thüringen, Sachsen und dem Elsass wurden mit äußerster Brutalität niedergeschlagen.Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion. Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 45. 10. 2025.
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Der Bauernkrieg - Europas erste große Revolution (3)
Salzburg und Tirol.
Für Friedrich Engels war der "Deutsche Bauernkrieg" der "großartigste Revolutionsversuch des deutschen Volkes" - ein Revolutionsversuch, der auch Teile Tirols und Salzburgs erfasste. 1525, während in Süddeutschland bereits blutige Aufstände toben, formiert sich auch in den Alpen ein Bündnis aus Bergknappen, Bauern und Bürgern gegen die Herrschaft von Kirche und Adel. Die Gründe waren ähnlich wie im übrigen Reich: drückende Abgaben, hohe Zehnten, Frondienste und die Willkür der Mächtigen.Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion. Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 15. 10. 2025.
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Das Sterben, ein Prozess (1)
Wovor haben wir Angst?
Der internationale Welthospiztag (11.10. 2025) will auf das Thema "Tod und Sterben" aufmerksam machen und an die professionelle sowie ehrenamtliche Hospizarbeit erinnern, um die Unterstützung für diese Arbeit in der Gesellschaft zu erhöhen. Wir widmen uns in dieser Reihe dem vermeintlichen Ende des Lebens, das uns alle irgendwann erwartet. Trotzdem oder deswegen ist das Thema Sterben im Alltag wenig präsent. Denn sterben - wer will das schon? Die Angst vor dem Sensenmann begleitet uns seit Jahrhunderten in Geschichten. Wie ist der letzte Atemzug? Tut es weh, wenn der Körper aufhört zu arbeiten? Und was kommt danach? Kommt überhaupt etwas danach? Was passiert mit unserem Bewusstsein, wenn wir nicht mehr leben?Gestaltung: Margit Atzler. Gesendet in Ö1 am 6. 10. 2025.
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Das Sterben, ein Prozess (2)
Was passiert beim Sterben?
Das Sterben ist ein komplexer Prozess. Wann genau dieser Prozess beginnt, lässt sich nicht genau definieren. Versuche in den 1960er Jahren, den Sterbeprozess in Phasen zu unterteilen, gelten heute als überholt. Trotzdem war und ist es wichtig, den unterschiedlichen körperlichen und emotionalen Stadien Aufmerksamkeit zu schenken, ist der Palliativmediziner David Fuchs vom Ordensklinikum Barmherzige Schwestern in Linz überzeugt. Der Arzt befasst sich auch als Autor mit dem Sterben, bzw. mit dem Altern, das von manchen bereits als Beginn ihres Sterbeprozesses gesehen wird. Sterben ist oft mit Schmerzen verbunden. Die Palliativmedizin kann hier Abhilfe verschaffen. Anders als die Palliative Care agiert die Notfallmedizin, doch auch hier sterben Menschen. Sie erleben ihre letzten Atemzüge anders als Menschen, die Zeit haben, sich (mehr oder weniger) bewusst darauf vorzubereiten.Gestaltung: Margit Atzler. Gesendet in Ö1 am 7. 10. 2025.
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Das Sterben, ein Prozess (3)
Warum müssen wir sterben?
Wieso hat es die Natur so eingerichtet, dass wir Sterben und dass dies ohne die heute mögliche medizinische Unterstützung nur selten ohne Schmerzen möglich ist. Und was kommt eigentlich danach? Kommt etwas danach? Den Glauben an ein Leben nach dem Tod, an die "Erlösung" haben viele Menschen in westlichen Ländern heute nicht mehr. Für gläubige Menschen kann genau dieser Glaube die Angst vor dem Sterben lindern, manchen sogar Mut machen - schließlich wartet danach die Erlösung.
Wie gehen unterschiedliche Religionen und spirituelle Lehren mit dem Sterbeprozess um? Welche Rituale werden praktiziert - vom sterbenden Menschen als auch für den Menschen von seinem Umfeld?Gestaltung: Margit Atzler. Gesendet in Ö1 am 8. 10. 2025.
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Das Sterben, ein Prozess (4)
Wer das Sterben begleitet.
Geburt und Tod werden im Idealfall begleitet. Oder doch nicht? Beim Sterben scheint es, dass manche Warten, dass jemand da ist, um sie zu begleiten und die Hand halten. Andere wiederum sterben, wenn sie allein sind. Hinterbliebene haben manchmal den Eindruck, dass sich Sterbende den Augenblick auf irgendeine Art aussuchen. Neben medizinischem und pflegerischem Fachpersonal gibt es gerade auf den Palliativstationen in Krankenhäusern und in Hospizen ein breites Angebot, dass den emotionalen und den spirituellen Prozess begleitet.Gestaltung: Margit Atzler. Gesendet in Ö1 am 9. 10. 2025.
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Alte weise Frauen: Helga Kromp-Kolb (1)
Wie man sich gegen alle Widerstände durchsetzt.
Helga Kromp-Kolb war ab den 1970er Jahren Österreichs erste Klimawandelforscherin - und das noch zu einer Zeit, als von der "Klimakrise" und dem Klimawandel medial und gesellschaftlich keine Rede war: Von 1986 bis 1995 leitet sie die Abteilung "Umweltmeteorologie" an der Universität für Bodenkultur in Wien. Und an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik baut sie die gleichnamige Abteilung auf. Ab 1995 war Helga Kromp-Kolb Universitätsprofessorin an der Universität für Bodenkultur - damals lag der Anteil der Professorinnen an den Universitäten bei knapp 4 Prozent.In dieser feministischen Interviewreihe kommen statt der sogenannten „alten weißen Männer“ „alte weise Frauen“ zu Wort, um über gesellschaftspolitische Zustände zu reflektieren. Es gilt eine Regel: Ü60!
Gestaltung: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 6. 10. 2025.
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Alte weise Frauen: Brigitte Ederer (2)
Wie man CEO wird.
Siemens - ein großer Name, der einst eng mit dem Wiener Wirtschaftsstandort und dem Aufstieg der Elektroindustrie verbunden ist. Und ein großer Name in der Geschichte von Siemens ist Brigitte Ederer: Geboren wurde sie 1956 als Tochter einer alleinerziehenden Mutter in Wien. Die Mutter arbeitete als Reinigungskraft, um ihren zwei Kindern eine Bildung zu ermöglichen. Mit nur 27 Jahren zog Brigitte Ederer 1983 in den Nationalrat ein - die erste Abgeordnete unter 30. Im April 1992 wurde Ederer unter Vranitzky Staatssekretärin für europäische Integration und Entwicklungszusammenarbeit. 2000 wechselte Brigitte Ederer in den Vorstand der Siemens AG Österreich. 2005 wurde sie Generaldirektorin.In dieser feministischen Interviewreihe kommen statt der sogenannten „alten weißen Männer“ „alte weise Frauen“ zu Wort, um über gesellschaftspolitische Zustände zu reflektieren. Es gilt eine Regel: Ü60!
Gestaltung: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 05. 10. 2025.
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Alte weise Frauen: Andrea Brem (3)
Gewalt gegen Frauen - Frauen gegen Gewalt.
Was Gewalt gegen Frauen angeht, liegt Österreich EU-weit im traurigen Spitzenfeld und die COVID-19-Pandemie hat die Problematik weiter zugespitzt. Natürlich ist Gewalt gegen Frauen kein neues Phänomen aber nicht immer gab es Hilfe für diese Frauen. Geändert hat sich das in Österreich 1978, als das erste Frauenhaus Österreichs gegründet wurde. Andrea Brem hat viele Frauenhäuser in Wien mit aufgebaut. Von 2001 bis 2024 war Andrea Brem Geschäftsführerin im Verein Wiener Frauenhäuser. 2013 gründen die Wiener Frauenhäuser, das Frauenhaus in Graz und das Haus der Frau in St. Pölten den Zusammenschluss österreichischer Frauenhäuser, mit Andrea Brem als Vorsitzende.In dieser feministischen Interviewreihe kommen statt der sogenannten „alten weißen Männer“ „alte weise Frauen“ zu Wort, um über gesellschaftspolitische Zustände zu reflektieren. Es gilt eine Regel: Ü60!
Gestaltung: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 08.10.2025.
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Alte weise Frauen: Elisabeth Lukas (4)
Wie man ein sinnerfülltes Leben lebt.
Die "Sinnzentrierte Psychotherapie", auch als Logotherapie oder Existenzanalyse bekannt, ist eine von Viktor Frankl begründete Therapieform, die sich auf die Suche nach Sinn und Bedeutung im Leben konzentriert. Eine seiner wichtigsten Schülerinnen war Elisabeth Lukas: Sie gilt heute als eine der bedeutendsten österreichischen Psychotherapeutinnen und klinischen Psychologinnen und als Expertin für Logotherapie. Sie spezialisierte sich vor allem auf die praktische Anwendung und Weiterentwicklung der von Frankl begründeten sinnzentrierten Psychotherapie.In dieser feministischen Interviewreihe kommen statt der sogenannten „alten weißen Männer“ „alte weise Frauen“ zu Wort, um über gesellschaftspolitische Zustände zu reflektieren. Es gilt eine Regel: Ü60!
Gestaltung: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 09. 10. 2025.
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Im Fluss - Die Theiß entlang (1)
Vom Ursprung bei den Huzulen bis nach Chust.
Tisa, Tisza, Theiß: ein Fluss, der mit seinen 966 Kilometern Länge der längste Nebenfluss der Donau ist und einige Länder, Sprachen und Kulturen verbindet. Und doch wird er nicht besungen wie die große Schwester. Von ihrem Ursprung im westukrainischen Transkarpatien, wo sich die schwarze und die weiße Theiß verbinden, trennt sie das derzeitige Kriegsgebiet und Nicht-Schengen-Mitglied Ukraine von Rumänien. Ein Stacheldrahtzaun begleitet den Fluss viele Kilometer, ehe er sich über einen Winkel der Slowakei nach Ungarn und schließlich Serbien aufmacht - entlang unberührter Landschaften und geschichtsträchtiger Regionen.
Gestaltung: Ute Maurnböck, Sonja Bettel. Gesendet in Ö1 am 29. 09. 2025.
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Im Fluss - Die Theiß entlang (2)
Zwischen Chust und Tokaj.
Bekannt ist Chust für sein Narzissental etwas außerhalb, die kleine Stadt selbst scheint heute kaum etwas zu bieten zu haben. Dabei waren hier Rumänen, Deutsche, Slowaken, Ruthenen, Juden und Ungarn zu Hause.
Transportiert wird über die Theiß heute nichts mehr. Früher waren es Salz und Holz, der Tokajer, der berühmte Weißwein der Region, fand seine Abnehmer über den Landweg. Populär ist der Wein heute immer weniger in Europa, dafür immer mehr in Südostasien.Gestaltung: Ute Maurnböck, Sonja Bettel. Gesendet in Ö1 am 30. 09. 2025.
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Im Fluss - Die Theiß entlang (3)
Zwischen dem Theiß-See und Szeged.
Ab den 1960er Jahren wurde die Theiß bei Kisköre aufgestaut, um die Wasserversorgung der Ungarischen Tiefebene zu erleichtern und das Hochwasser der Theiß zu regulieren. Durch den Aufstau entstand der 127 Quadratkilometer große Stausee Tisza-tó, der Tourismus entstehen ließ und gleichzeitig zahlreiche Wasservögel anzog.
Gestaltung: Ute Maurnböck, Sonja Bettel. Gesendet in Ö1 am 1. 10. 2025.
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Im Fluss - Die Theiß entlang (4)
Zwischen Röszke und der Donaumündung.
965 Kilometer lang ist die Theiß von der Quelle bis zur Donaumündung. 597 Kilometer davon durchfließt sie Ungarn. Und wo Ungarn ist, ist der rote Paprika nicht weit, auf den Feldern und in den Speisen ist er allgegenwärtig. In Röszke wird dem Paprika sogar ein eigenes kleines Museum gewidmet.
Gestaltung: Ute Maurnböck, Sonja Bettel. Gesendet in Ö1 am 2. 10. 2025.
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Ö1 Insektarium: Die Schmeißfliege
Sie begleiten uns seit es uns gibt: Insekten, die auf menschliche Nahrung spezialisiert sind. Also nicht das, was wir uns zum Essen zubereiten, sondern: Wir Menschen selbst stehen auf dem Speiseplan. Lebend oder tot, zufällig aber trotzdem willkommen, oder als ausschließliche Nahrung von hochspezialisierten Tieren, die mit der Besiedelung des (lebenden) Menschen ihr ideales Habitat gefunden haben: Eine Wohnstätte, von der man sich auch ernähren und wo man sich fortpflanzen kann. Juckt es Sie schon? Sabine Nikolay stellt in der 12. Staffel des Ö1 Insektariums kleine Tierchen vor, die uns Menschen zum Fressen gernhaben.
Die Schmeißfliege ist grün oder blau glänzend und kommt in mehreren Unterarten vor, die in einem Fall sogar nach ihrer bevorzugten Nahrung benannt ist: Calliphora vomitoria ernährt sich, man ahnt es schon, von Erbrochenem.
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 22. 09. 2025.
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Ö1 Insektarium: Die Fleischfliege (2)
Es gibt weltweit über 2500 Arten dieser ursprünglich aasfressenden Fliegenarten (Nekrophagie), die auch menschliche Leichen befallen, fressen und auf ihnen Ihre Eier ablegen können. Es gibt unter den Fleischfliegen aber auch Arten, die quasi "lebendgebärend" sind, also bereits geschlüpfte Larven auf ihrer Nahrung (Kot, tote Tiere, tote Menschen, Totholz, alles was verwest) ablegen. Die Fleischfliege ist bedeutsam für die Forensik, erklärt der Gerichtsmediziner Christian Reiter, denn anhand der Besiedelung eines Toten kann relativ exakt dessen Todeszeitpunkt bestimmt werden.
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 23. 09. 2025.
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Ö1 Insektarium: Der Floh (3)
Er hat schon Napoleons Armee zugesetzt und diese im Zusammenwirken mit der russischen Kälte im wahrsten Sinne des Wortes gekillt. Er lebt auf vielen Säugetieren wie Hunden, Katzen, Igeln, Vögeln und, ja, auch Ratten. Bei letzteren zeigte sich seine Fähigkeit Krankheiten zu übertragen als fatal - mit den Rattenflöhen kam die Pest nach Europa. Und Flöhe sind nicht wählerisch, was ihre Wirtstiere betrifft, oft sind sie aber auf eine Säugetierart spezialisiert - so wie Pulex irritans der vorzugsweise Menschen besiedelt und dort, wie sein Name schon sagt, für Irritationen sorgt, erklärt der stellvertretende Leiter des Instituts für Parasitologie an der veterinärmedizinischen Universität Wien, Hans-Peter Führer.
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 24. 09. 2025.
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Ö1 Insektarium: Die Laus (4)
Auch sie hatte ihren Anteil am Untergang der Grande Armée vor Moskau: Die Laus. Weltweit gibt es drei Arten, die den Menschen dauerhaft befallen und sich dort sehr gut eingerichtet haben: Die Kopflaus, die Kleiderlaus und - iiiiiiiigittt - die Filzlaus, die im Genitalbereich des Menschen lebt. Voraussetzung dafür ist Behaarung, weshalb Kinder, die manchmal Läuse aus dem Kindergarten mitbringen, entweder mit Mayonnaise auf dem Kopf oder nach einem beherzten Griff zur Schermaschine kurzzeitig kahlköpfig herumlaufen müssen. Heute gibt es aber auch weniger stigmatisierende Behandlungsmethoden, erklärt die Leiterin des Instituts für Parasitologie an der veterinärmedizinischen Universität Wien, Anja Joachim.
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 25. 09. 2025.
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Ein Archivblick auf 70 Jahre Fernsehen (2)
Stimmen, Bilder, Persönlichkeiten.
Der zweite Teil der "Radiokolleg"-Reihe zu "70 Jahre Fernsehen" porträtiert Menschen, die das österreichische Fernsehen prägten - vor und hinter der Kamera. Mit Archivmaterial, Interviews und Stimmen von Legenden wie Portisch, Conrads oder Lohner entsteht ein klingendes Stück Fernsehgeschichte.Gestaltung: Martina Huber-Kendl, Michael Liensberger, Kathrin Schedler, Jakob Steiner. Gesendet in Ö1 am 23. 09. 2025.
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Ein Archivblick auf 70 Jahre Fernsehen (3)
Bilder, die im Gedächtnis bleiben.
Ob Reichsbrücke, Kaprun oder 9/11 - Fernsehbilder prägen unser kollektives Gedächtnis. Der 3. Teil dieser Radiokollegreihe zeigt, wie technische Innovation und emotionale Bildkraft das Fernsehen zum Zeitzeugen und zentralen Erinnerungsort gemacht haben.Gestaltung: Martina Huber-Kendl, Michael Liensberger, Kathrin Schedler, Jakob Steiner. Gesendet in Ö1 am 24. 09. 2025.
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Ein Archivblick auf 70 Jahre Fernsehen (4)
Nach der Primetime.
Streaming, Social Media, Algorithmen: Der vierte Teil der Radiokollegreihe zu "70 Jahre Fernsehen" geht der Frage nach, was vom klassischen Fernsehen bleibt - und was kommt. Mit Blick ins Archiv und in die Zukunft zeigt die Sendung, wie sich das Medium neu erfindet und zugleich Erinnerung bewahren kann.Gestaltung: Martina Huber-Kendl, Michael Liensberger, Kathrin Schedler, Jakob Steiner. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 25.09. 2025.
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Frauen mit Courage: Maria Schaumayer (1)
Sie war in Vielem Vorreiterin. Geboren 1931, mitten in der Zwischenkriegszeit, wo nur wenige Frauen öffentlich Gehör fanden. Maria Schaumayer ging jedoch beständig ihren Weg: Matura, Diplom der Wirtschaftswissenschaften, anschließend Doktorat. Mit nur 23 Jahren Anstellung in der Creditanstalt, Betriebsrätin. Als ÖVP Mitglied verantwortete sie mit 33 Jahren infrastrukturelle Vorhaben im Gemeinderat Wien. Das Bankwesen hat sie geprägt. Nach Vorstandstätigkeit der Kommunalkredit wurde sie Präsidentin der Österreichischen Nationalbank - als erste Frau weltweit in dieser Position. Sie blieb es bis zu ihrer Pensionierung 1995.
Ist wirklich jede Frau ein "Sonderfall"? Ein Einzelfall, der keine weiteren Entwicklungen nach sich zieht? In dieser Reihe stehen vier völlig verschiedene "Frauen mit Courage" im Mittelpunkt, die auch heute noch als "Sonderfall" gehandelt werden.
Gestaltung: Ilse Huber. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 15. 09. 2025.
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Frauen mit Courage: Maria Theresia Paradis (2)
Die seit ihrer Kindheit erblindete Maria Theresia Paradis feierte auf ihrer Konzertreise durch Europa ab 1783 große Erfolge. Ihre Prominenz setzte sie für Neuerungen ein: Sie war Mitinitiatorin der "Königlichen Anstalt für Blinde" in Paris und eröffnete eine Musikschule für Mädchen, das "Institut für musikalische Erziehung" in Wien. Sie selbst verwendete eine Vorform der Blindenschreibmaschine und beeinflusste die späteren Gründer der Blindeninstitute.
Ist wirklich jede Frau ein "Sonderfall"? Ein Einzelfall, der keine weiteren Entwicklungen nach sich zieht? In dieser Reihe stehen vier völlig verschiedene "Frauen mit Courage" im Mittelpunkt, die auch heute noch als "Sonderfall" gehandelt werden.
Gestaltung: Irene Suchy. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 16. 09. 2025.
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Frauen mit Courage: Susanne Wenger (3)
Die in Graz geborene Künstlerin Susanne Wenger wanderte in den 1950er Jahren nach Nigeria aus und wurde dort "Afrikas weiße Hohepriesterin", als Yoruba-Priesterin schuf sie mit lokalen Künstlern ein als Weltkulturerbe anerkanntes Skulpturen-Ensemble: den Tempel von Oshun bei Oshogbo.
Ist wirklich jede Frau ein "Sonderfall"? Ein Einzelfall, der keine weiteren Entwicklungen nach sich zieht? In dieser Reihe stehen vier völlig verschiedene "Frauen mit Courage" im Mittelpunkt, die auch heute noch als "Sonderfall" gehandelt werden.
Gestaltung und Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 17. 09. 2025.
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Frauen mit Courage: Doris Brehm (4)
Sie hatte unter der Nazi-Herrschaft ein lebensgefährliches Amt: Doris Brehm war "U-Boot"-Referentin. Die Bibliothekarin verschaffte Jüdinnen und Juden sowie Deserteuren geheime Unterkünfte - und rettete so vielen das Leben. Anerkennung bekam sie dafür nie. Nun wurde ihr Roman "Eine Frau zwischen gestern und morgen" über das Leben im Verborgenen wiederentdeckt.
Ist wirklich jede Frau ein "Sonderfall"? Ein Einzelfall, der keine weiteren Entwicklungen nach sich zieht? In dieser Reihe stehen vier völlig verschiedene "Frauen mit Courage" im Mittelpunkt, die auch heute noch als "Sonderfall" gehandelt werden.
Gestaltung und Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 18. 09. 2025.
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Chronologie der Flucht nach Österreich (1)
Die Ungarnkrise und ihre Folgen.
Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist Österreich und insbesondere Wien als Bundeshauptstadt ein bedeutender Transit- und Zielort für Menschen auf der Flucht oder in Migration. Mit jeder neuen Krise, mit jeder neuen Ankunft verändern sich die Stadt, die Gesellschaft, die Migrationspolitik und damit auch die Willkommenskultur. Am 23. Oktober 1956, weniger als ein Jahr nach dem Ende der alliierten Besatzung Österreichs, eskaliert die politische Lage im benachbarten Ungarn: Aus studentischen Protesten in Budapest entwickelt sich binnen Stunden ein landesweiter Aufstand gegen das autoritäre Regime der kommunistischen Partei und die sowjetische Militärpräsenz.
Gestaltung: Barbara Volfing. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 15. 09. 2025.
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Chronologie der Flucht nach Österreich (2)
Flucht im Schatten des Eisernen Vorhangs.
Anfang der 1960er Jahre werden in der Tschechoslowakei Forderungen nach politischen Reformen laut und leiten unter der Führung von Alexander Dubcek eine Phase vorsichtiger Liberalisierung ein. Doch der "Prager Frühling" wird durch den Einmarsch von Truppen des Warschauer Pakts in der Nacht auf den 21. August 1968 gewaltsam beendet. Die Reaktion der österreichischen Bundesregierung ist zunächst von Zurückhaltung geprägt. Im Spannungsfeld des Kalten Krieges sieht sich Österreich der Neutralität verpflichtet, betont jedoch auch asylrechtliche und humanitäre Pflichten. Auch in den Folgejahren bleibt Österreich mit kleineren Fluchtbewegungen konfrontiert - etwa nach dem Fall Südvietnams oder der Revolution im Iran. Mit der Verhängung des Kriegsrechts in Polen 1981 steigt die Zahl der Asylsuchenden und Migrationswilligen sprunghaft an.
Gestaltung: Barbara Volfing. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 16. 09. 2025.
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Chronologie der Flucht nach Österreich (3)
Von Sarajevo nach Simmering.
Im Zuge des Zusammenbruchs des Eisernen Vorhangs erreichen zehntausende Menschen österreichisches Staatsgebiet. Die Ereignisse führen zu einer zunehmenden politischen und öffentlichen Diskussion über die Aufnahmefähigkeit des Landes, seine Rolle in der internationalen Flüchtlingshilfe und die Tragweite des Asylrechts. Zwischen 1991 und 1995 rücken die durch den Zerfall Jugoslawiens ausgelösten gewaltsamen Konflikte in den Vordergrund. Der bis 1995 dauernde Bosnienkrieg zählt zu den blutigsten Auseinandersetzungen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Schätzungen zufolge sind mehr als zwei Millionen Menschen zur Flucht gezwungen. Österreich wird in dieser Zeit erneut zu einem zentralen Aufnahmeland. Die humanitäre Reaktion der Bevölkerung ist zunächst von großer Solidarität geprägt.
Gestaltung: Barbara Volfing. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 17. 09. 2025.
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Chronologie der Flucht nach Österreich (4)
2015 - Solidarität im Stresstest.
Im Sommer 2015 rückt die Ankunft zehntausender vor allem aus Syrien stammender Geflüchteter in den Fokus von Politik und Medien. Auslöser der Flucht ist ein komplexes Zusammenspiel aus langjährigem Bürgerkrieg, staatlicher Repression, dem Vormarsch dschihadistischer Gruppierungen wie dem sogenannten Islamischen Staat sowie der weitgehenden Zerstörung ziviler Infrastrukturen. Aufgrund der geographischen Lage wird insbesondere Wien einmal mehr zu einem zentralen Knotenpunkt für diese Menschen. Diese Rolle ist historisch vertraut - neu ist jedoch die einhergehende politische und gesellschaftliche Polarisierung.Gestaltung: Barbara Volfing. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 18.09. 2025.
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Wer schützt die Schutzhütten? (1)
Hütten - der Schlüssel zur Erschließung der Alpen.
Aktuell betreuen die alpinen Vereine Österreichs 429 Schutzhütten und Unterkünfte. Bau- und hygienerechtliche Vorgaben, bürokratische Hürden und überall steigende Kosten machen den Betrieb vieler Hütten unwirtschaftlich. Im Schnitt werden pro Jahr vier Hütten aufgelassen. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Instandhaltung des alpinen Wegenetzes und damit auch auf den Sommertourismus.
Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 08. 09. 2025.
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Wer schützt die Schutzhütten? (2)
Zu hohe Kosten - überall.
Neue Gesetzte zwingen die Betreiber von Schutzhütten zu immer mehr Investitionen. Die Palette reicht von baulichen Vorschriften wie eigene Sanitär- und Aufenthaltsräume für Mitarbeiter, Schlafräume ohne Stockbetten, Brandschutzadaptionen und neue Fluchtwege bis hin zu modernen Hygieneanforderungen in den Küchen. Die Umbauten gehen stets zu Lasten der vorhandenen Bettenanzahl. Deshalb ist die Nachrüstung und Sanierung alter Hütten manchmal unmöglich, in der Folge werden Ersatzbauten errichtet. Doch die steigenden Baukosten - seit 2013 haben sich diese um 42 % erhöht - schieben der Errichtung von Neubauten einen Riegel vor, zumal die Baukosten im Hochgebirge deutlich höher sind als im Flachland.
Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 09. 10. 2025.
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Wer schützt die Schutzhütten? (3)
Klimawandel bedroht Schutzhüttenbetrieb.
Durch den Klimawandel leiden immer mehr Hütten unter akutem Wassermangel, so auch das Admonter Haus in den Ennstaler Alpen. Zur Versorgung wurde eine neue Quellfassung errichtet. Die Alternative wäre die aufwändige Versorgung per Hubschrauber. Sei es durch Umwelteinflüsse, oder weil die Sanierung zu aufwändig und teuer ist, pro Jahr verlieren die Österreichischen Alpenvereine durchschnittlich 4 Hütten - Tendenz steigend.
Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 10. 09. 2025.
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Wer schützt die Schutzhütten? (4)
Ausdünnung des alpinen Wegenetzes und die Folgen.
52.455 Kilometer lang ist das alpine Wegenetz in Österreich. Es erstreckt sich nicht nur über den Alpenraum, sondern umfasst u.a. auch das Inn-, Mühl-, oder Waldviertel. Aufrechterhalten werden die Wege vor allem durch Freiwillige der alpinen Vereine. Vermehrte Felsstürze, Starkregenereignisse und eine Übernutzung der Wege lassen den Erhaltungsaufwand stark steigen. Laut Experten habe sich dieser in den vergangen zehn Jahren verdoppelt. Der steigende Aufwand steht aber einer sinkenden Anzahl an ehrenamtlichen Erhaltern gegenüber.
Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 11.. 09. 2025.
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Vom neuen Leben in den Alpen (1)
Ohne Bergbauern keine Zukunft.
Der Alpenraum gehört zu den attraktivsten, aber auch am meisten gefährdeten Lebensräumen in Europa. Viele alpine Regionen verlieren zunehmend ihre kulturelle Eigenart, wenn sie von externen wirtschaftlichen Abhängigkeiten, vom Massentourismus und Konsumkultur, sowie einem einseitigen Fortschrittsbegriff geprägt sind. Doch das ist keine zwangsläufige Entwicklung. Es gibt mittlerweile viele Beispiele eines "neuen Lebens in den Alpen" (Hans Haid), die dem Identitätsverlust widerstehen: Nachhaltige Landwirtschaft und exzellentes Handwerk, regionale Kreisläufe und kooperative Wirtschaftsformen, technologische und soziale Innovationen, ökologische Bauweisen und sanfter Tourismus. Sie alle stärken die lokale Identität, die Resilienz und die Lebensqualität der Alpenbewohner:innen und schaffen Orte des "guten Lebens".
Gestaltung: Johannes Kaup. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 08. 09. 2025.
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Vom neuen Leben in den Alpen (2)
Leidenschaft für Grund und Boden.
Alpine Regionen, die nur mehr auf Tourismus setzen und ihren Bewohner:innen keine ausreichende Arbeits-, Bildungs- und Versorgungsinfrastruktur bieten, sind von Abwanderung bedroht. Zurück bleiben oft ältere Menschen, was die Altersstruktur der Gemeinde negativ beeinflusst. Wenn gut ausgebildete Menschen wegziehen, fehlen in der Region Lehrer:innen, Ärzt:innen und Pflegekräfte, Handwerker:innen und Verwaltungsfachleute. Auch die Landwirtschaft vor Ort verliert ihre lokalen Absatzmöglichkeiten. Eine Gruppe engagierter Büerger:innen und Bauern im Südtiroler Bergdorf Stilfs stemmt sich mit innovativen Ideen gegen diese Entwicklungen. Und es ist nicht das einzige Modell, das Tradition und Innovation verbindet, Lebensqualität vor Profit stellt und durch Solidarität die Würde und Eigenständigkeit der alpinen Bevölkerung stärkt.
Gestaltung: Johannes Kaup. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 09. 09. 2025.
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Vom neuen Leben in den Alpen (3)
Wertschöpfung durch Handwerk und Hightech.
Noch bis ins 19. Jahrhundert war der Alpenraum wirtschaftlich nahezu autark. Mit der Industrialisierung veränderte sich das Bild grundlegend. Ab den 1960er-Jahren geriet die alpine Wirtschaft durch Konkurrenz aus dem Flachland ins Hintertreffen. Traditionelle Handwerks-Techniken feiern heute eine Rennaissance. Hochspezialisierte Klein- und Mittelbetriebe, aber auch weltweit tätige Hightech-Firmen.
Gestaltung: Johannes Kaup. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 10. 09. 2025.
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Vom neuen Leben in den Alpen (4)
Natur und Kultur pflegen
Die Alpen sind ein sensibler Naturraum mit großer ökologischer, wirtschaftlicher und kultureller Bedeutung. Deshalb stehen sie auch im Mittelpunkt von Nutzungskonflikten. Der Tourismus verspricht wirtschaftliche Vorteile für die Regionen. Andererseits verlangt der Naturschutz den Erhalt empfindlicher Ökosysteme und Rückzugsräume für Tiere. Wasserkraftwerke sollen erneuerbare Energie produzieren. Aber sie beeinträchtigen zugleich die Landschaft und zerstören wertvolle Naturräume. Der Zuzug von Menschen und der Ausbau von Zweitwohnungen erhöht den Bedarf an bereits knappem Bauland und versiegelt Böden. Der Schlüssel zu einer zukunftsfähigen alpinen Entwicklung liegt in ganzheitlichen Konzepten, die ökologische, ökonomische und kulturelle Aspekte verbinden.
Gestaltung: Johannes Kaup. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 11. 09. 2025.
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Wie ich Lehrer an einer Mittelschule wurde (1)
Nicht genügend für das österreichische Schulsystem?
Im April 2024 begann der Autor Johannes Gelich als Lehrer an einer Wiener Mittelschule zu arbeiten. Seine Aufgabe war es, den Schülern in einer sogenannten Deutsch-Förderklasse Grundkenntnisse in Deutsch zu vermitteln. Die Schüler: Flüchtlinge aus Syrien und der Ukraine, Migranten aus Nigeria, Brasilien, Serbien und Rumänien. Er schlug damit mitten im Zentrum eines Bildungssystems auf, dem viele Experten keine guten Noten ausstellen: Österreich liege, so die Kritik, mit jährlichen Ausgaben des Bildungsministeriums von etwa zwölf Milliarden Euro im absoluten Spitzenfeld. Und das weltweit.
Gestaltung: Johannes Gelich. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 1. 09. 2025.
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Wie ich Lehrer an einer Mittelschule wurde (2)
Woher kommen die Schüler:innen?
Viele Experten sind sich einig, dass die sprachlichen Defizite der Schulkinder nicht erst in den Volksschulen und schon gar nicht in den Mittelschulen behoben werden müssen. Aus diesem Grund werden die Kindergärten immer öfter Gegenstand von Studien und Debatten. Die Zahlen sprechen für sich: in Wien haben annähernd 60 Prozent der Kindergartenkinder eine nichtdeutsche Erstsprache.
Gestaltung: Johannes Gelich. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 2. 09. 2025.
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Wie ich Lehrer an einer Mittelschule wurde (3)
Die Mittelschule - Unsere Gegenwart - Eure Zukunft
Laut aktueller Statistik der Wiener Bildungsstadträtin sind derzeit rund 41,2 Prozent der Schülerinnen und Schüler an Wiener Pflichtschulen Muslime, während österreichweit der Anteil der Muslime bei 10 Prozent liegen dürfte. So verwundert es nicht, dass viele Experten wien- und österreichweit eine bessere Durchmischung fordern. Zu oft würde in städtischen Ballungsräumen eine Wohnortsegregation stattfinden, da sich gering qualifizierte und gering gebildete Migrantinnen und Migranten eher in Wohngegenden ansiedelten, in denen sich bereits andere Personen aus demselben Herkunftsland niedergelassen haben. Wie reagieren die Schulen auf derartige Herausforderungen? Johannes Gelich hat an der Mittelschule Spallartgasse in Wien die Übung Radio und Podcast geleitet.
Gestaltung: Johannes Gelich. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 3. 09. 2025.
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Wie ich Lehrer an einer Mittelschule wurde (4)
Schüler - Quo vadis - Schule - Quo vadis.
Spricht man mit Kennern des österreichischen Schulsystems sagen die meisten: Das österreichische Bildungssystem wird den Anforderungen des 21.Jahrhunderts immer weniger gerecht. Es braucht nicht Reförmchen, sondern eine große Reform, wenn nicht eine Revolution. Es bleibt nur die Frage: Warum tun wir es nicht?
Gestaltung: Johannes Gelich. Redaktion. Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 4. 09. 2025.
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Wie Tiere lernen (1)
Jung lernt von Alt.
Was das Lernen in der Tierwelt für eine Rolle spielt, ist seit vielen Jahren Thema in der Verhaltensforschung. Doch was bedeutet Lernen genau? Wie findet es statt, wie wird es weitergegeben und wie profitieren die unterschiedlichsten Tierarten vom Gelernten. Tina Goebel und Ilse Huber sammeln dazu Beispiele.Gestaltung: Ilse Huber, Tina Goebel. Redaktion: Ilse Huber. Gesendet in Ö1 am 25. 08. 2025.
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Wie Tiere lernen (2)
Lernen in der Gruppe.
In einem Rudel, in einer Herde oder in einem sozialen Verband gibt es meistens Hierarchien. Doch es gibt auch individuelle Interaktionen, die Dynamik bringen. Selbst innerhalb ein- und derselben Art treten Unterschiede auf. Das beobachten Forscherinnen und Forscher bei Affen und Vögeln, die je nach Lebensraum unterschiedliche Fähigkeiten erworben haben. Sei es, um an Futter zu gelangen oder die Art wie Werkzeuge benutzt werden. Auch geografische Unterschiede spielen eine wesentliche Rolle.Gestaltung: Ilse Huber, Tina Goebel. Redaktion: Ilse Huber. Gesendet in Ö1 am 26. 08. 2025.
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Wie Tiere lernen (3)
Gefahren erkennen, Reviere abstecken.
In der Wildnis hat das Erkennen von Gefahren oberste Priorität. Gleichzeitig kann das Entdecken von neuen Nahrungsquellen oder das Vordringen in neue Gebiete ebenso überlebenswichtig sein. Tiere bewegen sich hier oft auf einem schmalen Grat - vor allem, wenn sie die Nähe der Menschen suchen.
Gestaltung: Ilse Huber, Tina Goebel. Redaktion: Ilse Huber. Gesendet in Ö1 am 27. 08. 2025.
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Wie Tiere lernen (4)
Schnelles Lernen durch Veränderungen.
In allen Erdteilen schwinden die natürlichen Lebensräume mitunter rapide. Sei es durch Rodungen, Straßenbauten oder Temperaturveränderungen an Land und im Wasser. Zerschneidet eine Straße Wald und Wiese, müssen Wildtiere schnell reagieren. Licht, Lärm, Verkehrsaufkommen - alles limitierende Faktoren. Ähnliches passiert in den Ozeanen. Orcas, Schwertwale, passen ihre Jagdmethoden den Gegebenheiten an.
Gestaltung: Ilse Huber, Tina Goebel. Redaktion: Ilse Huber. Gesendet in Ö1 am 28. 08. 2025.
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Das Absurde (1)
Weltbühne im Chaos.
"Das darf doch alles nicht wahr sein." Vor einiger Zeit haben wir, etwa beim Blick auf unsere Push-Benachrichtigungen am Smartphone, beim Blättern in der Zeitung oder beim Lauschen der Radionachrichten, so noch unserer Entrüstung über das Weltgeschehen Luft gemacht. Heute verfallen wir selten in dieses Erstaunen und wenn, dann kaum überzeugend viel mehr resignierend. Denn "wen wundert es wirklich noch?" Eine Ohnmacht macht sich breit. Doch das Chaos, das sich auf und jenseits der politischen Bühne abspielt, scheint völlig neue Dimensionen anzunehmen. Der Soziologe und Philosoph Philippe Corcuff spricht vom "Konfusionismus" - einer Zeit, in der das Unfassbare zur Normalität wird.
Gestaltung: Till Köppel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 25. 08. 2025.
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Das Absurde (2)
Chronik einer Sinnsuche.
Albert Camus, der Schriftsteller und Philosoph, schreibt in seinem 1942 erschienenen Essay "Der Mythos des Sisyphos", dass das Absurde "seine erste Wahrheit" ist. Es entsteht in einer schweigenden Welt, die den Menschen sowohl in Ohnmacht stürzen als auch zum Glück bewegen kann. Diese Erkenntnis ist nicht neu, doch gewinnen seine Überlegungen seit einiger Zeit wieder an Bedeutung. Während Albert Camus den Wirren des Zweiten Weltkriegs gegenüberstand, sehen wir uns mit Pandemien einer drohenden Klimakatastrophe, mehreren Kriegen und eskalierenden Konflikten konfrontiert.Gestaltung: Till Köppel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 26. 08. 2025.
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Das Absurde (3)
Sinn im Unsinn.
"Nichts passiert, niemand kommt, niemand geht, es ist schrecklich!", so heißt es in Samuel Becketts "Warten auf Godot". Das wahrscheinlich berühmteste Ausharren der Literatur- und Bühnengeschichte, eine Anspielung auf die Monotonie und Sinnlosigkeit des Lebens. Das Stück hat wieder Konjunktur. Renommierte Bühnenhäuser im deutschsprachigen Raum inszenieren das Paradewerk des Absurden Theaters. Parallel dazu erfahren die Kunstwerke der Dadaisten eine verstärkte Aufmerksamkeit. Die Bewegung, die das Absurde und die Sinnlosigkeit des Krieges thematisierte, findet derzeit neue Resonanz.Gestaltung: Till Köppel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 27. 08. 2025.
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Das Absurde (4)
Komödie des Lebens.
Wann endet der ganze Unsinn? Vielleicht, wie in Albert Camus "Mythos des Sisyphos", niemals. In einer Endlosschleife rollt er seinen Stein den Berg hinauf und läuft ihm beim Hinunterrollen wieder nach. Und dennoch, so schließt der Philosoph des Absurden, "müssen wir uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen". Sollten wir also die Komödie des Lebens annehmen und die Last auf unseren Schultern einfach ausblenden im scheinbar endlosen "Kampf gegen Gipfel"? Humor und Heiterkeit kann eine wirksame Medizin sein. Das heißt nicht unbedingt die Anforderungen des Alltags zu ignorieren, sondern viel mehr Verschnaufpausen einzulegen, eine Form von Psychohygiene zu betreiben.Gestaltung: Till Köppel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 28. 08. 2025.
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Das Absurde - André Heller im Gespräch
Ist alles sinnlos? Eine Welt, die sich den Fakten und der Logik entzieht und mit gewohnten Mustern bricht, wirkt verrückt wie auf den Kopf gestellt. Wo finden wir noch einen Sinn in all dem Unsinn?
Till Köppel spricht mit dem Multimediakünstler André Heller. Das Gespräch ist eine Langversion des Interviews mit Heller für das Radiokolleg über "Das Absurde". Gesendet in Ö1 vom 25. bis 28. 08. 2025.
Gestaltung: Till Köppel. -
Das Absurde - Ingrid Brodnig im Gespräch
Ist alles sinnlos? Eine Welt, die sich den Fakten und der Logik entzieht und mit gewohnten Mustern bricht, wirkt verrückt wie auf den Kopf gestellt. Wo finden wir noch einen Sinn in all dem Unsinn?
Till Köppel spricht mit der Publizistin Ingrid Brodnig. Das Gespräch ist eine Langversion des Interviews mit Brodnig für das Radiokolleg über "Das Absurde". Gesendet in Ö1 vom 25. bis 28. 08. 2025.
Gestaltung: Till Köppel. -
Das Absurde - Michael Köhlmeier im Gespräch
Ist alles sinnlos? Eine Welt, die sich den Fakten und der Logik entzieht und mit gewohnten Mustern bricht, wirkt verrückt wie auf den Kopf gestellt. Wo finden wir noch einen Sinn in all dem Unsinn?
Till Köppel spricht mit dem Schriftsteller Michael Köhlmeier. Das Gespräch ist eine Langversion des Interviews mit Köhlmeier für das Radiokolleg über "Das Absurde". Gesendet in Ö1 vom 25. bis 28. 08. 2025.
Gestaltung: Till Köppel. Redaktion: Monika Kalcsics. -
Das Absurde - Isabella Guanzini im Gespräch
Ist alles sinnlos? Eine Welt, die sich den Fakten und der Logik entzieht und mit gewohnten Mustern bricht, wirkt verrückt wie auf den Kopf gestellt. Wo finden wir noch einen Sinn in all dem Unsinn?
Till Köppel spricht mit der Theologin Isabella Guanzini. Das Gespräch ist eine Langversion des Interviews mit Guanzini für das Radiokolleg über "Das Absurde". Gesendet in Ö1 vom 25. bis 28. 08. 2025.
Gestaltung: Till Köppel. -
Das Absurde - Johannes Franzen im Gespräch
Ist alles sinnlos? Eine Welt, die sich den Fakten und der Logik entzieht und mit gewohnten Mustern bricht, wirkt verrückt wie auf den Kopf gestellt. Wo finden wir noch einen Sinn in all dem Unsinn?
Till Köppel spricht mit dem Literaturwissenschafter Johannes Franzen. Das Gespräch ist eine Langversion des Interviews mit Franzen für das Radiokolleg über "Das Absurde". Gesendet in Ö1 vom 25. bis 28. 08. 2025.
Gestaltung: Till Köppel. -
Das Absurde - Tatjana Schnell im Gespräch
Ist alles sinnlos? Eine Welt, die sich den Fakten und der Logik entzieht und mit gewohnten Mustern bricht, wirkt verrückt wie auf den Kopf gestellt. Wo finden wir noch einen Sinn in all dem Unsinn?
Till Köppel spricht mit der Psychologin Tatjana Schnell. Das Gespräch ist eine Langversion des Interviews mit Schnell für das Radiokolleg über "Das Absurde". Gesendet in Ö1 vom 25. bis 28. 08. 2025.
Gestaltung: Till Köppel. -
Alte weise Frauen: Christine Haiden (1)
In dieser Folge ist die renommierte österreichische Journalistin und Autorin Christine Haiden (63) zu Gast. Sie war fast 30 Jahre lang Chefredakteurin der Welt der Frauen – einst die erste Frauenzeitschrift Österreichs. Außerdem ist Christine Haiden Präsidentin des OÖ-Presseclubs. 2008 war sie Managerin des Jahres und 2013 wurde ihr der Eduard-Ploier-Journalistenpreis verliehen. In dieser Folge spricht sie mit Alexandra Augustin darüber, wie Frauen leben wollen.
In dieser feministischen Interviewreihe kommen statt der sogenannten „alten weißen Männer“ „alte weise Frauen“ zu Wort, um über gesellschaftspolitische Zustände zu reflektieren. Es gilt eine Regel: Ü60!
Gestaltung: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 18. 08. 2025.
(Erstausstrahlung: März 2025) -
Alte weise Frauen: Elfriede Hammerl (2)
In dieser Folge ist die renommierte Schriftstellerin und Journalistin Elfriede Hammerl (79) zu Gast. Seit den 1970er-Jahren verfasst Elfriede Hammerl ihre feministischen Kolumnen für diverse Zeitungen und Zeitschriften, verfasst Bücher und hat 1997 auch das erste Frauenvolksbegehren mit ins Leben gerufen. In dieser Folge spricht sie mit Alexandra Augustin darüber, was Frauen leisten.
In dieser feministischen Interviewreihe kommen statt der sogenannten „alten weißen Männer“ „alte weise Frauen“ zu Wort, um über gesellschaftspolitische Zustände zu reflektieren. Es gilt eine Regel: Ü60!
Gestaltung: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 19. 08. 2025.
(Erstausstrahlung März 2025) -
Alte weise Frauen: Monika Rosen (3)
In dieser Folge ist Monika Rosen (62) zu Gast, Börsenexpertin und Vizepräsidentin der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft. Monika Rosen gilt als DIE Finanz- und Börsenexpertin in Österreich. Nach 33 Jahren am Börsenparkett und über zwei Jahrzehnten als Chefanalystin der Unicredit Bank Austria AG und sie seit April 2022 im „Unruhestand“ und immer noch eine gefragte Spezialistin, wenn es um Geld- und Finanzthemen geht. In dieser Folge spricht sie mit Alexandra Augustin darüber, wie Frauen finanzielle Unabhängigkeit erreichen können.
In dieser feministischen Interviewreihe kommen statt der sogenannten „alten weißen Männer“ „alte weise Frauen“ zu Wort, um über gesellschaftspolitische Zustände zu reflektieren. Es gilt eine Regel: Ü60!
Gestaltung: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 20. 08. 2025.
(Erstausstrahlung März 2025) -
Alte weise Frauen: Lore Hostasch (4)
In dieser Folge ist Elenora „Lore“ Hostasch (80) zu Gast. Hostasch war die erste Frau, die es als Gewerkschaftsvorsitzende an die Spitze einer österreichischen Gewerkschaft geschafft hat (1989, GPA), außerdem war sie einst auch die erste Arbeiterkammerpräsidentin (1994). Ab 1997 war Lore Hostasch Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales. In dieser Folge spricht die Grande Dame der Österreichischen Sozialpartnerschaft mit Alexandra Augustin über mächtige Frauen und darüber, wie Frauen an die Macht kommen.
In dieser feministischen Interviewreihe kommen statt der sogenannten „alten weißen Männer“ „alte weise Frauen“ zu Wort, um über gesellschaftspolitische Zustände zu reflektieren. Es gilt eine Regel: Ü60!
Gestaltung: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 21. 08. 2025.
(Erstausstrahlung März 2025) -
So denkt man anderswo (1)
Auswanderungsbewegungen einst und jetzt.
Viele Österreicherinnen und Österreicher zieht es in die Ferne - mindestens 600.000 derzeit. Wie und wo leben sie - als Studierende, Forschende und Lehrende, oder um ihre Karriere weiterzutreiben. Welche Erfahrungen machen Sie in der Ferne, was ist ähnlich oder sogar gleich, wo kommen sie an ihre Grenzen? Speziell im akademischen Bereich gibt es unterschiedliche Denkstile und Herangehensweisen die Menschen aus Österreich manchmal ein Rätsel sein können oder eine Hürde - aber auch eine große Bereicherung durch den Perspektivenwechsel.
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion. Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 11. 08. 2025.
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So denkt man anderswo (2)
Denkstile und Diskurstraditionen.
Der norwegische Soziologe und Politologe Johan Galtung unterscheidet vier verschiedene Stile in denen auf der Welt wissenschaftliche und gesellschaftliche Diskurse und Diskussionen stattfinden. Die angloamerikanische Tradition - er nennt sie "sachsonisch" - die in romanisch-sprachigen Ländern verbreitete "gallische", die deutsch-österreichisch gefärbte "teutonische" Diskurstradition und die fernöstliche "nipponische" Art, wissenschaftliche, künstlerische oder wirtschaftliche Auseinandersetzungen zu führen. Österreicherinnen und Österreicher im Ausland sammeln unterschiedliche Erfahrungen mit diesen Diskurs-Theorien.
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion. Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 12. 08. 2025.
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So denkt man anderswo (3)
Das ferne Ostasien und Österreicherinnen und Österreicher, die dort leben, arbeiten, unterrichten und forschen: China und Japan sind trotz der relativen geografischen Nähe und teilweise gleichen Geschichte von ganz unterschiedlichen Denkschulen und Diskussionsstilen geprägt. Wie erlebt dies der Geschäftsmann in der hektischen, aufstrebenden Metropole Schanghai - und wie der Schriftsteller und Übersetzer Leopold Federmair im japanischen Hiroshima?
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 13. 08. 2025.
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So denkt man anderswo (4)
Karriere in den USA - der Klassiker.
Das Einwanderungsland schlechthin waren bisher die Vereinigten Staaten von Amerika. In den USA geht es um Begeisterung für das Fach und verschiedene Fragestellungen, das Experimentieren und den Mut, Fehler zu machen und immer wieder Neues zu beginnen. Ein sehr reizvolles akademisches Umfeld, in dem auch viele Österreicherinnen und Österreicher sich entfalten konnten und hoffentlich weiterhin entfalten können. Denn: Ändert sich die Art der Diskurse in der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump? Kommt es an amerikanischen Forschungseinrichtungen und Universitäten nun zu Zensur und Tabus? Wie erleben das Österreicher und Österreicherinnen in den USA?
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 14. 08. 2025.
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Zurück zum Beton - das Bauen mit Zement (1)
Vom Pantheon zum Plattenbau.
Die Masse aller Bauwerke aus Zement wird in wenigen Jahren das addierte Gewicht aller Berge, Hügel, Bäume, Pflanzen, Menschen und Tiere auf der Erde übertreffen. Der Homo Sapiens hat eine zweite Welt aus Beton erschaffen. Von Pol zu Pol leben wir in einer Welt aus künstlichem Stein. In Europa beginnen immer mehr Brücken, die wie ihre Vorgängerinnen Jahrhunderte hätten halten sollen, einzustürzen. Und eine zweite Schattenseite zeigt sich: die Herstellung von Zement ist für rund 8 % aller Treibhausgase verantwortlich. Ein Blick auf die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Bauens mit Zement.Gestaltung: Conrad Kunze, Alexandra Augustin. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 11. 08. 2025.
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Zurück zum Beton - das Bauen mit Zement (2)
Ökologie und einstürzende Neubauten.
Die Zementproduktion ist für Klima- und Umweltschäden mitverantwortlich. Als Rohstoff benötigt man Kalkstein und Sand. Riesige Mengen Sand werden an Küstengebieten abgebaggert, mancherorts werden sogar ganze Inseln abgetragen. Doch der daraus produzierte Zement hat ein Ablaufdatum: Autobahnbrücken, die erst vor wenigen Jahrzehnten gebaut wurden, müssen mittlerweile wieder abgerissen werden.Gestaltung: Conrad Kunze, Alexandra Augustin. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 12. 08. 2025.
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Zurück zum Beton - das Bauen mit Zement (3)
Neue Baustoffe und die Idee einer Bauwende.
Es gibt bereits unzählige Vorschläge mit weniger oder ganz ohne Zement zu bauen. Alternativen gäbe es ja theoretisch sehr viele: Lehm oder Holz sind mittlerweile - wieder - sehe beliebt in der Baubranche. Auch Ziegelstein in alter und neuer Variante ist eine Alternative. Doch warum wird so viel neu gebaut, wo es bereits so viele Gebäude aus Beton gibt?Gestaltung: Conrad Kunze, Alexandra Augustin. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 13. 08. 2025.
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Zurück zum Beton - das Bauen mit Zement (4)
Der Traum vom grünen Zement.
Nicht alle Gebäude können mit anderen, nachhaltigen Materialien gebaut werden. Selbst im besten Szenario wird immer noch ein gewisses Quantum Zement benötigt werden. Wie lässt sich Zement ohne Klimaschäden herstellen und welche neuen Zementsorten können hierfür entwickelt werden?Gestaltung: Conrad Kunze, Alexandra Augustin. Redaktion: Alexandra Augustin: Gesendet in Ö1 am 14. 08. 2025.
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Maria von Herbert und die Entdeckung der Freiheit (1)
Großer Kant, zu dir ruf ich um Hilf.
In einer sterbensunglücklichen Liebesangelegenheit sucht die junge Kärntnerin Maria von Herbert 1791 verzweifelt Rat bei Immanuel Kant. Daraus entspinnt sich ein Briefwechsel, der sich um die Frage dreht, wofür es sich zu leben lohnt - und eine vergessene Denkerin zeigt, die unerschrocken ihren Weg ging.
Gestaltung: Barbara Volfing, Miguel de la Riva. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 4. 08. 2025.
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Maria von Herbert und die Entdeckung der Freiheit (2)
Moralische Liebe.
Im Zentrum der Ethik Immanuel Kants steht der Kategorische Imperativ. Er besagt, dass man nur nach derjenigen Maxime handeln soll, von der man wollen kann, dass sie allgemeines Gesetz werde. Kann diese abstrakte Moralphilosophie etwas zur Not Maria von Herberts sagen und ihr Trost spenden? Sie hatte dem Philosophen geschrieben, seine Ideen würden ihr nicht helfen und eindringlich von ihm verlangt, sich in ihre Lage zu versetzen. Kant stellt sich dieser Herausforderung und schreibt ihr eine ausführliche Antwort, die der Philosoph Walter Benjamin rund eineinhalb Jahrhunderte später den "erschütterndsten Philosophenbrief aller Zeiten" nannte. Das Schreiben, das detailliert auf Maria von Herberts Anliegen eingeht, zeigt Kant ebenso als spröden Gelehrten wie als herzlichen Menschenfreund.Gestaltung: Barbara Volfing, Miguel de la Riva. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 5. 08. 2025.
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Maria von Herbert und die Entdeckung der Freiheit (3)
Die unerträgliche Leere der Seele.
Im späten 18. Jahrhundert bricht das weibliche Emanzipationsstreben stärker denn je hervor. Während Maria von Herbert und Kant Briefe austauschen, diskutieren Philosophinnen und Philosophen in ganz Europa über Bürgerrechte für Frauen - auch in Kants unmittelbarem Umfeld in Königsberg, der sich sogar vom Vorwurf distanzieren muss, der Autor pseudonym veröffentlichter feministischer Pamphlete zu sein. Doch dieser erwachte Freiheitsdrang trifft auf fortbestehende Bevormundung und Unterdrückung - ein Widerspruch, der sich in Maria von Herberts zweitem Brief an Kant spiegelt.Gestaltung: Barbara Volfing, Miguel de la Riva. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 6. 08. 2025.
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Maria von Herbert und die Entdeckung der Freiheit (4)
Das reinste und heiligste Gefühl.
Immer wieder fragt sich Maria von Herbert in ihren Briefen, wofür es sich zu leben lohnt, und ob es nicht besser ist, das eigene Leben zu beenden, wenn man auf diese Frage keine Antwort hat. Mit ihrem letzten Brief an den Philosophen Immanuel Kant scheint sie eine solche Antwort gefunden zu haben.Gestaltung: Barbara Volfing, Miguel de la Riva. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 7. 08. 2025.
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Hiroshimas Enkel: 80 Jahre Atombombeneinsatz (1)
Symbol für die Vernichtung der Menschheit durch sich selbst.
Am 6. bzw. 9. August jähren sich zum 80. Mal die Abwürfe der beiden Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki - der ersten Atombombeneinsätze in der Geschichte der Menschheit. Die amerikanischen Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki fordern in den ersten Jahren rund 230.000 Tote. Heute leben nur mehr wenige der hibakusha - der Atombombenopfer. Wie gehen jüngere Generationen mit dem traumatischen Erbe um? Wie wirkt das Grauen in die dritte und vierte Generation nach? Wie werden die Erzählungen der hibakusha tradiert und weitergegeben? Wissenschaftsjournalistin Judith Brandner berichtet seit vielen Jahren in TV- und Radiosendungen, Büchern und Artikeln über Japan. Sie hat Schauplätze des ersten Atombombenabwurfs in der Geschichte besucht und mit Überlebenden und Nachkommen gesprochen.
Gestaltung: Judith Brandner. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 4. 08. 2025.
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Hiroshimas Enkel: 80 Jahre Atombombeneinsatz (2)
Die Tradierung des Grauens.
Das Durchschnittsalter der hibakusha, der Überlebenden der Atombomben, beträgt heute 85 Jahre. Bald gibt es keine ZeitzeugInnen mehr, die über die schrecklichen Auswirkungen der Atombomben erzählen können. Umso wichtiger ist die Tradierung der Erinnerung in Video- und Audiodokumenten, in Literatur und Kunst. Eine besondere Form der Tradierung verfolgt eine Mittelschule in Hiroshima: dort setzen junge Menschen im Kunstunterricht die Berichte von hibakusha in Bilder um.
Gestaltung: Judith Brandner. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 5. 08. 2025.
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Hiroshimas Enkel: 80 Jahre Atombombeneinsatz (3)
Hiroshimas Enkelkinder.
Mit den Traumata der Atombombenüberlebenden, der hibakusha, befasst sich die junge Hiroshima Forscherin Yui Aiba, deren 2019 verstorbener Großvater Opfer der Atombombe war. Hiroshi Kato wurde als 18-jähriger Marinesoldat in die Militärstadt Otake nahe Hiroshima beordert. Unmittelbar nach dem Atombombenabwurf am 6. 8. 1945 musste er fast zwei Wochen lang die Verwundeten und Leichen bergen und war dabei selbst der Radioaktivität ausgesetzt. Viele Jahre wollte Kato mit seiner Enkelin Yui über diese traumatisierenden Erfahrungen sprechen. 2014 war Autorin Judith Brandner als Gastprofessorin an der Städtischen Universität Nagoya. Ihre Lehrveranstaltung über den österreichischen Journalisten Robert Jungk und dessen frühen Hiroshima-Bericht "Strahlen aus der Asche" (1959) wurde für Yui Aiba zur Initialzündung.
Gestaltung: Judith Brandner. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 6. 08. 2025.
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Hiroshimas Enkel: 80 Jahre Atombombeneinsatz (4)
Atomterrorismus und das neue Atomzeitalter.
Seit den atomaren Drohungen des russischen Präsidenten Putin ist die Gefahr einer weltweiten kriegerischen Auseinandersetzung mit Atomwaffen gestiegen. Die humanitären Auswirkungen wären katastrophal. Große Bedeutung kommt Abrüstungs- und Friedensinitiativen zu.
Gestaltung: Judith Brandner. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 7.08. 2025.
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Risiko Jugendkriminalität? (1)
Werden Jugendliche krimineller?
"Jaja, die Jugend von heute", heißt es oft: "Die ist auch nicht mehr das, was sie einmal war." Was ist am Vorwurf dran? Verhalten sich die Heranwachsenden von heute tatsächlich ungehobelter? Sind sie sogar krimineller als früher? Laut aktueller Kriminalitätsstatistik zeigt der Trend gerade in diese Richtung. Es ist auch von Jugendlichen als "Systemsprengern" die Rede. Doch stimmt diese Zuschreibung und was bedeutet sie? Und wie kann verhindert werden, dass Jugendliche kriminell werden?
Gestaltung: Daphne Hruby. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 21. Juli 2025.
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Risiko Jugendkriminalität? (2)
Ursachensuche
"Jede Gewalt ist das Ergebnis davon, dass Menschen sich selbst vorgaukeln, dass ihr Schmerz von anderen Menschen kommt und dass diese Menschen folglich eine Bestrafung verdienen", schrieb der amerikanische Psychologe Marshall Rosenberg, der in den 1980er Jahren Konzepte zur gewaltfreien Kommunikation entwickelt hat, die bis heute gültig sind. "Was kränkt, macht krank", postulierte einstweilen zur selben Zeit in Österreich der Psychiater Erwin Ringel. Wenn Heranwachsende kriminell werden, verbirgt sich dahinter in den allermeisten Fällen selbst eine Geschichte aus Gewalt und Ablehnung. Die Kinder- und Jugendjahre sind die prägendsten. Eine große Rolle spielt dabei das Umfeld. Doch was führt dazu, dass Heranwachsende in die Kriminalität abrutschen und warum geraten die einen aufs schiefe Gleis, während andere, die ebenfalls belastende Erfahrungen gemacht haben, dies nicht tun?
Gestaltung: Daphne Hruby. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 22. Juli 2025.
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Risiko Jugendkriminalität? (3)
Hintergründe
Wenn von mehr "Law and Order" bei Jugendlichen die Rede ist, wird oft die Schweiz angeführt. Dort können straffällig gewordene Heranwachsende bereits im Alter von 10 Jahren sanktioniert werden. Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite, die oft im Dunkeln bleibt, zeigt: in unserem Nachbarland sitzt kein Kind im Knast - Betroffene erhalten vielmehr eine engmaschige psychosoziale Betreuung. Das Ziel lautet: Resozialisierung. In Österreich hingegen herrscht ein Mangel an kinder- und jugendpsychiatrischer Versorgung. Auch wenn die Politik nun angekündigt hat, gegenzusteuern, so sind die meisten dieser Projekte befristet. Diese Projekte wollen den auf- oder straffällig gewordenen jungen Menschen dabei helfen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Wie?
Gestaltung: Daphne Hruby. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 23. Juli 2025.
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Risiko Jugendkriminalität? (4)
Was bedeutet es, heute jung zu sein?
Wie sich "die Jugend" gebührlich zu verhalten habe, ist eine Frage so alt wie die Menschheit. Sie begleitet das Anthropozän ebenso lange wie der Vorwurf: "Die Jugend von heute sei auch nicht mehr das, was sie einmal war". Doch wie hat sich das Bild eines "sittlichen" jungen Menschen über die Jahrhunderte verändert? Und mit welchen neuen Herausforderungen sehen sich Heranwachsende heute konfrontiert? War früher wirklich alles besser - oder vielleicht einfach nur der Zeitgeist ein anderer? Und in welche Richtung entwickelt sich das Idealbild gerade - und zwar sowohl jenes der Gesellschaft auf die Jugend, als auch der Jugend auf sich selbst? So viel sei schon vorab klargestellt: "die eine Jugend" existiert nicht.
Gestaltung: Daphne Hruby. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 24. Juli 2025.
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Positionen in der Kunst: Manfred und Stefanie Erjautz (1)
Manfred + Stefanie Erjautz - Dämonologien des Alltags
Wie verändert Kunst unsere Sicht auf die Welt? Wie interagieren Künstler:innen mit der Welt? Was sind die künstlerischen Ausdrucksformen des 20. und 21. Jahrhunderts? Positionen in der Kunst ist eine Sammlung an Positionen, genreübergreifend und ihrer Zeit voraus. Manfred Erjautz, geboren 1966 in Graz ist ausgebildeter Bildhauer. Durch Werke im öffentlichen Raum wie die Brunnenskulptur "Schneemann" aus Marmor im Hof des Priesterseminars oder die Installation dreier ausrangierter Straßenleuchten an der Fassade des Akademischen Gymnasiums ist er in seiner Heimatstadt überaus präsent. Stefanie Erjautz, geboren 1932 in Schrems bei Frohnleiten, gestorben 2019 in Graz war seine Mutter und betätigte sich als Puppenmacherin.
Gestaltung: Thomas Miessgang. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 21. Juli 2025.
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Positionen in der Kunst: Brigitte Kowanz (2)
Brigitte Kowanz: Kunst unter Strom
Sie arbeitete bevorzugt mit dem Werkstoff Licht und schuf immaterielle Skulpturen, die die blinden Flecken der Wahrnehmung ausleuchten. Das fluoreszierende Licht der Monitore, die Neonröhren der Reklametafeln, die strahlenden LEDS im Stadtraum prägen unseren Alltag. In der Kunst von Brigitte Kowanz wird das Licht zum Raumbildner. Bis kurz vor ihrem Tod im Jahre 2022 war Kowanz Professorin der Klasse für Transmediale Kunst an der Universität für Angewandte Kunst. In dieser Funktion prägte die gebürtige Wienerin nachfolgende Künstlergenerationen. Kowanz gestaltete architektonische Interventionen, die sie international bekannt machten. 2017 folgte der Ritterschlag am internationalen Kunstparkett: Gemeinsam mit Erwin Wurm bespielte sie den Österreichischen Pavillon auf der Kunstbiennale in Venedig.
Gestaltung: Marlene Novotny. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 22. Juli 2025.
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Positionen in der Kunst: Angelika Loderer (3)
Angelika Loderer - Architektur der Arten
Sie zählt zu den aufstrebenden Künstlerinnen ihrer Generation, hat im New Museum in New York ausgestellt und arbeitet sich in ihrem Werk an der Befragung des klassischen Skulpturenbegriffs ab. 2024 widmete das Belvedere 21 Der Angelika Loderer die Einzelausstellung "Soil Fictions", in der die Künstlerin den Boden als Material der Kunst sowie als Speicher der Erdgeschichte in den Blick nahm. Loderer, die bei Erwin Wurm Bildhauerei studiert hat, zeigte unter anderem Skulpturen, die im Dialog mit nichtmenschlichen Arten entstanden sind. Sie funktioniert Höhlen und Gänge, die Insekten im Erdreich gegraben haben, zur Gussform um und nähert sich einer Kunst des Posthumanen.
Gestaltung: Christine Scheucher. Eine Eigenprodukion des ORF, gesendet in Ö1 am 23. Juli 2025.
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Positionen in der Kunst: Florentina Holzinger (4)
Florentina Holzinger: Kraft statt Grazie
Nackte Körper, die sich an Apparaturen und schweren Maschinen abstrampeln, und dazu die Musik von Soap & Skin, deren Musik unter die Haut ging: An diese Eröffnung der Wiener Festwochen 2021 wird man sich wohl noch lange erinnern. Für die Choreographie des so genannten Festzuges zeichnete die Wiener Tänzerin und Choreographin Florentina Holzinger verantwortlich. Sie gilt längst als Shooting Star der internationalen Performance-Szene. 2024 verpasste Holzinger Paul Hindemiths Oper "Sancta" eine Frischzellenkur, die die Gemüter erregte. 2026 wird Holzinger den österreichischen Pavillon auf der Biennale in Venedig bespielen. Für ihre Produktionen mischt Holzinger Motive des klassischen Balletts mit Elementen schwindelerregender Akrobatik und Kampfszenen, die aus dem Fundus actiongeladener Martial-Arts-Filme schöpfen.
Gestaltung: Christine Scheucher. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 24. Juli 2025.
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Die neuen Facetten des Widerstands (1)
Protest gegen das Establishment
Massenproteste gegen Korruption in Serbien, Demos gegen autoritäre Regime wie in Ungarn, aber auch für die Rechten wie in Frankreich, schleppende Proteste gegen den autoritären Trump, der sich selbst als Rebell sieht - der Widerstand wird ambivalenter und von vielen Seiten hochgehalten. Das Radiokolleg beleuchtet die Widerständigkeit vom Internet über die Straße bis hin zur politischen Vereinnahmung. Und ob Widerstand gegen Trump in den USA oder Studentenproteste in der Türkei: Widerstand hat im Jahr 2025 viele - kreative und neue - Facetten.
Gestaltung: Ute Maurnböck, Ulrike Schmitzer, Ina Zwerger, Christophe Kohl, Laura Bachmann, Sophie Menasse, Stefan Niederwieser, Ulla Ebner. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 14. Juli 2025.
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Die neuen Facetten des Widerstands (2)
Wie Widerstand wirkt
Während im allgemeinen Bewusstsein politische Umstürze mit Gewalt verknüpft sind und historische Figuren wie Che Guevara und Lenin zu Befreiungsmythen avancieren konnten, zeigt eine Studie: Gewaltloser Widerstand ist ein wesentlich effektiveres Mittel. So wie die friedlichen Proteste in Serbien. Seit November 2024 wird in der Hauptstadt Belgrad protestiert. Aber auch ziviler Ungehorsam hat schon oft dazu beigetragen, fundamentale Ungerechtigkeiten sichtbar zu machen, etwa der Salzmarsch Mahatma Gandhis oder Rosa Parks Aufbegehren gegen die Rassentrennung in den USA. Und auch wenn mancher Gegner unbesiegbar erscheint: Auch hier lohnt sich der Widerstand, wie im Kampf des ehemaligen Jus-Studenten Max Schrems gegen die Datenkralle Facebook.
Gestaltung: Ute Maurnböck, Ulrike Schmitzer, Ina Zwerger, Sarah Kriesche, Thomas Mießgang, Sophie Menasse, Tanja Malle, Stefan Niederwieser. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 15. Juli 2025.
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Die neuen Facetten des Widerstands (3)
Von der Rebellion zum Gesetzesbruch
Der Ruf nach harten Strafen wurde in Deutschland laut: Kann man die Aktionen der "Letzten Generation" wirklich mit dem Terror der RAF vergleichen? Wann wird Widerstand zum Verbrechen?
Diese Ausgabe des Radiokollegs widmet sich den verschiedenen Formen des Protests, die teils auf einem schmalen Grat zwischen jeweils geltendem Recht und Unrecht balancieren. Ob letzte Generation, Hacktivismus oder Protestsongs aus Uganda: Wann wird Widerstand zum Verbrechen?
Gestaltung: Ute Maurnböck, Ulrike Schmitzer, Ina Zwerger, Sarah Kriesche, Ulla Ebner, Stefan Niederwieser, Sophie Menasse, Till Köppel. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 16. Juli 2025.
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Die neuen Facetten des Widerstands (4)
Die Kunst des Widerstands
Im Februar veröffentlichten rund 1.000 Musiker, darunter Stars wie Elton John, Kate Bush und Ed Sheeran, ein Protestalbum gegen die KI-Pläne der britischen Regierung. Darauf zu hören: Nichts als Stille. Das Album ist Ausdruck einer neuen Protestkultur. Proteste sind immer auch Deutungskämpfe, in denen es um Wahrheit(en), Recht und Gerechtigkeit geht. Teil vier dieses Radiokollegs widmet sich den vielen Facetten der Proteste der Gegenwart.
Gestaltung: Ute Maurnböck, Ulrike Schmitzer, Ina Zwerger, Sophie Menasse, Thomas Mießgang, Stefan Niederwieser, Sarah Kriesche. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 17. Juli 2025.
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Im Namen der Tiere (1)
Vor etwas mehr als zwanzig Jahren, am 28. September 2004, wurde der Tierschutz in Österreich auf nationaler Ebene verankert. Der erste Paragraf des Bundesgesetzes besagt: Die Verantwortung für den Schutz des Lebens und des Wohlergehens der Tiere liegt in den Händen des Menschen.
"Das arme Thier vor Qualen zu beschützen" - dieses Ziel stand am Anfang des organisierten Tierschutzes. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gründeten sich zunehmend Vereine zu diesem Zweck. Der Vorreiter auf diesem Gebiet war Großbritannien: 1822 erscheint dort das erste Gesetz, das Nutztiere wie Rinder oder Schafe vor absichtlicher Misshandlung schützen soll. Organisationen wie diese haben es sich zur Aufgabe gemacht, für die Anerkennung der Tiere als empfindsame Lebewesen einzutreten und für die Einhaltung ihrer Rechte.
Gestaltung: Barbara Volfing. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 7. Juli 2025. -
Im Namen der Tiere (2)
Das Allgemeine Bürgerrechtliche Gesetzbuch hält 1988 fest: Tiere sind keine Sache. Es sind empfindungsfähige Wesen. Deshalb gilt der Tierschutz nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch in den eigenen vier Wänden. Die Haltung muss tiergerecht sein. Das bedeutet Rasse- und altersgerechte Nahrung, Pflege und auch tierärztliche Versorgung. Verstöße und Schlupflöcher gibt es trotzdem. Der Kastrationspflicht von sogenannten Freigängerkatzen wird trotz hoher Geldstrafen nicht nachgekommen. Die artenwidrige oder illegale Haltung exotischer Tiere und sogenannte Qualzuchten stehen im Widerspruch zu dem so oft zitierten Tierwohl. Die notwendige Verantwortung, die auch mit der privaten Tierhaltung einhergeht, wird oft unterschätzt oder missachtet und bringt die vielfach auf Spenden angewiesenen Tierheime an die Grenze der Kapazitäten.
Gestaltung: Barbara Volfing. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 8. Juli 2025. -
Im Namen der Tiere (3)
Tiere sind dazu fähig, Schmerz und Leid zu empfinden. Im Rückenwind des aufkommenden Vegetarismus wird mit diesem Argument Ende des 19. Jahrhunderts die Kritik an der Tierschlachtung, an Hygiene und Effizienz der Methoden laut. Kritik, die sich bis in die Gegenwart fortsetzt und auch Transportmethoden sowie die Nutztierhaltung umfasst. Gerade bei Nutztieren geht diese Diskussion über den österreichischen Tellerrand hinaus. Die nationalen Maßnahmen stehen im Kontrast zu den Haltungsbedingungen in anderen Ländern. Zusätzlich gilt es, EU-Regelungen zu beachten - im Tierschutz wie in der Produktion. Was steht im Vordergrund: der Tierschutz oder die Kosten-Nutzen-Rechnung?
Gestaltung: Barbara Volfing. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 9. Juli 2025. -
Im Namen der Tiere (4)
Jedes Lebewesen will leben und dieser Wunsch ist zu schützen. So lässt sich der Ansatz der biozentrischen Ethik des deutsch-französischen Philosophen Albert Schweitzer zusammenfassen. Diese Wertschätzung aller lebenden Geschöpfe ist eine dem 20. Jahrhundert innewohnende Haltung. Sie betont die Bedeutung des Tierwohls in der Gesellschaft, das eng mit der Frage nach dem moralischen Handeln des Menschen verbunden ist. Doch was darunter verstanden wird und wie die Sicht auf Tiere in der Gesellschaft wahrgenommen wird, ist von Land zu Land unterschiedlich. Das Zusammenspiel von Tier, Mensch und Gesellschaft ist ein Drahtseilakt der Interessen, der nicht immer gelingt.
Gestaltung: Barbara Volfing. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 10. Juli 2025. -
Land ohne TikTok (1)
Testlabor Albanien.
Als erster Staat in Europa hat Albanien im März 2025 ein komplettes TikTok-Verbot für zwölf Monate verhängen lassen. Grund war ein Mord an einer Schule wenige Monate zuvor. Was wie eine Maßnahme für das Kindeswohl wirkt, hat auch demokratiepolitische Schattenseiten. Diesen Weg der Komplettsperre haben bisher nur autoritäre Regime wie der Iran oder Afghanistan gewählt. Die Journalistin Franziska Tschinderle begibt sich auf Spurensuche in Albanien.Gestaltung: Franziska Tschinderle. Redaktion: Sarah Kriesche. Eine Produktion der Ö1 Redaktionen matrix und Radiokolleg in Koproduktion mit ORF SOUND. Gesendet in Ö1 am 07.07. 2025.
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Land ohne TikTok (2)
Jugendschutz oder Zensur?
Edi Rama, Albaniens Ministerpräsident und der Initiator des TikTok-Verbots, ist ein Typ Politiker, der selbst auf TikTok viral gehen würde. Kein Regierungschef auf dem Balkan nutzt Social-Media so gekonnt wie der Ex-Basketballspieler und studierte Künstler. Das liegt auch daran, dass sich Rama vom Bild eines klassischen Staatsmannes abhebt. Im Wahlkampf tritt er auch mal mit Jogginghose und weißen Sneakers auf. Rama hat seinen eigenen Podcast und geht zwei Mal die Woche live auf Facebook, um mit seinen Followern zu diskutieren. Warum verbietet so jemand eine Plattform, von der er selbst profitieren würde?Gestaltung: Franziska Tschinderle. Redaktion: Sarah Kriesche. Eine Produktion der Ö1 Redaktionen matrix und Radiokolleg in Koproduktion mit ORF SOUND.
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Land ohne Tiktok (3)
Ein Mord und seine Folgen.
Im November 2024 wird ein 14-Jähriger an einer Schule in Tirana, Albanien von einem Mitschüler erstochen. Der Mord war die Initialzündung für das TikTok-Verbot. Aber was ist da genau passiert? Die Journalistin Franziska Tschinderle besucht die Eltern des getöteten Jungen. Seinen Namen, Martin Cani, kennt mittlerweile das ganze Land. Aber der Vorfall bleibt ein Mysterium. Vor allem die Frage, welche Rolle Social-Media-Plattformen bei dem Streit spielten. Im Wohnzimmer der Eltern stellt sich heraus: Martin hatte gar kein TikTok. Die Eltern erheben schwere Vorwürfe gegen ihre Regierung. Nutzt Edi Rama ihre Tragödie bloß für politische Zwecke?Gestaltung: Franziska Tschinderle. Redaktion: Sarah Kriesche. Eine Produktion der Ö1 Redaktionen matrix und Radiokolleg in Koproduktion mit ORF SOUND. Gesendet in Ö1 am 08. 07. 2025.
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Land ohne TikTok (4)
Der Whistleblower aus Wien.
Wie setzt man eine TikTok-Sperre technisch um? Die albanische Regierung hüllt sich diesbezüglich lange in Schweigen, bis sich im März 2025 ein albanischer Cybersicherheitsexperte namens Besmir Semanaj zu Wort meldet. Er hat jahrelang für den größten Telekommunikationsanbieter Albaniens gearbeitet und lebt mittlerweile in Wien. In einem Facebook-Posting enthüllt Semanaj, dass die Regierung ein Verfahren namens "Deep Package Inspection" (DPI) umsetzt. Autoritäre Staaten nützen seit Jahren DPI, um das Netz zu zensurieren oder bei Protesten das Internet zu drosseln.Gestaltung: Franziska Tschinderle. Redaktion: Sarah Kriesche. Eine Produktion der Ö1 Redaktionen matrix und Radiokolleg in Koproduktion mit ORF SOUND. Gesendet in Ö1 am 09. 07. 2025.
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Land ohne TikTok (5)
Viele Theorien. Was bleibt?
Dient das TikTok-Verbot der albanischen Regierung tatsächlich dem Schutz Jugendlicher? Oder ist es ein machtpolitisches Instrument, um die digitale Öffentlichkeit zu kontrollieren? Politisch scheint Edi Rama von dem Verbot zu profitieren. Er hat die Wahl am 11. Mai 2025 mit absoluter Mehrheit gewonnen. Auch von Seiten der EU gibt es keine Kritik an dem kontroversen Verbot. Während sich die Öffentlichkeit nicht mehr mit dem Thema beschäftigt, zieht Franziska Tschinderle Bilanz und wagt einen Blick in die Zukunft.Gestaltung: Franziska Tschinderle. Redaktion: Sarah Kriesche. Eine Produktion der Ö1 Redaktionen matrix und Radiokolleg in Koproduktion mit ORF SOUND. Gesendet in Ö1 am 10. 07. 2025.
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Du bist, was du isst (1)
"Du bist, was du isst" basiert auf der bekannten Aussage: "Der Mensch ist, was er isst" des deutschen Philosophen Ludwig Feuerbach (1804-1872). Doch wie beeinflusst das Essen unsere Gesundheit und Identität? Warum kämpfen wir mit Übergewicht, obwohl das digitale Leben Apps zum Tracken auf den Markt bringt, obwohl wir uns bewusster denn je Gesundheitstrends beugen oder auch widersetzen?
Gestaltung: Kathrin Mackowski. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 30.06. 2025.
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Du bist, was du isst (2)
Getaktet.
Wir leben in einer Zeit des Trackings - über die Applewatch oder andere Fitnessuhren und Apps können wir uns überwachen, die Kalorien tracken, das Essen und seine Inhalte im Supermarkt scannen, alles berechnen, kontrollieren und bewachen. Trotzdem wird unsere Gesellschaft immer dicker. Wie kommt das? Und welche Apps eigenen sich zur Abnahme und Kontrolle von Kalorien und Nährwerten, welche nicht?Gestaltung: Kathrin Mackowski. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 1.07. 2025.
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Du bist, was du isst (3)
Geholt.
Nicht jeden Tag kochen zu wollen, ist ganz normal. In jeder Landesküche gibt es gesunde Optionen, wissen Ernährungswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen. Daher muss geliefertes Essen nicht unbedingt ungesund sein. Worauf ist beim Bestellen zu achten? Wer ist der typische Mensch, der lieber bestellt als essen zu gehen oder selbst zu kochen?Gestaltung: Kathrin Mackowski. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 2.07. 2025.
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Du bist, was du isst (4)
Gespritzt.
Im Trend liegen Abnehmspritzen. Was bringen sie? Neu auf dem Markt ist die Abnehmspritze Mounjaro. Bei gleichzeitiger Diät und körperlicher Bewegung konnten Betroffene eine Abnahme bis zu zwanzig Prozent ihres Körpergewichts erreichen. Die Abnehmspritze verspricht außerdem Demenzprävention und soll Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindern. Was aber, wenn die Spritze abgesetzt wird? Und wie fühlen sich ehemals Fettleibige, die schlank aussehen, sich aber so gar nicht fühlen. Die Stoffwechselexpertin Bianca Itariu über die Studienlage zur Behandlung von Adipositas mit Darmhormonanaloga, über Vor- und Nachteile einer solchen Behandlung.Gestaltung: Kathrin Mackowski. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 3.07. 2025.
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Dauerbrenner Pflegearbeit (1)
Pflege im Laufe der Geschichte.
Jeder Mensch kommt im Leben mindestens einmal mit Pflege in Berührung. Sei es durch Krankheit, Unfall, pflegebedürftige Verwandte oder vielleicht sogar beruflich. Lange Zeit war Pflege "Frauensache": Das war einst schon im Titel des Berufsbildes der "Krankenschwester" ersichtlich. Heute nennt man sie Gesundheits- und Krankenpflegekräfte. Trotzdem wird die Mehrheit der professionellen und privaten Pflegearbeit von Frauen ausgeführt. Die Pflege steckt aber nicht nur wegen des Gender Gaps in einer Krise: Die Corona-Pandemie hat den Personalmangel und die teils prekären Arbeitsbedingungen im Pflege-Sektor in den Fokus gerückt. Doch was braucht es, damit auch in Zukunft pflegebedürftige Menschen die Versorgung bekommen, die ihnen zusteht?Gestaltung: Katrin Grabner. Redaktion: Alexandra Augustin.
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Dauerbrenner Pflegearbeit (2)
Das Geschäft mit der Care-Krise.
Zu viele Pflegebedürftige stehen einer geringen Zahl an Pflegeplätzen und pflegenden Personen gegenüber: die Care-Krise der westlichen Länder hat sich in den vergangenen Jahrzehnten immer stärker bemerkbar gemacht. Um die Versorgung im eigenen Land zu sichern, rekrutieren Firmen und Staaten Arbeitskräfte aus dem Ausland. Private Anbieter von Pflegeleistungen spielen neben der staatlichen Versorgung außerdem auch eine große Rolle. Am Beispiel Großbritanniens zeigt sich, was auf Österreich zukommen könnte: Hier drängen immer mehr private Anbieter in den Sektor, die staatliche Gesundheits- und Pflegeversorgung kann die Nachfrage nicht ausreichend decken. Doch private Anbieter sind teurer und für viele Menschen somit nicht leistbar, was eine schlechte Versorgungslage zur Folge hat. Wie nachhaltig sind außerdem diese privaten Lösungen und Konzepte?Gestaltung: Katrin Grabner. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 1. 07. 2025.
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Dauerbrenner Pflegearbeit (3)
Pflege neu gedacht.
Früh ansetzen, um Pflege so lange wie möglich hinauszuzögern oder zumindest in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen: Das ist das - stark vereinfachte - Konzept der sogenannten "Community Nurses" - diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, die ihre Dienstleistungen wohnortnah (und oft kostgenlos) anbieten. Von 2022 bis 2024 wurden dazu in Österreich zahlreiche Pilotprojekte durchgeführt und Community Nursing in vielen Gemeinden und Städten etabliert.Gestaltung: Katrin Grabner. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 2. 07. 2025.
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Dauerbrenner Pflegearbeit (4)
Männer in Pflegeberufen.
Fast eine Million Menschen arbeiteten 2023 laut Statistik Austria in Österreich insgesamt in nichtärztlichen Gesundheitsberufen. Pflege ist vor allem weiblich und das zeigt sich auch anhand der Statistik: 85,3 Prozent der Menschen in Pflegeberufen sind Frauen. Was würde sich verändern, wie würde sich die politische Debatte um die Pflegekriese ändern, wenn es mehr Männer in Pflegeberufen gäbe? Und welche Männer arbeiten als Krankenpfleger?Gestaltung: Désireé Prammer. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 3. 07. 2025.
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Kleine Geschichte des Internets (1)
Die Wurzeln des Internets.
Das Internet hat seine Wurzeln in der Zusammenarbeit von Wissenschaft und amerikanischem Militär in den späten 1960er Jahren - man wollte ein dezentrales Informationsnetzwerk erschaffen, das einem Atomkrieg widerstehen kann. In den 1990er Jahren erreichte das Internet erstmals eine breite Öffentlichkeit, durchlief danach eine Reihe von technologischen Verwandlungen und ist heute aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.Gestaltung: Richard Brem. Redaktion: Sarah Kriesche. Gesendet in Ö1 am 23. 06. 2025.
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Kleine Geschichte des Internets (2)
Die Metamorphosen des Internets.
Der amerikanische Kulturkritiker Douglas Rushkoff hat die Entwicklung des Internets einmal als eine "vom Gemeindesaal zum Einkaufszentrum" beschrieben. Und tatsächlich - bevor sich das World Wide Web mit grafischen Browsern durchsetzte, war das Internet in den frühen 1990er Jahren viel stärker ein Ort für offenen und globalen Informationsaustausch - was damals Erwartungen weckte, es könnte zu einem Motor einer neuartigen und tiefgreifenden Demokratisierung der Gesellschaft werden. Bereits die Kommerzialisierung des Internets im Zuge des ersten "Dotcom"-Booms Ende der 1990er Jahre setzte derart hochfliegenden Erwartungen ein Ende. In den Jahren und Jahrzehnten danach hat sich das Internet technologisch ständig weiterentwickelt.Gestaltung: Richard Brem. Redaktion: Sarah Kriesche. Gesendet in Ö1 am 24. 06. 2025.
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Kleine Geschichte des Internets (3)
Was tut das Internet mit uns?
Wie in zahlreichen Ländern der Welt soll auch in Österreich demnächst ein Handyverbot an Schulen kommen. Die Maßnahme ist Ausdruck einer zunehmend kritischen Haltung gegenüber Smartphones und sozialen Medien - und dem massiven Einfluss, den diese gerade auf Heranwachsende ausüben. Immer mehr Fachleute und Studien sehen aber auch generell ein durch das Internet radikal verändertes Sozialverhalten und damit verbunden weitreichende gesellschaftliche Folgen - von der stark abnehmenden Zahl an realen Freundschaften bis hin zu diskutierten Zusammenhängen mit sinkenden Fertilitätsraten in vielen Industrieländern.Gestaltung: Richard Brem. Redaktion: Sarah Kriesche. Gesendet in Ö1 am 25. 06. 2025.
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Kleine Geschichte des Internets (4)
Die Zukunft des Internets.
Die einen warnen vor einer weitgehenden Übernahme durch Bots und Künstliche Intelligenz und damit verbunden der Verdrängung von menschlicher Interaktion aus dem Netz. Andere setzen hohe Erwartungen in die sogenannte "Blockchain" - einer exakt nachzuverfolgenden Aufzeichnung von Transaktionen und Besitzverhältnissen im Internet in Echtzeit, die den Menschen im Internet ihre informationelle Selbstbestimmung zurückbringen könnte. Wiederum andere erwarten ein Ende des Internets, wie wir es kennen: Das eine, weltumspannende Informationsnetzwerk könnte in Zukunft in kleinere, in sich geschlossene Netze zerfallen. Und selbst eine große Renaissance des "IRL", des "Im-realen-Lebens", - als Reaktion auf digitale Erschöpfung und die wachsende Sehnsucht nach direkter, nicht-vermittelter Erfahrung, wird von manchen für möglich gehalten.Gestaltung: Richard Brem. Redaktion: Sarah Kriesche. Gesendet in Ö1 am 26. 06. 2025.
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Vom Wert der Dunkelheit (1)
Drei Bundesländer und 20 Gemeinden haben sich zusammengetan und das größte Naturnachtgebiet Österreichs gegründet. Im Dreiländereck Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark, soll das Naturnachtgebiet Eisenwurzen entstehen. Menschen sollen dort wieder den Nachthimmel mit seinen unzähligen Himmelskörpern erleben und die Milchstraße sehen können. Dunkelheit in der Nacht nützt auch der menschlichen Gesundheit, erleichtert nachtaktiven Tieren das Leben und verbessert sogar das Wachstum von Bäumen. Die Initiative soll zeigen, wie wertvoll der Schutz der Dunkelheit ist.
Gestaltung: Sonja Bettel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 23. 06. 2025.
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Vom Wert der Dunkelheit (2)
Licht soll nützen, nicht schaden.
Licht schadet mehr als es nützt, wenn es zu viel, zu grell, zu blau ist, blendet, in den Himmel strahlt oder die ganze Nacht leuchtet, obwohl es nicht benötigt wird. Die Gemeinden im Naturnachtgebiet stellen deshalb ihre Beleuchtungen um und reduzieren sie. Bürgerinnen und Bürger, Betriebe, Sportstätten und Verkehrsbetriebe sollen ihrem Beispiel folgen. Vieles ist mit einfachen Maßnahmen möglich, spart sogar Energie und damit Geld.Gestaltung: Sonja Bettel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 24. 06. 2025.
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Vom Wert der Dunkelheit (3)
Der Zauber der Dunkelheit.
Eine dunkle Nacht wirkt vielleicht bedrohlich, doch sie kann ein erhebendes Erlebnis sein. Die Naturschutzgebiete und Gemeinden im Naturnachtgebiet Eisenwurzen im Dreiländereck Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark wollen dieses Erlebnis ermöglich. Mit Plätzen für Astrofotografie, Nachtführungen und Besucherlenkung.Gestaltung: Sonja Bettel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 25. 06. 2025.
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Vom Wert der Dunkelheit (4)
Naturnachtgebiete als Schutzgut.
Das Naturnachtgebiet Eisenwurzen betrachtet die Bemühungen um weniger Licht in der Nacht nicht nur als Willensbekundung. Das Gebiet soll auch bei der International Dark Sky Association zur Zertifizierung als Dark Sky Reserve eingereicht und damit langfristig geschützt werden. Dafür arbeiten die Schutzgebiete und Gemeinden auch mit der Wissenschaft und Schutzgebietsexperten zusammen.Gestaltung: Sonja Bettel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 26. 06.
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Gemeinsam erinnern (1)
Was Kinder nach 1945 erlebt haben.
Menschen, die rund um das Jahr 1945 geboren wurden, gehören zur letzten Generation, die selbst Geschichten aus der Nachkriegszeit erzählen können. In der Erinnerungsforschung sind daher 80-Jahre-Jubiläen besonders wichtig, denn sie markieren eine Generationenschwelle. Diese noch lebendige Zeitzeugenschaft hat Ö1 mit dem Oral History Projekt "Gemeinsam erinnern" in den Mittelpunkt gestellt und am Telefon zugehört, was die Anrufer:innen als Kinder und Jugendliche zu Beginn der Zweiten Republik erlebt haben. Eine Auswahl bringen wir in dieser Serie und thematisieren auch Erinnerungsarbeit und Erinnerungskulturen.
Gestaltung: Barbara Volfing, Claudia Unterweger, Sabine Nikolay, Ute Maurnböck. Redaktion: Ina Zwerger, Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 16. 06. 2025.
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Gemeinsam erinnern (2)
Worüber gesprochen wurde - und worüber nicht.
Viele Kinder der Nachkriegszeit sind aufgewachsen mit traumatischen Erinnerungen ihrer Eltern und Großeltern. Trotz verdrängter Gewalt, Schuld und Scham sind diese Tabus oft bewusst oder unbewusst über Generationen weitergegeben worden. Oral History heißt die Forschungsmethode, mit der die emotionsgeladenen Erinnerungen an vergangene Zeiten gesammelt werden. Die Wissenschaft gewinnt so auch Einblick darin, was erinnert wird und wie Geschichte erinnert wird.
Gestaltung: Barbara Volfing, Claudia Unterweger, Sabine Nikolay, Ute Maurnböck. Redaktion: Ina Zwerger, Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 17. 06. 2025.
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Gemeinsam erinnern (3)
Wie wirken die Erlebnisse nach?
Geschichten von traumatisierten Kriegsheimkehrern, von Todesangst während der Bombardierungen, aber auch von Zusammenhalt und Solidarität zählen oft zu den eindrücklichsten Erfahrungen von Menschen, die in den Jahren 1945 bis 1955 aufgewachsen sind. Fast 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat sich das kollektive Gedächtnis verändert. Wurde zunächst über die Ereignisse geschwiegen oder die Opferrolle eingenommen, wird jetzt vielschichtiger an diesen Abschnitt der österreichischen Geschichte erinnert. Wie soll in Zukunft mit diesen Erinnerungen umgegangen werden? Lebensgeschichtliche Archive sind gefordert, im digitalen Zeitalter neue Wege zu gehen.
Gestaltung: Barbara Volfing, Claudia Unterweger, Sabine Nikolay, Ute Maurnböck. Redaktion: Ina Zwerger, Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 18. 06. 2025.
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Die Qual der Wahl (1)
Ein Wahllabor als Experiment.
Es geht bei freien Wahlen in einer liberalen Demokratie darum, in einem formalisierten Verfahren einen Wählerwillen zu eruieren, der dann in zeitlich limitierte Mandate zur politischen Machtausübung umgewandelt wird. Die Beschaffenheit einer politischen Landschaft hängt jedoch, entgegen landläufiger Meinungen nicht nur von der Entscheidung der Wählenden ab, sondern oft auch wesentlich von den Spielregeln, nach denen gewählt wird. Weltweit gesehen gibt es etwa 250 Methoden, einen Wählerwillen politisch abzubilden. Wir geben einen Überblick über die unterschiedlichen Wahlmodi und versuchen, ihre Stärken und Schwächen darzustellen.
Gestaltung: Thomas Miessgang, Christoph Winder. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 10. 06. 2025.
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Die Qual der Wahl (2)
Wer wählt wie und warum?
Im Grundsatz entsprechen die demokratischen Wahlsysteme einander weltweit durchaus: Allgemein, gleich, geheim, unmittelbar sollten die Wahlen sein. Dieser Forderung entsprechen die Systeme global mehr oder weniger. Im Detail allerdings gibt es gewaltige Unterschiede, die dazu führten, dass weltweit ungefähr 250 verschiedene Methoden, einen Wählerwillen zu ermitteln, gezählt werden.
Gestaltung: Thomas Miessgang, Christoph Winder. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 11. 06. 2025.
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Die Qual der Wahl (3)
Schweiz und USA - Wahlsysteme im Vergleich.
Gestaltung: Thomas Miessgang, Christoph Winder. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 12. 06. 2025.
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Die Psychologie der Klimakrise (1)
Die Psyche in der Klimakrise.
Obwohl 2019 fast alle europäischen Staaten den Klimanotstand ausgerufen haben, geschieht nach Auffassung vieler Expert:innen viel zu wenig, um die Klimakrise aufzuhalten. Woran liegt das? Leben wir in einer "Verdrängungsgesellschaft" (Tadzio Müller), in der das Funktionieren in unserer Gesellschaft zunehmend auf der Unterdrückung von ökologischem Bewusstsein fußt? Was ist eigentlich climate anxiety und welche messbaren Auswirkungen hat diese Klimaangst für individuelle wie gesellschaftliche Entwicklung? Und wie finden Menschen trotz der beängstigenden Lage Stabilität und Hoffnung?
Gestaltung: Kilian Jörg. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 10. 06. 2025.
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Die Psychologie der Klimakrise (2)
Die Tiefenstrukturen der Verdrängungsgesellschaft.
Die menschliche Psyche scheint darauf ausgelegt zu sein, Umweltbelange an den Rand der Aufmerksamkeit zu drängen. Welche Triebfedern wohnen dieser Verdrängungsdynamik inne, welche alternative Positionen in der psychologischen und psychoanalytischen Forschung gibt es, die der "Umwelt" ebenfalls einen zentralen Stellenwert in der Menschwerdung zusprechen? Wie kann psychische Reife gegenüber der Umwelt und Klimakrise verstanden werden? Und welche Anpassungsmechanismen werden wir in Zukunft brauchen?
Gestaltung: Kilian Jörg. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 11. 06. 2025.
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Die Psychologie der Klimakrise (3)
Wie kommuniziert man die Klimakatastrophe?
Die aktuelle mediale Kommunikation der Klimakrise scheint an ihre Grenzen zu stoßen - und die mediale Berichterstattung scheint einen gewissen Ermüdungseffekt zu bewirken. In dieser Situation wird die Effizienz von rationalen Argumenten mit dem Zweck einer Verhaltensänderung zunehmend in Zweifel gezogen. Wie können Medien einen positiven Umgang mit der Klimakrise finden und diese so kommunizieren, dass Menschen fähig sind, diese Informationen auch aufzunehmen und zu verarbeiten? Vertreter:innen des Genres "Hopepunks" raten dazu, sich weg von der reinen Negativberichterstattung zu bewegen und sich stattdessen auf gut funktionierende Positivbeispiele zu fokussieren.
Gestaltung: Kilian Jörg. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 12. 06. 2025.
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Geburtsurkunden (1)
Regelungen zur Geburtenregistrierung.
Personalausweis, Reisepass, Geburtsurkunde - was in Europa für jeden Bürger selbstverständlich ist, ist in Indien, Bangladesh, Afghanistan oder Kamerun nicht die Normalität. 2019 veröffentlichte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF den Bericht "Birth Registration for Every Child by 2030: Are we on track?". Äthiopien, Sambia und der Tschad verzeichnen weltweit die niedrigsten Raten bei der Geburtenregistrierung. Das heißt, der Zugang zu Schule, Ausbildung, öffentlichen Verkehrsmitteln, Telefonanbietern und politischen Wahlen ist verwehrt.
Gestaltung: Susanne Lettenbauer. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 2. 06. 2025.
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Geburtsurkunden (2)
Kampf um Geburtsurkunden in Afrika.
Gestaltung: Susanne Lettenbauer. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 4. 06. 2025.
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Geburtsurkunden (3)
Geburtenregistrierungen in Indien, Nepal und Afghanistan.
Gestaltung: Susanne Lettenbauer. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 5. 06. 2025.
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Geburtsurkunden (4)
Reformideen zur Staatsangehörigkeit und Personenstandswesen.
Gestaltung: Susanne Lettenbauer. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 5. 06. 2025.
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Wie sich unsere Mobilität verändern wird (1)
Der Verkehr, das Sorgenkind des Klimaschutzes.
Autoteilen, steigende Attraktivität öffentlicher Verkehrsmittel und verstärktes Klimabewusstsein: Die Formen unserer Fortbewegung sind im Wandel. Neue Techniken zu Land und in der Luft, aber auch der Kampf gegen den Klimawandel fördern ein Umdenken sowie eine Veränderung von Gewohnheiten.
Gestaltung: Stefan May. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 2. 06. 2025.
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Wie sich unsere Mobilität verändern wird (2)
Neue Antriebe für eine saubere Luftfahrt.
Sie haben fast etwas Romantisches an sich: Die Kondensstreifen der Flugzeuge am blauen Himmel. Doch sie sind nichts anderes als die schmutzigen Abgase der Maschinen und schädlich für die Atmosphäre. Deshalb sind Hersteller und Fluglinien bestrebt sie zu verringern. Und auch sonst soll Fliegen klimafreundlicher werden: Vorerst, wie beim Auto, mit der Beimischung von Sustainable Aviation Fuels (SAF), Treibstoff aus nicht fossilen Rohstoffen. Daneben wird am gänzlichen Ersatz von Kerosin geforscht. Aktuell sind es noch kleine Schritte hin zum umweltverträglicheren Fliegen: Etwa, wenn Flugzeuge mit einer so genannten Haifischhaut beklebt werden. Sie ist wie die Haut des Haifisches besonders strukturiert, um den Luftwiderstand zu verringern und damit Treibstoff zu sparen.
Gestaltung: Stefan May. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 3. 05. 2025.
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Wie sich unsere Mobilität verändern wird (3)
Wenn Straßen nicht mehr nur dem Auto dienen.
In der Stadt sind sie für Lärmentwicklung verantwortlich, auf dem Land für Versiegelung von Naturflächen: Straßen haben kein gutes Image mehr. Zudem kommt die Infrastruktur in die Jahre. Gleichzeitig wird versucht, da und dort zurückzubauen, die Straßen in erster Linie menschenfreundlich und dann erst autofreundlich zu gestalten. Fußgänger und Radfahrer sind dabei, sich den öffentlichen Raum in Teilen wieder zurückzuerobern. Das Auto verliert aufgrund dieser Entwicklung weiter seine Vorherrschaft auf den Verkehrswegen. E-Fuels werden als Brückentechnologie gesehen, um die CO2-Belastung durch den Autoverkehr zu beenden.
Gestaltung: Stefan May. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 4. 06. 2025.
Gestaltung: Stefan
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Wie sich unsere Mobilität verändern wird (4)
Die Eisenbahn als Gewinner der Verkehrswende.
Flugschämen, Klimaticket, verstopfte Straßen und steigende Treibstoffpreise: Die Bahn erlebt derzeit eine Renaissance, doch stellt sich die Frage, ob sie dem plötzlichen Ansturm auch gewachsen ist. Voriges Jahr wurden erstmals mehr als eine halbe Milliarde Menschen auf Österreichs Schienen befördert. Die Bahn versucht ihre Kapazitäten durch den Ausbau ihrer Infrastruktur zu erhöhen. In Österreich bedeutet dies vor allem Tunnelbau für Schnellfahrstrecken. Beim politischen Credo "Von der Straße auf die Schiene" tritt man hingegen weitgehend auf der Stelle. Das Verhältnis zwischen Straße und Schiene bei den Transportmengen zu Ungunsten der Bahn verändert sich kaum. Nach wie vor gilt die Eisenbahn bei der Güterbeförderung als zu schwerfällig.Gestaltung: Stefan May. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 5.06. 2025.
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Positionen in der Kunst: Ines Doujak
Einer breiten Öffentlichkeit ist sie seit ihrer Teilnahme bei der documenta 12 (2007) bekannt. Die gebürtige Kärntnerin Ines Doujak beschäftigt sich in ihren Fotografien und Installationen mit hochbrisanten Themen wie Biopiraterie oder Landraub. 2021 leuchtete sie in der Schau "Geistervölker" die Folgen der Corona-Pandemie aus und fragte danach, wie Klassen- und Geschlechterkonflikte die globale Geschichte prägen.
Gestaltung: Thomas Mießgang. Gesendet in Ö1 am 26. 05. 2025.
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Positionen in der Kunst: Jenny Saville
Ihre Bilder zeigen hybride Körperformen, die dem aalglatten Stereotyp weiblicher Schönheit die pralle Sinnlichkeit entgegensetzen. Die Techniken alter Meister übersetzt die 55jährige in die Gegenwart. 1997 wird Jenny Savilles figurative Malerei in der legendären Ausstellung "Sensation" in der Royal Academy gezeigt - neben Arbeiten von Damien Hirst, Tracey Emin und Sarah Lucas. Das Label Young British Artists wird geboren und beschert den Künstler:innen der Ausstellung kommerzielle Erfolge. Während der Stern vieler Young British Artists schnell verglüht, reüssiert Jenny Saville bis heute am Kunstmarkt. Um 12,4 Millionen Dollar wurde ein Gemälde der Britin 2018 bei Sotheby's versteigert. Ein Rekordergebnis, das Saville zur teuersten lebenden Künstlerin am Auktionsmarkt macht.
Gestaltung.: Christine Scheucher. Gesendet in Ö1 am 27. 05. 2025.
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Positionen in der Kunst: Anselm Kiefer
Seine Bilder muten mitunter wie monomentale Materialschlachten, die wie ein Palimpsest immer wieder überschrieben werden - von neuen Schichten, neuen Erinnerungen. 1945 wird Anselm Kiefer in den letzten Tagen des Krieges in einem Luftschutzkeller in Donaueschingen geboren. Womöglich ein Grund, weswegen das Unsichtbare und Verborgene zu einem Leitmotiv seiner Arbeit geworden ist. Kiefer zählt zu den großen Malerfürsten des 20. Jahrhunderts und arbeitete sich wie kaum ein anderer deutscher Künstler am großen Zivilisationsbruch der deutschen Geschichte ab. 2025 feiert der Künstler seinen 80. Geburtstag. Das Stedelijk Museum und das Van Gogh Museum in Amsterdam widmen ihm eine große Schau, deren romantisch verbrämter Titel "Sag mir, wo die Blumen sind" beinahe altersmilde wirkt.
Gestaltung: Christine Scheucher. Gesendet in Ö1 am 28. 05. 2025.
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Martin Heidegger (1)
Vom Sinn des Seins:
Martin Heidegger (1889 - 1976) war ein bahnbrechender Denker der Bedeutung des Seins, der Zeit, menschlicher Existenz und Freiheit. Heideggers Philosophie kann helfen, unser menschliches Dasein und die damit verbundenen Herausforderungen in Zeiten der Omnikrise besser zu verstehen. Hannah Ahrendt bezeichnete ihren Lehrer Heidegger deshalb als "heimlichen König der Philosophie".Gestaltung: Johannes Kaup. Gesendet in Ö1 am 26. 05. 2025.
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Martin Heidegger (2)
Heidegger weiter denken.
Spätestens seit dem Erscheinen seiner Denktagebücher "Schwarze Hefte" im März 2014, ist eine Debatte darüber entbrannt, wie Heideggers nationalsozialistische Phase in den 1930er Jahren zu deuten ist. Denn Heidegger hoffte 1933 tatsächlich als Philosoph den "Führer" Adolf Hitler führen zu können. Ein schwerwiegender Irrtum, wie sich bald herausstellen sollte. 1934 legte er ernüchtert sein Rektorat an der Freiburger Universität vorzeitig wieder zurück. Doch der Schaden war angerichtet. Öffentlich schwieg er darüber. Diese private Verirrung führte dazu, dass Heidegger nach dem Krieg in Deutschland verfemt war. Es waren seine Schülerin Hannah Ahrendt, aber auch viele namhafte französische Denker wie Jean-Paul Sartre und Jean-Luc-Nancy, die ihn rehabilitierten.Gestaltung: Johannes Kaup. Gesendet in Ö1 am 27. 05. 2025.
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Martin Heidegger (3)
Philosophie als Lebenshilfe:
Martin Heideggers Philosophie ist keine Lebenshilfe im herkömmlichen Sinn. Sie gibt keine direkten praktischen Anleitungen und Ratschläge zu einem guten Leben. Heidegger ist ein ontologischer Denker. Das bedeutet, dass er die Grundstrukturen des Daseins und des menschlichen Existierens erschließen möchte. Aber natürlich dienen die daraus gewonnenen Erkenntnisse dazu, sich selbst tiefer zu verstehen und ein freies und mit anderen verbundenes Leben zu führen.Gestaltung: Johannes Kaup. Gesendet in Ö1 am 28. 05. 2025.
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Die nächsten Schritte ins All (1)
Zwischen Realität und Science-Fiction.
Was ist dort, wo wir die Sterne sehen? Diese Frage, hat Menschen seit jeher veranlasst zu träumen, zu forschen, und zu erfinden. Wohin führen die nächsten bemannten Missionen? Wie und vor allem wie lange können AstronautInnen überleben?
Die Neugierde auf das Unbekannte und die Begeisterung für die Zukunft sind die Antriebe für die unglaublichen Innovationen in der Weltraumbranche, die interdisziplinär die hellsten Köpfe braucht, um ein Leben und ein Überleben in der Schwerelosigkeit und der Kargheit fremder Planeten möglich zu machen. Die Weltraumarchitektin Barbara Imhof entwirft mit ihrem Team Liquifer orbitale Habitate, Gewächshäuser, Roboter und Powerplants für den Weltraum.Gestaltung: Dagmar Streicher. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 19. 05. 2025.
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Die nächsten Schritte ins All (2)
Wem gehört das All?
"Die Erforschung und Nutzung des Weltraums soll zum Wohle aller Völker erfolgen." So steht es im Weltraumvertrag von 1967, der von allen großen Raumfahrtnationen unterzeichnet wurde. Artikel II hält fest, dass "der Weltraum, einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper, nicht Gegenstand nationaler Aneignung ist." Doch Weltraumprogramme werden heute nicht nur von Staaten, sondern auch von einzelnen Privatunternehmern und deren Firmen durchgeführt. Zumeist in Kooperation mit den großen nationalen Weltraumagenturen.Gestaltung: Dagmar Streicher. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 20. 05. 2025.
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Die nächsten Schritte ins All (3)
New Space.
Seit den 2020iger Jahren spricht man von New Space und Old Space. Der New Space, diesseits des Mondes, ist für die kommerzielle Nutzung des Weltraums vorgesehen, während der Mond selbst und der Raum dahinter, also der Old Space, weiterhin von den Weltraumnationen erforscht und entdeckt werden soll.Gestaltung: Dagmar Streicher. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 21. 05. 2025.
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Die nächsten Schritte ins All (4)
Nächste Missionen.
Im Europäischen Astronautenzentrum in Köln bereiten AstronautInnen und wissenschaftliche ExpertInnen der Esa die nächsten Missionen vor. Die österreichische Ärztin und Reserveastronautin Carmen Possnig untersucht die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den Menschen. Aber auch die Auswirkungen der Isolation, die sie auf ihrem 13-monatigen Aufenthalt in der Antarktis gut kennengelernt hat. Ebenfalls im Europäischen Astronautenzentrum ist das weltweit einzigartige Trainingsgelände LUNA.Gestaltung: Dagmar Streicher. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 22. 05. 2025.
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Ferdinand Lassalle (1)
Ein Mann wie eine Opernfigur: Ferdinand Lassalle - Revolutionär und Salonlöwe - hat ein kurzes, aber furioses Leben gelebt. Im Frühjahr 1825 geboren, stand der streitlustige Theoretiker und Agitator an der Wiege der deutschen Sozialdemokratie: Im Mai 1863 gründete Lassalle zusammen mit einigen Mitstreitern den "Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein" - aus dem ein Jahrzehnt später die SPD hervorgehen sollte, die erste große Massenpartei Europas. 1864 fiel der Arbeiterführer mit der theatralischen Attitüde - nach einer verhängnisvollen Liebesaffäre - im Duell mit einem Nebenbuhler.
Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Gesendet in Ö1 am 12.05. 2025.
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Ferdinand Lassalle (2)
Hegel, Marx und die Folgen.
"Die Philosophie Hegels gab mir alles", bekannte Ferdinand Lassalle, "sie gab mir Klarheit und Selbstbewusstsein." Wie andere "Linkshegelianer" entwickelte sich auch der schlesische Bürgersohn Lassalle unter dem Eindruck der Revolution von 1848, an der er begeistert teilnahm, vom radikalen Republikaner zum Sozialisten. Lassalle verstand sich nicht nur als Anhänger von Marx und Engels, er entwickelte in den 1850er und 60er-Jahren auch eigene Theorieansätze.Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Gesendet in Ö1 am 13.05. 2025.
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Ferdinand Lassalle (3)
Die junge deutsche Arbeiterbewegung
Am 23. Mai 1863 gründete Ferdinand Lassalle zusammen mit einem Dutzend Abgesandten aus verschiedenen deutschen Städten im Leipziger "Pantheon" den "Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein", kurz ADAV. Damit war ein folgenschwerer Schritt vollzogen: Die junge deutsche Arbeiterbewegung führte den Kampf um eine bessere Welt nicht mehr gemeinsam mit den bürgerlichen Liberalen, sondern getrennt von diesen. Mit Lassalle tritt die Arbeiterschaft als organisierter Akteur in die politische Arena. Fünfzig Jahre später, 1912, ist die "Sozialdemokratische Partei Deutschlands", die erste große Arbeiterpartei Europas, dann schon stärkste Partei im deutschen Reichstag.Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Gesendet in Ö1 am 14.05. 2025.
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Ferdinand Lassalle (4)
Starke Wirkung in Österreich.
Ferdinand Lassalle, 1864 in einem Duell in der Nähe von Genf gefallen, wurde nicht nur in der deutschen, sondern auch in der österreichischen Sozialdemokratie nachgerade kultisch verehrt. Von dieser Verehrung kündet ein großer, nach dem deutschen Sozialisten benannter Gemeindebau in Wien, der "Lassallehof"; man darf aber auch die "Lassallestraße" in der Leopoldstadt nennen, eine der zentralen Straßen Wiens, die den Praterstern mit der Reichsbrücke verbindet.
In den letzten Jahren allerdings beginnt die Erinnerung an den Ahnherrn der deutschen und österreichischen Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung ein wenig zu verblassen.Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Gesendet in Ö1 am 15.05. 2025.
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Was leistet Psychotherapie? (2)
Innen und Außen.
Steckt eine psychische Erkrankung im Patienten oder steckt der Patient in einer psychischen Erkrankung? Das naturwissenschaftliche Verständnis tendiert dazu, Krankheitssymptome isoliert zu betrachten, aber Störungen des Erlebens haben immer auch eine soziale Dimension. Der Inhaber des Karl-Jaspers-Lehrstuhls für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Heidelberg, Thomas Fuchs, veröffentlichte 2023 ein Fachbuch, in dem eine umfassende natur- und geisteswissenschaftliche Neubewertung in der Behandlung psychisch kranker vorgeschlagen wird: "Psychiatrie als Beziehungsmedizin".Gestaltung: Christa Nebenführ. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 13. 05. 2025.
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Was leistet die Psychotherapie? (3)
Verstehen und Verhalten.
Im frühen 20. Jahrhundert war die von Sigmund Freud entwickelte Psychoanalyse die vorherrschende therapeutische Technik. Etwa zur gleichen Zeit fand aber auch die experimentelle psychologische Forschung statt, deren bekanntestes Beispiel die Reiz-Reaktionsketten sind, die Iwan Petrowitsch Pawlow an Hunden zeigte. Daraus entwickelten sich verhaltenstherapeutische Verfahren, die stärker an Psychoedukation orientiert waren als an Psycho-Analyse. Seit der so genannten Kognitiven Wende in den 1960er und 1970er Jahren hat sich die klassische Verhaltenstherapie in der Kombination mit analysierenden Verfahren etabliert. Ist die Psychotherapie auf dem Weg das Beste aus beiden Welten zusammenzubringen?Gestaltung: Christa Nebenführ. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 14. 05. 2025.
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Was leistet Psychotherapie ? (4)
Theorie und Praxis.
Am 01.01.2025 trat in Österreich die Neufassung des Psychotherapiegesetzes in Kraft, mit dem die Psychotherapie schrittweise in den Stand eines akademischen Berufes gesetzt wird. Sie gilt neben Psychiatrie und Psychologie als eines der drei Standbeine für die wirksame Behandlung psychischer Erkrankungen. Angehende Therapeut:innen müssen derzeit neben theoretischen Prüfungen mindestens 600 Stunden Selbsterfahrung nachweisen, in der sie eigene Traumata und Triebkonflikte erkennen und redend bearbeiten konnten. Zukünftig sollen 1000 Stunden Selbsterfahrung verpflichtend sein. Die Veränderungen, die die neuen Ausbildungsvorgaben mit sich bringen, sind Thema dieser Sendung.Gestaltung: Christa Nebenführ. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 15. 05. 2025.
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Inklusive Bildung (1)
Die Sonderschule: Ein Auslaufmodell?
Im Jahr 2008 hat Österreich die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen unterzeichnet und sich dadurch verpflichtet, ein inklusives Bildungssystem zu schaffen. Das Radiokolleg hat nachgefragt, wie gut das bisher gelungen ist.
Christoph Dirnbacher und Sandra Knopp mit einer Bestandsaufnahme der inklusiven Bildung in Österreich.Gestaltung: Sandra Knopp, Christoph Dirnbacher. Redaktion: Ulla Ebner, Juliane Nagiller. Gesendet in Ö1 am 5. 05. 2025.
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Inklusive Bildung (2)
Gemeinsam Lernen im Klassenzimmer.
In Integrationsklassen lernen Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam. Dieses System soll gegenseitige Unterstützung und Zusammenarbeit fördern. Und es soll Kindern mit Behinderungen ermöglichen, sich als Teil einer Gemeinschaft zu fühlen. In Integrationsklassen wird ein Unterricht angeboten, der auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Schüler:innen eingeht. Dies kann auch für Kinder ohne Behinderungen von Vorteil sein. Sie lernen soziale Kompetenzen, Empathie und Verständnis für die Bedürfnisse anderer zu haben. Studien zeigen, dass Integrationsklassen oft ein positives Klassenklima haben, in dem gegenseitige Unterstützung und Zusammenarbeit gefördert werden.
Dominic Schmid und Anna Celine Mark haben eine Integrationsklasse besucht und sich angesehen, inwiefern Wunsch und Wirklichkeit auseinanderklaffen.Gestaltung: . Redaktion: Ulla Ebner, Juliane Nagiller. Gesendet in Ö1 am 6. 05. 2025.
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Inklusive Bildung (3)
Reutte: Eine sonderschulfreie Zone.
Im Herbst 1997 beginnt im Tiroler Bezirk Reutte ein neues Schuljahr. Manche Schulen bleiben aber geschlossen: die dortigen Sonderschulen. Und das sind sie bis heute. Reutte ist der erste und einzige sonderschulfreie Bezirk in Österreich. Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden in Integrationsklassen unterrichtet.
Margarete Endl und Sandra Knopp haben nachgefragt, wie zufrieden die Menschen in Reutte mit ihrer Lösung sind.Gestaltung: Margarete Endl, Sandra Knopp. Redaktion: Ulla Ebner, Juliane Nagiller. Gesendet in Ö1 am 7. 05. 2025.
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Inklusive Bildung (4)
Südtirol: Die Schule für alle als Regelfall.
Vor fast 50 Jahren wurden in Italien die Sonderschulen abgeschafft. Es war eine Hauruckaktion der italienischen Regierung. Plötzlich saßen alle Kinder von der Volksschule bis zur Matura in derselben Klasse. Zeit, um darüber zu streiten, ob das sinnvoll ist, blieb nicht.
Yuria Knoll hat sich in Südtirol angesehen, wie Eltern und Schülerinnen und Schüler das inklusive Schulsystem erleben und welche Herausforderungen Lehrer:innen sehen.Gestaltung: Yuria Knoll. Redaktion: Ulla Ebner, Juliane Nagiller. Gesendet in Ö1 am 8. 05. 2025.
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Wie Algorithmen unser Leben formen (1)
Algorithmen sind die unsichtbaren Architekten unseres Alltags. Sie stecken in Suchmaschinen, legen die Routen in Navigations-Apps fest oder entscheiden, welche Inhalte wir online zu sehen bekommen - und sie sind weit mehr als "digitale Helfer": Auch ein Kochrezept, ein Wahlsystem oder Bürokratie folgt Abläufen, die einer inneren Logik unterliegen. Die ursprünglich einfachen Regeln zur Problemlösung haben sich mit künstlicher Intelligenz weiterentwickelt und sind mittlerweile in der Lage, sich anzupassen und eigenständig zu lernen. Aus bloßen Werkzeugen sind Systeme geworden, die zunehmend unsere Entscheidungen beeinflussen - und vielleicht sogar mitbestimmen, wie unsere Zukunft aussieht.
Gestaltung: Sarah Kriesche. Redaktion. Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 5. 05. 2025.
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Wie Algorithmen unser Leben formen (2)
Wenn Software entscheidet, was wir tun.
Gestaltung: Sarah Kriesche. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 6. Mai 2025.
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Wie Algorithmen unser Leben formen (3)
Wenn Technik das Denken prägt.
Gestaltung: Sarah Kriesche. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 7. Mai 2025.
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Wie Algorithmen unser Leben formen (4)
Wer entscheidet über unsere Zukunft?
Gestaltung: Sarah Kriesche. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 8. Mai 2025.
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Wie Österreich neu formiert wurde (1)
Nationalbuilding in der Politik.
Nach dem Zweiten Weltkrieg stand Österreich vor der Herausforderung "Nationbuilding" zu betreiben. Insechs Folgen beleuchten wir, wie aus Ruinen ein neuer Staat aufgebaut wurde. In dieser Folge geht es um die Gründungsmythen, welche Rolle die Alliierten bei der Schaffung des politischen Systems spielten, was der Prozess der Entnazifizierung bewirkte und wer die geistigen Väter der Zweiten Republik waren.Gestaltung: Sabine Nikolay, Ulrike Schmitzer, Ute Maurnböck, Wolfgang Ritschl, Jakob Steiner, Martin Haidinger. Redaktion: Ina Zwerger, Ulrike Schmitzer, Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 22. 04. 2025.
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Wie Österreich neu formiert wurde (2)
Nationbuilding im Alltag.
Was war die Rolle der Frauen im Prozess des Nationbuildings? Welcher Mythos steckt hinter den Trümmerfrauen? Welche Traumata bewegen die Nachkriegsgesellschaft und wirken bis heute? In Österreich herrschten nach 1945 Chaos und Elend, Flüchtlingsströme und Vertriebene bewegten sich durchs Land. In dieser Folge beleuchtet das Radiokolleg den beschwerlichen Alltag im neu entstehenden Österreich.Gestaltung: Sabine Nikolay, Ulrike Schmitzer, Ute Maurnböck, Kathrin Schedler, Barbara Volfing, Martin Haidinger. Redaktion: Ina Zwerger, Ulrike Schmitzer, Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 23. 04. 2025.
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Wie Österreich neu formiert wurde (3)
Nationbuilding in der Kultur.
In dieser Folge geht es um die kulturellen Versatzstücke, aus denen die neue österreichische Identität zusammengefügt wurde. Wie wurde das neue Selbstbild inszeniert, welche Filme und Sportidole tragen dazu bei? Welche Rolle spielt das kulturelle Erbe, der Habsburg-Mythos und die US-Populärkultur und wie forcieren Medien die Umerziehung und den Prozess des Nationbuildings?Gestaltung: Ute Maurnböck, Jakob Steiner, Kathrin Schedler, Barbara Volfing, Michael Liensberger, Martin Haidinger. Redaktion: Ina Zwerger, Ulrike Schmitzer, Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 24. 04. 2025.
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Wie Österreich neu formiert wurde (4)
Nationbuilding durch Wirtschaft.
Die Erfolgsgeschichte der Zweiten Republik ist eng mit dem Wirtschaftsaufschwung der 1950er Jahre verknüpft. Die Wiederaufbauzeit gilt als "heroische Phase". Das Radiokolleg beleuchtet ab 22. April in sechs Folgen, wie aus Ruinen ein neuer Staat aufgebaut wurde. In Folge vier geht es um den österreichischen Weg mit Marshall-Plan und Sozialpartnerschaft sowie den Aufbau einer Konsensdemokratie. Identitätsstiftend sind auch der Tourismus in der Alpenrepublik und die Klein- und Mittelbetriebe.Gestaltung: Sabine Nikolay, Wolfgang Ritschl, Martin Haidinger, Jakob Steiner, Günter Kaindlstorfer. Redaktion: Ina Zwerger, Ulrike Schmitzer, Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 28. 04. 2025.
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Wie Österreich neu formiert wurde (5)
Nationbuilding - Österreich in der Welt.
Von der Welt wurde Österreich als souveräne Nation mit der Staatsvertragsunterzeichnung 1955 anerkannt. Das Nationalbewusstsein der Österreicher:innen wurde erstmals 1956 erhoben, damals glaubte weniger als die Hälfte der Befragten, dass Österreich eine eigene Nation sei. In Folge fünf geht es darum, wie sich die Zweite Republik als Ort der Begegnung positionierte und auch die Brüche und die Weiterentwicklung der nationalen Identität werden beleuchtet.
Gestaltung: Sabine Nikolay, Günter Kaindlstorfer, Wolfgang Ritschl, Barbara Volfing. Redaktion: Ina Zwerger, Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 29. 04. 2025.
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Wie Österreich neu formiert wurde (6)
Nationbuilding - Wer gehört dazu?
In einer aktuellen Studie über die Geschichtsbilder zur Zweiten Republik stimmen rund acht von zehn Befragten "sehr" zu, dass es gut ist, "dass Österreich 1945 eine demokratische Republik wurde". Rund 9 von 10 sehen Österreich als "Land mit hoher Lebensqualität". "In welchem Land wollen wir leben?", fragte der Bundespräsident in seiner Neujahrsansprache 2025, die er wie gewohnt, an alle "Österreicherinnen und Österreicher und alle Menschen, die hier leben" richtete. In der sechsten Folge geht es um Verbundenheit und Abgrenzungen. Denn Nationbuilding ist ein Prozess, der permanent im Gange ist.
Gestaltung: Ute Maurnböck, Günter Kaindlstorfer, Tanja Malle. Redaktion: Ina Zwerger, Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 30. 04. 2025.
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Narzissmus: Von Diktatoren und Selbstoptimierern (1)
Personen wie Donald Trump, Recep T. Erdogan, Wladimir Putin u.v.a. sind Beispiele für narzisstisch gestörte Persönlichkeiten: Sie schaffen sich ihre eigene Vorstellungswelt. Sie sind oft intelligent und schaffen es, in die obersten Sphären der Macht vorzudringen - aber wehe man "kränkt" sie. Narzissmus ist keine Krankheit, aber eine Persönlichkeitsstörung, die immer häufiger wird. Narzissmus wird befeuert von sozialen Medien, der Möglichkeit, sich ständig mitzuteilen, sich in den Mittelpunkt zu stellen. Hinter der Fassade des aufgeblasenen Narziss' lebt ein verletztes Kind, das seine eigenen Bedürfnisse und sich selbst nicht kennt.
Gestaltung: Sabine Nikolay. Gesendet in Ö1 am 14. 04. 2025.
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Narzissmus: Von Diktatoren und Selbstoptimierern (2)
Die narzisstische Gesellschaft:
Narzissmus als Einzelphänomen - vor allem von mächtigen oder machthungrigen Männern - ist seit langem bekannt. Das Überspringen dieser psychologischen Disposition auf die Gesellschaft ist jedoch ein relativ neues Phänomen. Jede und jeder scheint sich heute selbst optimieren, in zumindest einem Gebiet der/die Beste sein zu wollen - man stellt sich selbst auf Instagram und anderen Kanälen dar - und scheinbar haben alle rundherum "das perfekte Leben"! Das Berufsleben wird immer anstrengender, da gute Leistung scheinbar nicht mehr genügt - Selbstdarstellung und Perfektion sind gefragt wie nie. Doch wie geht es den Selbstoptimierern wirklich? Wer steckt tatsächlich hinter den schönen Fassaden? Wie kommen wir aus der Spirale der Selbstoptimierung (und Selbstausbeutung) wieder zu mehr Lebensqualität?Gestaltung: Sabine Nikolay. Gesendet in Ö1 am 15. 04. 2024.
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Narzissmus: Von Diktatoren und Selbstoptimierern (3)
Narzissmus als Psychopathologie:
Femizide sind wohl die bedrückendste Auswirkung narzisstischer Männlichkeit: die Wiener Trafikantin, die auf grausame Weise sterben musste, weil sie ihren Mann verlassen hatte; die Ex-Frau des "Bierwirts", die ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden wurde - und viele andere. Die schlimmste Auswirkung des Narzissmus: wenn du mich nicht liebst, musst du sterben, damit ich nicht an deiner Lieblosigkeit sterbe. Diese Morde aus Verzweiflung sind nicht zu entschuldigen - dennoch ist es interessant, sich der Psychopathologie dahinter zu nähern - in Gesprächen mit den anerkannten Spezialisten auf diesem Gebiet.Gestaltung: Sabine Nikolay. Gesendet in Ö1 am 16. 04. 2025.
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Narzissmus: Von Diktatoren und Selbstoptimierern (4)
Narzissmus in der Kunst:
Narzissmus hat eine lange Tradition, denn bereits in griechischen Mythen wurde er beschrieben. Bildnisse des Narziss prägen auch die klassische italienische Malerei, besonders bekannt ist das Bild des Malers Caravaggio, das an Aussagekraft nichts zu wünschen übrig lässt. Der Narziss, in Liebe entbrannt zu sich selbst, zu seinem wunderschönen Spiegelbild, dazu verdammt, niemals echte Liebe, die auf Austausch und Erweiterung beruht, kennenzulernen. Ausblicke auf bildende und Dichtkunst, die sich dem Narziss gewidmet hat.Gestaltung: Sabine Nikolay. Gesendet in Ö1 am 17. 04. 2025.
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Gesunder Sport (1)
Sport ist gesund, heißt es allgemein und dem kann man wohl kaum widersprechen. Allerdings hat sich unser Zugang zu Sport und Bewegung im Lauf der letzten 70 Jahre stark verändert. In den 1950er Jahren machte man Bewegung zur Entspannung am Wochenende und zu Feiertagen oder in den Ferien. Heute bewegen wir uns im Alltag kaum: Aufzüge, Rolltreppen, vor allem aber das Auto machen das Weiterkommen bequem und angenehm. Gleichzeitig wollen wir "fit" sein, einen "Top-Körper" haben und unsere "Muskulatur definieren". Ist das alles noch gesund? Wie sieht gesunder Sport aus? Ilse Huber und Sabine Nikolay begeben sich auf die Suche nach der richtigen Balance, zwischen Ausdauer und Anstrengung, an der frischen Luft und in stickigen Fitnesscentern.
Gestaltung: Ilse Huber. Gesendet in Ö1 am 07. 04. 2025.
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Gesunder Sport (2)
Die Suche nach ewiger Jugend.
Gestaltung: Ilse Huber. Gesendet in Ö1 am 08. 04. 2025.
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Gesunder Sport (3)
Inklusive Bewegung für alle.
Gestaltung: Ilse Huber. Gesendet in Ö1 am 09. 04. 2025.
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Gesunder Sport (4)
Im Gleichgewicht bleiben.
Spätestens ab der Pensionierung sollte man die gewonnene Freizeit für regelmäßiges Training verwenden.
Gestaltung: Sabine Nikolay. Gesendet in Ö1 am 10. 04. 2025.
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Trendsport Klettern (1)
Der Klettersport boomt seit einigen Jahren. Gerade in den Städten öffnen immer mehr Boulderhallen, und in den Alpen sieht man zahlreiche Kletterbegeisterte. Doch welche Ursachen hat diese Faszination und wie schmal ist der Grat zwischen Höhenrausch und Risiko?
Gestaltung: Till Köppel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 07. 04. 2025.
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Trendsport Klettern (2)
Klettern mit Kindern.
Gestaltung: Till Köppel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 08. 04. 2025.
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Trendsport Klettern (3)
Im Höhenrausch.
Gestaltung: Till Köppel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 09. 04. 2025.
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Trendsport Klettern (4)
Risiko und Freiheitsdrang.
Gestaltung: Till Köppel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 10. 04. 2025.
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Tabu Eizellenspende (1)
Eizellenspende ist ein kontroverses Thema, das oft moralisch aufgeladen wird - obwohl sie der Samenspende gar nicht so unähnlich ist. In Österreich machen strenge Gesetze und der Ausschluss alleinstehender Frauen den Zugang schwierig, während der internationale Eizellenmarkt boomt. Doch was bedeutet das für Spenderinnen, und wie profitieren transnationale Firmen vom Wunsch nach Familie? Ein Blick auf Tabus, Ungleichheiten und die Fragen der reproduktiven Gerechtigkeit.
Folge 1: Biologisches Material und BefruchtungGestaltung: Diana Köhler. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 31. 03. 2025.
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Tabu Eizellenspende (2)
Eizellenspende in Österreich.
Gestaltung: Diana Köhler. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 1. 04. 2025.
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Tabu Eizellenspende (3)
Internationaler Eizellenmarkt.
Gestaltung: Diana Köhler. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 2. 04. 2025.
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Tabu Eizellenspende (4)
Reproduktive Gerechtigkeit und Enttabuisierung.
Gestaltung: Diana Köhler. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 3. 04. 2025.
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Aus dem Takt ? (1)
Das biologische Metronom.
Alle Jahre wieder ist es so weit - und das gleich zweimal: die Uhren werden umgestellt. Und alle Jahre wieder folgt rund um entsprechendes Datum im Herbst und Frühling eine Debatte über Sinn und Unsinn dieser Praxis. Doch welche Auswirkungen hat die Vor- und Nachhinten-Prozedur auf den menschlichen Organismus? Umstellungen gibt es zuhauf. Unser ganzes Leben ist durchtaktet. Dabei spielen politische Entscheidungen genauso eine Rolle wie soziale Etikette, kulturelle Riten und Arbeits- wie Leistungsvorstellungen. Wie passt all das mit unserem biologischen Rhythmus zusammen?
Gestaltung: Daphne Hruby. Gesendet in Ö1 am 31. 03. 2025.
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Aus dem Takt ? (2)
Gesellschaftliche Zeitvorstellungen versus biologische Bedürfnisse.
Gestaltung: Daphne Hruby. Gesendet in Ö1 am 1. 04. 2025.
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Aus dem Takt ? (3)
Kulturelle Riten und Traumata.
Gestaltung: Daphne Hruby. Gesendet in Ö1 am 2. 04. 2025.
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Aus dem Takt? (4)
Durch und durch vermessen.
Gestaltung: Daphne Hruby. Gesendet in Ö1 am 3. 04. 2025.
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Daniel Spoerri (1)
"Heimatlosigkeit ist mein Kapital"
In einem Atelier am Wiener Naschmarkt trifft im August 2012 Ö1 Redakteurin Sarah Kriesche den bildenden Künstler Daniel Spoerri. Dort hat sich der bedeutende Vertreter der Objektkunst, Mitbegründer der Künstlergruppierung "Nouveau Réalisme" und Erfinder der "Eat Art" zu diesem Zeitpunkt niedergelassen. Anlässlich seines Geburtstags am 27.3. 2025, an dem der Künstler 95 Jahre alt geworden wäre, senden wir erstmals Auszüge aus diesem Gespräch.
Gestaltung: Sarah Kriesche. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am
24. 03. 2025. -
Daniel Spoerri (2)
"Ich schrieb natürlich Herman Hesse mein ganzes Leid"
1952 zieht Daniel Spoerri auf Anraten seines Mentors Max Terpis für ein Tanz-Studium nach Paris. "Die schweizerische Ballettschule ist poplig. Das ist nichts für dich". Tagsüber schlägt er sich als Fremdenführer durch, am Abend tanzt er in angesagten Lokalen und schließt neue Bekanntschaften. Der belgische Maler und Bildhauer Paul Bury, der venezolanische Maler und Bildhauer Jesús Rafael Soto, sowie der französisch-rumänische Autor Eugène Ionesco zählen bald zu seinem Freundeskreis. Spoerri pendelt zwischen Bern und Paris und wendet sich langsam vom Tanz ab. Er gibt die Zeitschrift "material" für Konkrete Dichtung heraus, inszeniert Picassos surrealistisches Drama "Wie man Wünsche am Schwanz packt", sowie die deutschsprachige Erstaufführung von Ionescos "Die kahle Sängerin".
Gestaltung: Sarah Kriesche. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am
25. 03. 2025. -
Daniel Spoerri (3)
"Warhol habe ich einmal auf die Lippen geküsst"
1960 ist Daniel Spoerri einer der Mitunterzeichner des Manifests des "Nouveau Réalisme". Eine Bewegung, die Ende der 1950er Jahre in Paris entstand. Sie wurde von Pierre Restany, einem Kunstkritiker, ins Leben gerufen und von einer Gruppe von Künstlern unterzeichnet, darunter auch Jean Tinguely, Yves Klein, Niki de Saint Phalle, Arman und César. Beeinflusst von der Dadaismus- und Fluxus-Bewegung verwenden die Kunstschaffenden oft Alltagsgegenstände wie Müll, industrielle Produkte, und andere "banale" Objekte, um Kunstwerke zu schaffen, die sowohl ästhetisch als auch gesellschaftlich die Wirklichkeit widerspiegeln. Mit "Eat Art" entwickelt Spoerri ein Konzept, um Essen und Konsum in die Kunst zu integrieren.
Gestaltung: Sarah Kriesche. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am
26. 03. 2025. -
Daniel Spoerri (4)
"Ich habe in einem unglaublich günstigen Moment gelebt"
Daniel Spoerri lebt an vielen Orten. In Zürich, Bern, Paris, New York, Italien. Ein Jahr verbringt er auf einer Insel in Griechenland. "Da habe ich gelernt, was überhaupt ein Zyklus von einem Jahr und das Wiederaufstehen der Natur bedeutet." Seinen Lehrstuhl und Beamtenstatus an der Kunstakademie München gibt er drei Jahre vor der Pensionierung auf. "Und da haben Sie gesagt, in dem Fall verlieren Sie Ihren Beamtenstatus. Und da habe ich gesagt, genau das will ich." Paris hat er den Rücken gekehrt und ist nach Wien gezogen. "Hier leben sie noch alle. Und in Paris sind sie gestorben." 2008 kauft er in Hadersdorf am Kamp ein Gebäude, das seitdem unter dem Namen "Ausstellungshaus Spoerri" als Raum für die Präsentation von Spoerris Kunst und seiner Sammlung fungiert.
Gestaltung: Sarah Kriesche. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am
27. 03. 2025. -
Alltag 1945 (1)
Der Kampf ums Überleben.
Österreich 1945: Die Ernährungslage ist katastrophal, vor allem, aber nicht nur, in den Städten. 1.550 Kalorien pro Tag stehen etwa den Bürgerinnen und Bürgern Wiens zu, eine Ration, die im Lauf des Jahres auf 1.200 Kalorien sinkt. Kleidung, Schuhe und Seife sind so gut wie nicht zu bekommen. Die Gesundheitsversorgung ist mangelhaft, die Ausstattung der Spitäler katastrophal. "Alle unsere Kräfte sind aufs Überleben ausgerichtet", vertraut die Sekretärin Adolfine Schumann im April '45 ihrem Tagebuch an: "Die Jagd nach Lebensmitteln, das Anstellen um Brot, um Petroleum und Wasser, das sind Existenzfragen geworden."
Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion. Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 24.03. 2025.
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Alltag 1945 (2)
Die Alliierten - Besatzer und Befreier.
"Das ist der schönste Sommer meines Lebens", notiert die junge Klagenfurterin Ingeborg Bachmann zur Jahresmitte 1945: "Ich werde studieren, arbeiten, schreiben, ich lebe ja, ich lebe." Im Juli '45 lernt die Lehrerstochter aus Kärnten den britischen Besatzungssoldaten Jack Hamesh kennen und lieben, einen Wiener Juden, der im Frühjahr 1938 mit einem Kindertransport ins britische Exil hat fliehen können.
Etwa 700.000 Besatzungssoldaten halten sich im Sommer 1945 in Österreich auf, eine Zahl, die bis zur Unterzeichnung des Staatsvertrags kontinuierlich abnimmt. Für die Menschen in Österreich ist es von größter Bedeutung, in welcher Besatzungszone sie leben.Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 25. 03. 2025.
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Alltag 1945 (3)
NS-Täter vor Gericht.
Es waren harte, zum Teil sehr harte Urteile, die die österreichische Justiz in der unmittelbaren Nachkriegszeit gegen NS-Täter fällte. Am 14. August 1945 standen vier frühere SA-Männer vor dem Wiener Volksgericht: der Fleischhauer Rudolf Kronberger, der Anstreicher Wilhelm Neunteufel, der Koch Alois Frank und der Sattlergehilfe Konrad Polinovsky. Die Vier wurden beschuldigt, beim Bau des "Südostwalls" wenige Monate zuvor zahlreiche jüdische Zwangsarbeiter ermordet zu haben. Die Urteile gegen die Mörder waren drakonisch: Drei der Vier wurden zum Tod durch den Strang verurteilt und im November 1945 hingerichtet, der Vierte, Konrad Polinovsky, kam mit acht Jahren Kerker davon, da ihm keine direkte Beteiligung an den Morden nachgewiesen werden konnte. Polinovsky wurde 1947 bedingt begnadigt und aus der Haft entlassen.
Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 26. 03. 2025.
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Alltag 1945 (4)
Neues Leben blüht aus den Ruinen.
"Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, und neues Leben blüht aus den Ruinen." Mit diesen Worten feiert Friedrich Schiller im "Wilhelm Tell" die Heraufkunft eines neuen, humaneren Zeitalters. "Neues Leben blüht aus den Ruinen": Mit diesem Diktum lässt sich auch der Alltag im Österreich des Jahres 1945 beschreiben. Mangel, Elend, Hunger und Unterversorgung, wohin man blickt. Aber zugleich - zumindest da und dort - auch Zuversicht und vorsichtiger Optimismus.
Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 27. 03. 2025.
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Die Grüne Mauer (1)
Senegal: Waldarbeit ist Sozialarbeit.
Die Staaten am Rande der Sahara leiden besonders unter den Folgen der Klimakrise. Eine sogenannte Grüne Mauer aus Bäumen quer durch den Kontinent soll die Sanddünen aufhalten. Kann das gelingen? Wetterextreme, politische Krisen und Kriege werfen die Menschen immer wieder zurück. Eine Reise durch fünf Länder zu Menschen, die an die Zukunft glauben.
Gestaltung: Bettina Rühl. Eine Produktion des Deutschlandfunk. Gesendet in Ö1 am 187 03. 2025.
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Die Grüne Mauer (2)
Burkina Faso: Vom Mut, nicht aufzugeben.
Die Folgen des Klimawandels sind auch in Burkina Faso allgegenwärtig. Infolge von Dürren und Überschwemmungen fällt immer öfter die ganze Ernte aus, noch mehr Menschen hungern. Trotzdem ist für die Landwirtin Blandine Sankara "Wandel" noch immer ein positiv besetzter Begriff. Sankara hat ihr Projekt "Yelemani" genannt, auf Deutsch "Wandel". Sie will eine Veränderung, weg von Verödung und Verwüstung, hin zu Ernährungssicherung. In einem Vorort von Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos, hat sie ihren landwirtschaftlichen Betrieb. Und sie ist nicht die einzige Optimistin in dem Land, in dem bewaffnete Islamisten viele Regionen kontrollieren und Hauptmann Ibrahim Traoré nach zwei Militärputschen seit 2022 an der Spitze des Staates steht.
Gestaltung: Bettina Rühl. Eine Produktion des Deutschlandfunk. Gesendet in Ö1 am 18. 03. 2025.
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Die Grüne Mauer (3)
Nigeria: Klimakrise, Konflikte und Wege zum Frieden.
In Nigeria treiben Armut und die Enttäuschung über den Staat etliche Bauern und Viehhalter in die Arme von Boko Haram. Die Miliz begann vor 15 Jahren, die Bevölkerung in Nordost-Nigeria zu terrorisieren und angeblich im Namen des Islam gegen die nigerianische Armee zu kämpfen.
Auch Konflikte zwischen Bauern und Viehhaltern um die knappen Ressourcen werden infolge der Klimakrise häufiger. Ein Teufelskreis, denn die desolate Sicherheitslage macht es zugleich immer schwieriger, Bäume zu pflanzen und verödete Flächen wieder fruchtbar zu machen.Gestaltung: Bettina Rühl. Eine Produktion des Deutschlandfunk. Gesendet in Ö1 am 19. 03. 2025.
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Die Grüne Mauer (4)
Tschad: Die Träume der Förster.
Der Gärtner Ali Mboudou arbeitet als einer der letzten Angestellten für das ehrgeizige Projekt der "Großen Grünen Mauer" im Tschad. Es fehlt an Geld für das Pflanzen von Bäumen. Die Militärregierung investiert stattdessen in die Armee, um Aufstände im Norden des Landes zu bekämpfen. Aber Mboudou sorgt dafür, dass am Baumwall gegen die Wüste jederzeit weiter gepflanzt werden könnte, sollte die Regierung das Projekt zu neuem Leben erwecken.Gestaltung: Bettina Rühl. Eine Produktion des Deutschlandfunk. Gesendet in Ö1 am 20. 03. 2025.
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Frauen mit Courage: Gerda Lerner (1)
Der Weg von Gerda Lerner, geborene Kronstein, nahm seinen Anfang in Wien. Als Jüdin flüchtete die 18-Jährige nach ihrer Gestapohaft und ihrer Matura über Umwege in die USA. Mit 38 Jahren begann sie ein Geschichtestudium in Abendkursen. Ihre Erfahrungen, sich als Emigrantin von unten hochzuarbeiten, prägten sie. Acht Jahre später promovierte die zweifache Mutter. Lerners Themen kreisten als eine der ersten Wissenschaftlerinnen um die Themen Frauengeschichte und die afro-amerikanische Geschichte.
Gestaltung: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 10. 03. 2025.
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Frauen mit Courage: Ceija Stoijka (2)
Mit ihrem Buch "Wir leben im Verborgenen: Erinnerungen einer Rom-Zigeunerin" (1988) durchbrach sie ein Tabu: Die Künstlerin und Schriftstellerin Ceija Stojka machte erstmals auf die Verbrechen der Nationalsozialisten an ihrer Volksgruppe aufmerksam. Die 2013 verstorbene Ceija Stojka gilt heute international als eine der gefragtesten österreichischen Künstlerinnen.
Gestaltung: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 11. 03. 2025.
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Frauen mit Courage: Notburga Walder (3)
Notburga Walder war die erste Osttirolerin, die von den Nationalsozialisten verhaftet wurde. "I fürcht mich nicht. Des lossn wir uns nicht bieten. Mia sein a katholische Familie", sagte die junge Pfarrhelferin zu einem HJ-Führer und gab ihm eine Ohrfeige. Der Hitlerjunge hatte versucht, die Kinder vom katholischen Sonntags-Gottesdienst fern zu halten.
Gestaltung: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 12.03. 2025.
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Frauen mit Courage: Karoline von Perin (4)
Die Adelige Karoline von Perin setzte sich zur Zeit des Biedermeier trotz Verbots im ersten "Wiener Demokratischen Frauenverein" für die Gleichberechtigung von Frauen ein. Sie büßte ihr solidarisches Handeln mit tragischen persönlichen Verlusten.
Gestaltung: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 13.03. 2025.
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Was wir von Covid lernen können (1)
Als das neuartige Corona-Virus, das Covid 19 auslöst, gegen Ende Februar 2020 in Österreich ankam, war noch vieles unklar. Man wusste, dass es über Tröpfcheninfektion weitergegeben wird, aber noch nicht, wie lange das Virus außerhalb des menschlichen Körpers überlebt und über welche Wege es weitergegeben werden kann. Haftet es - einmal ausgehustet oder geniest - an Feinstaub an? Sinkt es zu Boden und kann es mit den Schuhen weiter- und auch in Wohn- und Arbeitsräume getragen werden? Über welche Wege gelangt es in den menschlichen Körper? Mund und Nase, das ist klar. Aber wenn man ein Virus auf der Hand hat und sich ins Auge greift? Ebenso viel gab es zu klären und zu lernen bezüglich lebenserhaltender Sofortmaßnahmen. Die Beatmung der Schwerkranken war, wie sich zeigte, nicht das probate Mittel?.
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 10. 03. 2025.
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Was wir von Covid lernen können (2)
Social Distancing, Maskentragen, Lockdown, Home Office?. Es gibt viele Möglichkeiten, um die Ausbreitung einer Pandemie einzudämmen - jedoch keine 100-prozentige. Wie in allen Fällen davor waren die Mittel der Wahl: Abstand halten und mehr Hygiene. Allein innerhalb der EU wurden von Land zu Land andere Maßnahmen gesetzt. Österreich war unter den Ländern mit den strengsten Maßnahmen und längsten Lockdowns. Was hat das gebracht? Wie sieht die Bilanz im Ländervergleich aus? Was können wir an erweitertem sozialem und globalem Wissen mitnehmen?
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 11. 03. 2025.
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Was wir von Covid lernen können (3)
Manche Menschen in Österreich haben durch Covid einen ganz wesentlichen Teil ihrer Entwicklung während höchst sensibler Jahre versäumt. Vom Kindergartenkind bis zum Teenager - das soziale Lernen hat ohne Zweifel gelitten. Gibt es belastbare Studien zu diesen Themen? Bleiben Defizite bestehen? Wie kommen Kleinkinder damit zurecht, dass sie plötzlich in Gruppen verankert werden, wenn sie zuvor 3 Jahre lang fast ausschließlich mit den engsten Bezugspersonen allein waren? Wie stark betrifft uns Long Covid? Wie viele Menschen in Österreich leiden darunter? Gibt es effektive Behandlungsmethoden? Und: die sinkenden Wirtschaftsleistungen und zahlreichen Konkurse - sind sie Folge der Pandemie?
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 12. 03. 2025.
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Was wir von Covid lernen können (4)
Covid war kein singuläres Ereignis. Jahrhundertelang wütete die Pest in Europa. Krankheiten wie Gelbfieber und Malaria betrafen die Mittelmeerländer und führten zum Untergang antiker Reiche. Die Cholera bestimmt fast 100 Jahre die Geschicke der Menschen im 19. Jahrhundert. Und dann gab und gibt es noch die Grippe - im Jahr 1918 Todesursache Nr. 1 in Europa, heute mit einer Impfung gut in Schach zu halten. Doch was kommt als nächstes? Welche Mittel stehen der Wissenschaft zur Verfügung, um Prognosen zu treffen? Und wie können wir uns schützen?
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 13. 03. 2025.
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Utopie Gleichstellung (1)
Wie Frauen leben wollen:
++Der Kampf der jungen Frauen
++"Den Frauen ihr Recht" - Eine Zeitreise
++Machtfreiere Beziehungen
++Alte weise Frauen: Christine HaidenGestaltung: Johanna Hirzberger, Ulrike Schmitzer, Ulla Ebner, Alexandra Augustin. Redaktion: Ulrike Schmitzer, Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 3. 03. 2025.
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Utopie Gleichstellung (2)
Was Frauen leisten:
++Weibliche "Nächstenliebe"
++Der Mythos von der Rabenmutter
++Kinkeeping - Die Kümmerfalle
++Alte weise Frauen: Elfriede HammerlGestaltung: Juliane Nagiller, Ulla Ebner, Johanna Hirzberger, Alexandra Augustin. Redaktion: Ulrike Schmitzer, Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 4. 03. 2025.
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Utopie Gleichstellung (3)
Was Frauen verdienen:
++Frauenstreik
++Frausein lohnt sich nicht
++Frauen und Karriere
++Alte weise Frauen: Monika RosenGestaltung: Astrid Schwarz, Juliane Nagiller, Ulrike Schmitzer, Alexandra Augustin. Redaktion: Ulrike Schmitzer, Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 5. 03. 2025.
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Utopie Gleichstellung (4)
Was Frauen mit Macht zu tun haben:
++Das Matriarchat - ein Mythos?
++Warum Frauen antifeministisch wählen.
++Der Gleichstellungsrat - ein neues Instrument für die Frauen.
++Alte weise Frauen: Lore HostaschGestaltung: Ulrike Schmitzer, Ulla Ebner, Johanna Hirzberger, Alexandra Augustin. Redaktion: Ulrike Schmitzer, Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 6. 03. 2025.
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Im Fluss. Die Mur und die Drau südostwärts (1)
Die mäandernde Drau entlang bis Ormoz.
Die 4-teilige Serie besucht nicht nur Orte an und in Flüssen in Slowenien, Ungarn und Kroatien, sie hat bei alledem auch diese Frage im Fokus: Was überdauert im historischen Gedächtnis einer Region?
Gestaltung: Ute Maurnböck, Sonja Bettel. Gesendet in ORF Ö1 am 16. 09. 2024.
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Im Fluss. Die Mur und die Drau südostwärts (2)
Die Grenzmur stromabwärts bis Legrad.
Die 4-teilige Serie besucht nicht nur Orte an und in Flüssen in Slowenien, Ungarn und Kroatien, sie hat bei alledem auch diese Frage im Fokus: Was überdauert im historischen Gedächtnis einer Region?
Gestaltung: Ute Maurnböck, Sonja Bettel. Gesendet in ORF Ö1 am 17. 09. 2024.
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Im Fluss. Die mur und die Drau südostwärts (3)
Mur und Drau bis zum Zusammenfluss bei Legrad.
Die 4-teilige Serie besucht nicht nur Orte an und in Flüssen in Slowenien, Ungarn und Kroatien, sie hat bei alledem auch diese Frage im Fokus: Was überdauert im historischen Gedächtnis einer Region?
Gestaltung: Ute Maurnböck, Sonja Bettel. Gesendet in ORF Ö1 am 18. 09. 2024.
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Im Fluss. Die Mur und die Drau südostwärts (4)
Von Legrad bis zur Donaumündung.
Die 4-teilige Serie besucht nicht nur Orte an und in Flüssen in Slowenien, Ungarn und Kroatien, sie hat bei alledem auch diese Frage im Fokus: Was überdauert im historischen Gedächtnis einer Region?
Gestaltung: Ute Maurnböck, Sonja Bettel. Gesendet in ORF Ö1 am 19. 09. 2024.